Es wird wieder trendig in der Hauptstadt: Am Montag beginnt die Vier-Tage-Modewoche, die Berlin Fashion Week, und zeigt Modetrends der nächsten Saison. Vom 5. bis 8. Februar läuft das Programm. Insgesamt stehen 32 Laufsteg-Shows und daneben 42 weitere Veranstaltungen, sogenannte Side Events, auf dem Plan. Das offizielle Eröffnungsdinner startet am Montag um 20.30 Uhr im Grill Royal in der Friedrichstraße in Mitte.

Fashion Week in Berlin: Das sind die Highlights

  • Als Highlights dieser Modewoche gelten die Shows von aufstrebenden Marken wie SF1OG oder Namilia, oder natürlich auch die Show der Premium-Marke Marc Cain als Zuschauer-Magnet am Dienstagabend in der Arena Berlin.
  • Am Mittwoch laufen Shows der bekannten Designer Kilian Kerner, Rebekka Ruetz oder Marcel Ostertag in der Verti Music Hall.
  • Der Designer William Fan aus Mitte, eine feste Größe der Fashion Week, wird am Montagnachmittag wieder für Aufmerksamkeit sorgen: Das Spannende ist, dass der 36-Jährige die Location für seine Show immer erst kurz zuvor bekannt gibt.

In der vergangenen Saison kamen rund 20.000 Besucher. 2007 gegründet, findet die Fashion Week zweimal im Jahr statt und soll sowohl Wirtschaftsmotor als auch Inspirationsquelle sein. An den einzelnen Veranstaltungen kann man nur mit Einladung teilnehmen. Akkreditieren können sich Pressevertreter, Einkäufer, Branchenexperten und Kreative. Seit ihrer Gründung unterstützt die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe eine Vielzahl von Formaten der Berlin Fashion Week. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Förderung aufstrebender Design-Talente.

Modebranche in Berlin macht 5 Miliarden Euro Umsatz im Jahr

Wirtschaftsstaatssekretär Michael Biel sagte der Morgenpost: „Berlin und Mode gehören ganz klar zusammen und ich glaube, unser politisches Engagement spiegelt deutlich, wie wichtig diese Branche für unsere Stadt ist.“ Die Modebranche sei ein großer Arbeitgeber und gewichtiger Wirtschaftsfaktor, so Biel.

Freizügige Mode des Designers Marcel Ostertag beim WE.4.Fashion Day in der Verti Music Hall.
Freizügige Mode des Designers Marcel Ostertag beim WE.4.Fashion Day in der Verti Music Hall.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Laut Senatsangaben gibt es dort in Berlin derzeit rund 4800 Unternehmen mit fast 26.000 Beschäftigten, die gut fünf Milliarden Euro Umsatz im Jahr machen. „Die schöpferische Kraft in unserer Stadt prägt auch das weltweite Image Berlins als Kreativmetropole, das ist von unschätzbarem Wert“, so Staatssekretär Biel.

Berliner Senat fördert Berlin Fashion Week mit vier Millionen Euro jährlich

Der Senat fördert die Fashion Week mit jährlich vier Millionen Euro. Das sei gut investiertes Geld, denn die Modewoche sei „unser Schaufenster zur Modewelt“, so Biel weiter, „wobei wir einen sehr eigenen, authentischen Weg gehen.“ Die Trends aus Berlin stünden für eine innovative, mutige und nachhaltige Mode. „Das ist unser Markenkern und damit setzen wir weltweit Akzente. Wir unterstützen die Berliner Talente auch dabei, ihre Kreationen auf internationalen Shows zu präsentieren und wir sehen, dass immer mehr Berliner Labels international sehr erfolgreich auftreten“, betonte Biel.

Diesmal steht bei der Fashion Week eine Premiere an: Neu dabei ist das Eventformat der renommierten, in Berlin und Mailand ansässigen Kommunikationsagentur Reference Studios mit dem Titel „Intervention“ – konzipiert und kuratiert unter der Leitung von Gründer Mumi Haiati. Unterstützt von der Wirtschaftssenatsverwaltung findet das Format mit Runway-Shows oder Installationen am Montag statt.

Spannend ist der Austragungsort: Es ist das seit 2018 leer stehende C&A-Kaufhaus an der Neuköllner Karl-Marx-Straße, das nun auf mehreren Etagen zeitweise zu neuem Leben erweckt wird. Mit dem Format soll „eine innovative Plattform für nationale und internationale Designer geschaffen werden“, heißt es seitens der Agentur. Ab 12 Uhr mittags dabei ist etwa Gerrit Jacob, einer der gefragtesten deutschen Jungdesigner. Abends um 20 Uhr läuft eine Show des Labels Anonymous Club. Im Erdgeschoss findet auch mit Shayne Olivers „Mall of Anonysmous“ ein kunstzentriertes Pop-up-Konzept eines bekannten Designers statt.

Die Fashion Week im Januar 2023: Gezeigt wurde eine Show der ukrainischen Designerin DZHUS, die ihre Mode den Kriegsumständen angepasst hat.
Die Fashion Week im Januar 2023: Gezeigt wurde eine Show der ukrainischen Designerin DZHUS, die ihre Mode den Kriegsumständen angepasst hat.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Auch das ist neu im Kalender: Der Berliner Salon präsentiert exklusiv die Arbeiten seiner Teilnehmerin Karen Jessen in den Kreuzberger Räumlichkeiten der Kunstsammlung Feuerle Collection. Jessens handgefertigte Kleiderskulpturen werden in einer Installation gezeigt, die die Grenzen zwischen Mode und Kunst auslotet, heißt es in der Einladung. Zum Abschluss der Fashion Week laden „Studio2Retail x Studio183“ am Donnerstag zur Abschlussparty ab 19 Uhr ins Bikini Berlin ein.

Einige Veranstaltungen können auch ohne Einladung oder Akkreditierung besucht werden, unter anderem diese Events:

Montag, den 5. Februar 2024:

  • Mall of Anonysmous, 12 bis 20 Uhr, Karl-Marx-Straße 95, 12043 Berlin
  • Next Gen Pop Up, 13 bis 17 Uhr, Platte, Memhardstraße 8, 10178 Berlin

Dienstag, den 6. Februar 2024:

  • 19 bis 22 Uhr, LOTRE – LUXURY KNITWEAR, Galerie Malina Auguststraße 82, 10117 Berlin

Mittwoch, den 7. Februar 2024:

  • 10 bis 20 Uhr, Studio2Retail Pop Up, Bikini, Budapester Straße 38-50, 10787 Berlin

Donnerstag, den 8. Februar 2024:

  • 12 bis 20 Uhr, AW24 AMORPHOUS, Auguststraße 10, 10117 Berlin
  • 12 bis 19 Uhr, FEED ME ≠ NOT FEED ME ≠ NOT EXHIBITION, Artco Galerie, Frobenstraße 1 , 10783 Berlin
  • 15 bis 21 Uhr, Puff-Up PROTOTYPE, Rosebud, Hackesche Höfe, Rosenthalerstraße 36, 10178 Berlin