Bei der Deutschen Bahn steht am Sonntag der jährliche Fahrplanwechsel an – der diesmal auch für Berlin einige Veränderungen bringt. Auf verschiedenen Strecken im Fernverkehr soll es mit dem neuen Fahrplan Verbesserungen für Reisende aus der Hauptstadt geben. Das gilt etwa für die nachfragestarken ICE-Verbindungen nach München und Nordrhein-Westfalen. Aber auch bei der Anbindung an Hauptstädte benachbarter Länder tut sich etwas.
Zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie Berlin und München verspricht die Deutsche Bahn bis zu 25 Prozent mehr Sitzplätze, durch zusätzliche Verbindungen oder längere Züge. Nach München wird es künftig doppelt so viele Sprinter-Fahrten am Tag geben wie bisher, konkret bis zu 14 pro Richtung. „Zusammen mit den stündlichen Zügen über Leipzig beziehungsweise Halle (Saale) fahren jede Stunde zwei Züge zwischen der Bundes- und der Landeshauptstadt“, schreibt die Bahn. Dazu soll es teilweise noch schneller gehen und die Fahrtzeit auf drei Verbindungen auf 3:45 Stunden reduziert werden. Weil zunächst noch auf einem Streckenabschnitt gebaut wird, gilt dies jedoch erst ab dem 17. Dezember.
Neue Nachtzüge fahren von Berlin nach Brüssel und Paris
In Richtung Nordrhein-Westfalen gibt es eine neue zweistündliche ICE-Linie, die von Berlin über Wuppertal und Köln führt. In der Folge könnten die ICE über Dortmund und Düsseldorf alle zwei Stunden mit doppelter Kapazität fahren, außerdem entstehe durch die neue Linie und veränderten Fahrpläne ein Halbstundentakt zwischen Berlin und Hannover, erklärt das Unternehmen.
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Gute Nachrichten gibt es auch für Reisende nach Amsterdam: Dorthin geht es künftig 30 Minuten schneller, weil ein Lokwechsel an der Grenze wegfällt und der Zug unterwegs seltener hält. Zudem kommen Berliner ab dem Fahrplanwechsel mit einer zweiten ICE-Verbindung umsteigefrei nach Wien. Für zusätzliche Reisemöglichkeiten sorgen auch zwei neue Nachtzugverbindungen, die von der Deutschen Bahn in Kooperation mit mehreren Partnerbahnen angeboten werden. Von Berlin geht es so nach Brüssel sowie nach Paris, mit Zwischenhalt in Straßburg. Die Nachtzüge werden anfangs dreimal die Woche fahren, ab Herbst 2024 sollen sie dann täglich unterwegs sein.
Zwischen Hamburg und Berlin bringen Bauarbeiten 2024 große Einschränkungen
Dafür wird die Verbindung zwischen Berlin und Hamburg etwas ausgedünnt. Am frühen Morgen entfällt ein ICE von Hamburg nach Berlin, am Abend in die Gegenrichtung. „Es bestehen aber schnelle ICE-Fahrten sowohl eine halbe Stunde früher als auch später“, betont die Bahn. In der zweiten Jahreshälfte kommen auf der Strecke weitere temporäre Einschränkungen hinzu. Planmäßig vom 17. August bis 14. Dezember baut die Bahn dort, weshalb zwei von vier Linien zwischen Hamburg und Berlin entfallen. Die anderen werden umgeleitet und brauchen so 45 Minuten länger.



