- Auf der A12 gab es am Freitagabend einen tödlichen Unfall
- In Oberschöneweide stürzte eine Person in ein Silo
- Unbekannte sprengten einen Geldautomaten in Neu-Hohenschönhausen
- Ein Motorradfahrer erlitt bei einem Unfall in Baumschulenweg Verletzungen
- Ein Graffiti-Sprayer versuchte, vor der Polizei zu flüchten
Berlin. Eine Person ist am Samstag in Oberschöneweide in ein Silo gestürzt. Die Feuerwehr war im Einsatz. Eine 50 Jahre alte Frau kam am Freitagabend bei einem Unfall auf der A12 ums Leben. Die News vom Vortag lesen Sie in diesem Blog.
Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 4. November: Unbekannte sprengen Geldautomaten in Neu-Hohenschönhausen und flüchten
15.12 Uhr: Ein Geldautomat ist am Samstag in Neu-Hohenschönhausen im Bezirk Lichtenberg gesprengt worden. Gegen 3.10 Uhr hatte ein Sicherheitsdienst die Polizei zu einem Einkaufszentrum an die Rostocker Straße verständigt, nachdem dort die Alarmanlage eines Geldautomaten ausgelöst hatte. Zeugen hörten zudem einen lauten Knall. Die Einsatzkräfte stellten einen erheblich beschädigten Automaten im Vorraum der Passage fest. Nach ersten Feststellungen flüchteten die Täter ohne Beute vom Tatort. Durch die Explosion wurde auch die Schaufensterscheibe und die Decke eines daneben befindlichen Bistros beschädigt. Personen wurden nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht verletzt. Die weiteren Ermittlungen übernahm ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes.
Motorradfahrer (83) stürzt in Baumschulenweg
14.31 Uhr: Ein Motorradfahrer ist am Freitag bei einem Unfall in Baumschulenweg im Bezirk Treptow-Köpenick verletzt worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, war der 83-Jährige gegen 16.15 Uhr auf der Baumschulenstraße in Fahrtrichtung S-Bahnhof Baumschulenweg unterwegs. Kurz hinter der Frauenlobstraße fuhr er ohne Fremdeinwirkung gegen die Bordsteinkante eines Fahrbahnteilers und stürzte. Er klagte über Rückenschmerzen. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang übernahm ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 3 (Ost).
Person stürzt in Oberschöneweide in Silo – Feuerwehr im Einsatz
12.40 Uhr: Eine Person ist am Samstag auf einem Industriehof an der Ostendstraße in Oberschöneweide (Treptow-Köpenick) in ein Silo gestürzt. Dabei verletzte sich die Person und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Berliner Feuerwehr am Samstag beim Kurznachrichtendienst X, ehemals Twitter, mitteilte. Zur Rettung nutzten die Einsatzkräfte demnach eine Wanne, die von einer Drehleiter aus abgelassen wurde. Es waren 26 Einsatzkräfte vor Ort.
#Technische_Hilfeleistung in #Oberschöneweide. Auf einem Industriehof in der #Ostendstraße ist eine Person in ein Silo gestürzt. Die verletzte Person konnte über eine DLK mit Gelenkarm gerettet werden. Es waren 26 Einsatzkräfte vor Ort. #EstuK
— Berliner Feuerwehr (@Berliner_Fw) November 4, 2023
Antisemitische Vorfälle am Freitag in Berlin – Das ist die Polizei-Bilanz
12.34 Uhr: Der Nahost-Konflikt hat auch Auswirkungen auf Berlin. Am Freitag war die Polizei mit 260 Kräften im Einsatz. Dabei wurde sie von Beamten der Polizei Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. Zu allen antisemitischen Vorfällen ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.
Am Freitag von 11 bis 14 Uhr gab es eine Kundgebung mit dem Thema „Akademische Freiheit und gleiche Rechte für den globalen Süden“ an der Otto-von-Simson-Straße in Dahlem. Es versammelten sich bis zu 170 Teilnehmer. Gegen 12 Uhr fand eine Gegen-Demo mit dem Thema „Solidarität mit Israel“ mit rund 40 Personen statt. Im weiteren Verlauf der Kundgebungen kam es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen den Teilnehmern. „Die dabei getätigten Ausrufe waren jedoch ohne strafrechtliche Relevanz“, teilte die Polizei mit. Beide Kundgebungen endeten gegen 13.30 Uhr.
- Ein Sicherheitsmitarbeiter eines öffentlich-rechtlichen Senders hatte gegen 7.30 Uhr gesehen, wie ein Mann Flüssigkeit an die Fassade eines Gebäudes am Reichstagufer/Wilhelmstraße in Mitte schüttete und alarmierte die Polizei. Die Einsatzkräfte stellten rote Farbe und auf der gegenüberliegenden Uferseite ein am Geländer befestigtes Transparent fest. Das Transparent wurde sichergestellt.
- In der Zeit von 8 bis 11 Uhr schrieben Unbekannte mit schwarzer Farbe einen israelfeindlichen Spruch an eine Wand im U-Bahnhof Spichernstraßein Wilmersdorf. Einsatzkräfte machten den Spruch unkenntlich.
- Gegen 13.30 Uhr schrieben Unbekannte auf eine Reklametafel an einer Bushaltestelle an der Kreuzung Fehrbelliner Platz/Hohenzollerndamm ebenfalls einen israelfeindlichen Spruch. Polizisten entfernten den Spruch.
- Gegen 17.45 Uhr betraten zwei Frauen und ein Mann ein Restaurant an der Emser Straße in Neukölln. Im Restaurant soll eine der Frauen ein Flugblatt von einer Wand gerissen haben, welches entführte israelische Bürger zeigte. Bevor die drei Personen das Restaurant wieder verließen, sollen sie sich noch über den Nahostkonflikt geäußert haben.
- Gegen 20.15 Uhr bemerkten Zeugen mehrere Sprüche zum Nahostkonflikt. Diese waren an einem Mehrfamilienhaus an der Tiefenseer Straße im Märkischen Viertel geschmiert. Sie wurden von den Hausverantwortlichen entfernt.
- Gegen 21 Uhr bemerkte die Besatzung eines Funkstreifenwagens einen mit schwarzer Farbe aufgetragen Davidstern am Sockel eines Brunnens auf dem Franz-Amrehn-Platz in Steglitz. Die Einsatzkräfte machten den Stern unkenntlich.
- Gegen 21.35 Uhr sah ein Mitarbeiter der BVG einen Mann, der auf eine Wand des Zwischendecks des U-Bahnhofes Rehberge in Wedding einen antisemitischen Spruch, weitere Schriftzüge zum Nahostkonflikt und ein kommunistisches Symbol schmierte. Darüber brachte er einen Aufkleber zum Nahostkonflikt, der auch ein linksradikales Symbol zeigte, an der Wand an. Die Schmierereien und der Aufkleber wurden von Mitarbeitern der BVG entfernt.
- Unbekannte schmierten gegen 22 Uhr an die Fassade eines Mehrfamilienhauses an der Linienstraße in Mitte einen antisemitischen Spruch. Die Einsatzkräfte kontaktierten die Verantwortlichen des Hauses über die Sachbeschädigung und baten um Entfernung.
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Autofahrerin stirbt bei Unfall auf der A12
9.16 Uhr: Eine 50 Jahre alte Frau ist auf der A12 am Freitagabend zwischen einen LKW und die Leitplanke geraten und gestorben. Die 50-Jährige war auf der A12 zwischen Friedersdorf und Storkow (Mark) in Richtung Frankfurt (Oder) unterwegs, wie die Polizei Brandenburg am Samstag mitteilte. Die Autofahrerin geriet aus bislang ungeklärten Gründen auf den Standstreifen. Als sie zurück auf die Fahrbahn wechseln wollte fuhr sie gegen einen LKW. Dadurch geriet sie zwischen den LKW und die Leitplanke. Dabei fuhr ein weiteres Auto auf das Fahrzeug der 50-Jährigen. Der Fahrer des Autos verletzte sich leicht. Nach Polizeiangaben ist noch ungeklärt, ob die Frau direkt durch den Unfall verstarb, oder ob zuvor ein medizinisches Problem vorlag. Der LKW-Fahrer wurde nicht verletzt.
Wiederholungstäter: Zwei mutmaßliche Einbrecher in Wittenberge festgenommen
8.50 Uhr: Mithilfe von Spezialkräften hat die Polizei im brandenburgischen Wittenberge am Freitag zwei mutmaßliche Einbrecher festgenommen. Nach umfangreichen Ermittlungen seit März stehen die beiden in Verdacht, mehrere Wohnungseinbrüche in Mecklenburg-Vorpommern verübt zu haben, wie die Polizei mitteilte. Die 37- und 39-Jährigen befänden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Außerdem durchsuchte die Polizei in diesem Zusammenhang Objekte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
Bei Durchsuchung: Fluchtversuch von mutmaßlichem Graffiti-Sprayer
8.17 Uhr: Beamte haben in der Wohnung eines 22-Jährigen in Potsdam Schlüssel zu Bahnanlagen, rund 160 Spraydosen und diverse weitere Utensilien zum Sprayen von Graffiti sichergestellt. Der Mann wird der Sachbeschädigung an Zügen der U- und S-Bahn in 19 Fällen verdächtigt, wie die Amtsanwaltschaft Berlin, die Berliner Polizei sowie die Bundespolizei am Freitag gemeinsam mitteilten.
Der Mann versuchte, bei der Durchsuchung zu flüchten und warf sein Mobiltelefon in ein Gebüsch. Er konnte jedoch festgehalten und das Telefon sichergestellt werden. Die Mutter des Mannes wollte dann über Fernzugriff ihres Mobiltelefons Daten auf dem Gerät ihres Sohnes löschen. Als ein Beamter der Berliner Polizei das verhinderte, habe ihn die alkoholisierte Frau angegriffen und bedroht. Sie wurde der zuständigen Brandenburger Polizei übergeben. Die Polizisten fanden in der Wohnung des 22-Jährigen außerdem hochwertige Bekleidung, teils noch mit Originaletikett und mit Diebstahlschutz. Es besteht der Verdacht, dass diese Dinge gestohlen wurden.
BM/dpa


