- Demo der Bauern am heutigen Montag soll deutlich größer werden als vergangene Woche
- Rund 10.000 Teilnehmer werden erwartet
- Massive Verkehrseinschränkungen in ganz Berlin erwartet
Berlin macht sich bereit für die zweite Demonstration von Bauern binnen einer Woche. Die Demo am Montag (15.1.) soll noch einmal deutlich größer werden als die am vergangenen Montag. Auch diesmal wird gegen die von der Ampel geplante Streichung von Subventionen demonstriert.
Erwartet werden etwa 10.000 Teilnehmer mit etwa 3000 Traktoren und Schleppern sowie 2000 Lastwagen, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte. Am vergangenen Montag hatten sich rund 680 Fahrzeuge gesammelt. Im gesamten Berliner Stadtgebiet werden am dem frühen Montagmorgen massive Behinderungen im Verkehr erwartet.

Wie schon beim ersten Mal hielten zahlreiche Landwirte und Fahrer in und neben ihren Fahrzeugen „Wache“, an Lager- und Grifffeuern, in mitgebrachten Bauwagen oder Wohnmobilen. Eine Firma bot Catering, ein anderen hatte einen ganzen Hänger Brennholz am Straßenrand abgestellt. Manche waren am Sonnabend samt Familie zum Ausflug ans Brandenburger Tor angereist. „Wir fahren heute Abend wieder nachhause, aber ich komme am Montag mit dem echten Traktor zur Demo“, sagte der Vater, der bei Fehrbellin als Landwirt arbeitet. Seine einzige Sorge: „Ich weiß nicht, ob wir Montagfrüh noch bis in die Stadt kommen.“
Denn diesmal wollen die Bauern Berlin so richtig lahmlegen. Es werde mit weitreichenden Sperrungen und „massiven Störungen“ des Straßenverkehrs in ganz Berlin gerechnet, warnte die Polizei am Sonnabend via X. Unter anderem solle am Montag der gesamte Straßenzug zwischen Theodor-Heuss-Platz in Charlottenburg und dem Brandenburger Tor gesperrt sein. Weil die Teilnehmer in einer Sternfahrt über fünf Routen anreisen, werde der Verkehr in ganz Berlin massiv beeinträchtigt.

Die Straße des 17. Juni ist schon seit dem Beginn der Protestwoche zwischen Brandenburger Tor und Großem Stern aufgrund der Kundgebung von Landwirten und ihren Zugmaschinen gesperrt und bleibt dies nach dem Ende der Kundgebung bis voraussichtlich Dienstagvormittag (16. Januar). Auch danach hätten Landwirte angekündigt, mit ihren Zugmaschinen die Straße zu blockieren.
Bauern-Proteste in Berlin: Sternfahrt, Sperrungen & Staus – Das ist geplant
Sonntag, 14.01.: Schon ab 18.30 Uhr sind einige Traktorenkorsos durch die Stadt angekündigt, die zum Beispiel über die Heerstraße, die Autobahn A24 oder die Bundesstraße B2 ab Lindenberg anreisen werden.
Die Hauptgruppe der Traktoren wird sich voraussichtlich am Sonntagabend und in der Nacht an den Startpunkten für die Sternfahrt jeweils an der Stadtgrenze sammeln. Mit großen Verkehrseinschränkungen ab diesen Bereichen müsse gerechnet werden.
Montag, 15.01.: Am Montag wird mit Eintreffen der Traktoren der Straßenzug des Kaiserdamms, der Bismarckstraße und der Straße des 17. Juni zwischen Theodor-Heuss-Platz und Platz des 18. März (Brandenburger Tor) gesperrt, so die Ankündigung. Auch Individualverkehr, Lieferanten und Taxis könnten ab diesem Zeitpunkt hier nicht mehr zugelassen werden.
Im gesamten Stadtgebiet werden große Störungen erwartet. Die insgesamt an diesem Tag noch 3000 erwarteten Traktoren sollen ab 7 Uhr früh Uhr über diese fünf Routen zur Straße des 17. Juni fahren:
- Frohnau, Landesgrenze B96 Oranienburger Chaussee: über Oranienburger Chaussee, Berliner Straße, Oraniendamm, Oranienburger Straße, Roedernallee, Lindauer Allee, Residenzstraße, Marktstraße, Seestraße, Beusselstraße, Alt-Moabit, Gotzkowskystraße, Levetzowstraße, Altonaer Straße und Großer Stern
- Staaken, Landesgrenze B5 Hamburger Chaussee: über Hamburger Chaussee, Heerstraße, Theodor-Heuss-Platz, Kaiserdamm, Bismarckstraße, Ernst-Reuter-Platz, Straße des 17. Juni, Großer Stern
- Stadtrandsiedlung Malchow, Landesgrenze B2 Dorfstraße: über Dorfstraße, Malchower Chaussee, Berliner Allee, Ostseestraße, Wisbyer Straße, Bornholmer Straße, Osloer Straße, Seestraße, Beusselstraße, Alt-Moabit, Gotzkowskystraße, Levetzowstraße, Altonaer Straße und Großer Stern
- Lichtenrade, Landesgrenze B96 Kirchhainer Damm: über Kirchhainer Damm, Lichtenrader Damm, Mariendorfer Damm, Tempelhofer Damm, Platz der Luftbrücke, Mehringdamm, Wilhelmstraße, Hallesches Ufer, Reichpietschufer, Von-der-Heydt-Straße, Klingelhöferstraße, Hofjägerallee und Großer Stern
- Mahlsdorf, Landesgrenze B1 Alt-Mahlsdorf: über Alt-Mahlsdorf, Alt-Kaulsdorf, Alt-Biesdorf, Alt-Friedrichsfelde, Frankfurter Allee, Frankfurter Tor, Karl-Marx-Allee, Otto-Braun-Straße, Mollstraße, Torstraße, Hannoversche Straße, Hessische Straße, Invalidenstraße, Alt-Moabit, Stromstraße, Lessingstraße, Altonaer Straße und Großer Stern
Darüber, wo sich die Landwirte vor der Sternfahrt sammeln, konnte die Berliner Polizei keine Auskunft geben.
Auf den Routen werden sich durchschnittlich etwa 600 landwirtschaftliche Fahrzeuge bewegen. Aufgrund der Länge dieser Aufzüge wird die Dauer der Verkehrsmaßnahmen für den Individualverkehr und den ÖPNV von einer sehr hohen Belastung geprägt sein. Durch die sternförmige Anfahrt, der nahezu zeitgleichen Abfahrt an den fünf Sammelpunkten sowie der Vielzahl von Fahrzeugen, ist mit erheblichen Störungen des Straßenverkehrs im gesamten Stadtgebiet zu rechnen.
Die Abfahrt soll dann ab etwa 13 Uhr beginnen. Es werden hierfür keine Konvois gebildet, sodass Verkehrseinschränkungen ausschließlich aufgrund der großen Zahl der aufbrechenden Traktoren erwartet werden, heißt es bei der Verkehrsinformationszentrale. Wie die Strategie für die Abfahrt der Landwirte genau aussehen werde, würde die Einsatzleitung am Montag entscheiden, so ein Sprecher der Berliner Polizei: „Wir wollen abwarten, wie sich der Montag entwickelt, wie viele tatsächlich zusammenkommen.“
Dienstag, 16.01.: Die Straße des 17. Juni, die schon seit dem Beginn der Protestwoche in Richtung Brandenburger Tor aufgrund einer Kundgebung von Landwirten und ihren Zugmaschinen gesperrt ist, bleibt auch nach dem Ende der Kundgebung bis voraussichtlich Dienstagvormittag (16. Januar) gesperrt. Auch danach hätten Landwirte angekündigt, mit ihren Zugmaschinen die Straße zu blockieren.













