- An Halloween gab es vereinzelte Böllerwürfe auf Passanten
- In Baumschulenweg sprengten Unbekannte einen Geldautomaten
- Ein Bussard verursachte in Brandenburg einen Verkehrsunfall
- Einbrecher verfängt sich in Bäckerei und wird gestellt
- 60-Jähriger bei Autounfall in Rudow verletzt
Berlin. Im gesamten Berliner Stadtgebiet wurden Passanten und Polizisten vereinzelt mit Böllern beworfen oder mit Pyrotechnik beschossen. Vandalen beschmierten das Denkmal für die NS-Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ in Lichtenberg mit Hakenkreuzen. Der Flughafentunnel Tegel musste nach einem Unfall gesperrt werden. Die News vom Vortag lesen Sie in diesem Blog.
Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 31. Oktober: Vereinzelt Böllerwürfe auf Passanten und Polizisten an Halloween
20.52 Uhr: Die Berliner Polizei ist am Halloween-Abend zu mehreren Einsätzen ausgerückt. Im gesamten Stadtgebiet seien unter anderem Einsatzkräfte und Passanten vereinzelt mit Böllern beworfen oder mit Pyrotechnik beschossen worden, teilte die Polizei am Dienstagabend auf X, früher Twitter, mit. Verletzt wurde niemand, wie ein Polizeisprecher sagte. Einsatzschwerpunkte in der Stadt gab es demnach zunächst nicht. Erste Anzeigen seien geschrieben worden. Bis Dienstagabend berichtete die Polizei zunächst von keinen größeren Vorkommnissen.
Die Polizei verstärkte ihre Präsenz in Berlin wegen Halloween. Etwa 1000 Polizisten und Polizisten seien unterwegs, teilte die Polizei mit. Beteiligt seien Einsatzkräfte aus Brandenburg, Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.
„Aufgrund der Erfahrungen des Vorjahres und aus der Silvesternacht sowie den jüngsten Ereignissen ist die Polizei Berlin entsprechend sensibilisiert“, sagte ein Behördensprecher. Auch jüngste Ausschreitungen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt spielten bei der Einsatzplanung eine Rolle.
Geldautomat in Baumschulenweg gesprengt
12.50 Uhr: Unbekannte sprengten am frühen Dienstagmorgen im Ortsteil Baumschulenweg einen Geldautomaten auf. Nach den bisherigen Ermittlungen soll kurz vor 5 Uhr ein Fahrzeug rückwärts in den Eingangsbereich eines Supermarktes an der Baumschulenstraße gefahren sein und die Schiebetüren dadurch zerstört haben. Anschließend sollen zwei maskierte Personen zu einem im Laden aufgestellten Geldautomaten gegangen sein und den Automaten mit Sprengstoff aufgesprengt haben. Im Anschluss ergriffen die Täter die Flucht mit einer erbeuteten Geldsumme. Verletzt wurde niemand.
Auto kollidiert in Brandenburg mit Greifvogel
12.30 Uhr: Ein ungewöhnlicher Verkehrsunfall hat sich auf der Autobahn Hamburg-Berlin (A 24) ereignet: Zwischen den Anschlussstellen Suckow und Putlitz (Prignitz) sei in Fahrtrichtung Autobahndreieck Wittstock/Dosse ein Auto mit einem Greifvogel zusammengestoßen, der quer über die Fahrbahnen flog, berichtete die Polizeidirektion Nord am Dienstag. Der Autofahrer blieb unverletzt, der Bussard verendete nach dem Unfall vom Montag. Die Frontscheibe des Wagens wurde so stark beschädigt, dass das Fahrzeug abgeschleppt werden musste. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 800 Euro.
Autoknacker-Duo inflagranti geschnappt
12.40 Uhr: Am Montagabend nahm die Berliner Polizei zwei Männer nach versuchtem Diebstahl aus zwei Autos fest. Gegen 21.30 Uhr wurde ein Passant in der Heinz-Galinski-Straße in Mitte auf die beiden Männer im Alter von 24 und 32 Jahren aufmerksam, die sich mutmaßlich zu einem Fahrzeug unberechtigt Zugang verschafften. Der Zeuge alarmierte die Polizei. Fahnder stellten das Duo in der Exerzierstraße. Dort versuchte der 24-Jährige die Seitenscheibe eines Autos einzuschlagen und die Hecktür zu öffnen, während der 32-Jährige die Schmiere stand. Die eingesetzten Polizeikräfte konnten beide noch am Tatort festnehmen.
Tollpatschiger Einbrecher verfängt sich und wird gestellt
11.30 Uhr: Die Inhaberin einer Bäckerei in Wedding stellte in der Nacht zu Montag einen Einbrecher in ihrem Geschäft. Gegen 2.50 Uhr hörte ein Sohn der 45-Jährigen in der über dem Geschäft in der Brüsseler Straße gelegenen Wohnung klirrendende Geräusche aus Richtung des Ladens und weckte seine Eltern, die die Polizei alarmierten. Gemeinsam ging die Familie nach unten und stellte ein eingeschlagenes Oberlichtfenster in der Eingangstür der Bäckerei fest, in dem sich der Einbrecher, ein 26-jähriger Mann, verhakt hatte Eintreffende Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 18 nahmen den Tatverdächtigen fest und übergaben ihn der Kriminalpolizei der Direktion 1 (Nord), welche die weiteren Ermittlungen übernommen hat.
60-Jähriger prallt mit seinem Wagen in geparkte Autos und verletzt sich
9.20 Uhr: Gestern Mittag wurde ein Autofahrer bei einem Verkehrsunfall in Rudow verletzt. Der 60-Jährige befuhr gegen 12.10 Uhr die Neuköllner Straße vom Bildhauerweg kommend in Richtung Stubenrauchstraße, wo er aus noch nicht bekannten Gründen die Kontrolle über seinen Wagen verlor und mit einem am rechten Fahrbahnrand geparkten Pkw kollidierte. Alarmierte Rettungskräfte brachten den am Rumpf Verletzten in ein Krankenhaus, wo er stationär aufgenommen wurde. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an und wurden von einem Fachkommissariat der Direktion 4 (Süd) übernommen.
Hakenkreuz-Schmiererein an Denkmal für NS-Widerstand in Lichtenberg
9.10 Uhr: Ein Denkmal zur Erinnerung an die Nazi-Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ in Lichtenberg ist mit einem Hakenkreuz beschmiert worden. Das Hakenkreuz sei ungefähr 70 Zentimeter mal 1,7 Meter groß, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Das Denkmal befindet sich in einer Grünanlage an der Schulze-Boysen-Straße. Eine Anwohnerin habe die Sachbeschädigung am Montag angezeigt - ebenso wie ein weiteres Hakenkreuz, das die Frau auf einem nahe gelegenem Müllverschlag entdeckt hatte.
Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.
Verkehrsunfall führt zur Sperrung vom Tunnel Flughafen Tegel
9 Uhr: Der Tunnel Flughafen Tegel auf der A111 in Reinickendorf ist nach einem Unfall stadteinwärts gesperrt. Ein 57-jähriger Mann war mit seinem Auto gegen die Tunnelwand geprallt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Dabei wurde der Mann den Angaben zufolge leicht verletzt. Er habe aus noch ungeklärter Ursache am Dienstagmorgen die Kontrolle über sein Auto verloren. Der Mann klagte demnach über Rückenschmerzen. Rettungskräfte brachten ihn zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.
Laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) muss nun die Fahrbahn gereinigt werden. Wann der Tunnel stadteinwärts wieder freigegeben werden kann, ist demnach noch unklar.
BM/dpa


