• Ein Senioren-Ehepaar in Pankow wurde in der eigenen Wohnung überfallen
  • Nach Kreuzberg rückten Polizeibeamte aus, weil Anwohner Schüsse gehört hatten
  • In Mitte warfen Unbekannte mutmaßlich Molotowcocktails auf einen Streifenwagen
  • 73 Jahre alter Motorradfahrer von Lastwagen erfasst
  • Sattelzug fährt in Malchow auf stehenden Linienbus aus
  • Im brandenburgischen Malchow fuhr ein Sattelzug auf einen stehenden BVG-Bus auf
  • Eine Radfahrerin verletzte sich, als sie einem haltenden Auto ins Heck fuhr
  • Am U-Bahnhof Hermannstraße eskalierte eine Auseinandersetzung
  • Nach einem Verkehrsunfall musste eine Person in Wilmersdorf aus dem Autowrack befreit werden
  • In Neukölln kam es in der Nacht zu einer Massenschlägerei

Berlin. Zu einer Massenschlägerei kam es in der Nacht auf Donnerstag in Neukölln, sie soll durch eine zuvor begangene Körperverletzung ausgelöst worden sein. In Wilmersdorf wurde eine schwer verletzte Person aus einem Autowrack befreit. Auch am U-Bahnhof Hermannplatz kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Die aktuellen Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg im Überblick. Die Meldungen des Vortags lesen Sie hier.

Menschenmenge geht aufeinander los, Treptower Straße, Neukölln
Menschenmenge geht aufeinander los, Treptower Straße, Neukölln© Pudwell | Morris Pudwell

Seniorenpaar überfallen

13.30 Uhr: Bei einem versuchten Raubüberfall soll heute Morgen in Pankow ein Senior geschlagen und dabei verletzt worden sein. Ein bislang Unbekannter soll gegen 7.45 Uhr an der Haustür des 89 und 86 Jahre alten Ehepaares geklingelt und sich Zutritt zu deren Wohnung in der Masurenstraße verschafft haben. Dabei soll er den 89‑Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Tatverdächtige soll jedoch nichts entwendet haben und über ein Fenster aus der Wohnung geflüchtet sein. Eine Nachbarin alarmierte die Polizei. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen die beiden Senioren deutlich unter Schock. Ein Rettungswagen brachte den Senior mit Verletzungen am Kopf zur stationären Aufnahme in ein Krankenhaus. Seine Gattin benötigte keine Behandlung.

Polizeieinsatz in Kreuzberg wegen wiederholten Schussgeräuschen

13.20 Uhr: Gestern Abend kam es in Kreuzberg wegen eines mutmaßlichen Schusses zu einem Polizeieinsatz. Über den Notruf wurden die Einsatzkräfte gegen 21.30 Uhr in die Alexandrinenstraße gerufen, nachdem in einem Wohnhaus ein Schuss gefallen sein und eine Frau geschrien haben soll. Vor dem Haus trafen die Einsatzkräfte vier Männer an, unter ihnen den 45-jährigen Bewohner der Wohnung, in der angeblich der Schuss gefallen war, und setzten diese zunächst fest. Ein Fahrzeug, das sich ohne Licht rückwärts vom Schauplatz entfernte, konnte am Moritzplatz gestoppt werden. Die Insassen, drei Männer im Alter von 26, 33 und 35 Jahren, wurden überprüft, wobei ein Teleskopschlagstock beschlagnahmt wurde. Im Treppenhaus und in der geöffneten Wohnung fanden die Einsatzkräfte keine Hinweise auf eine Straftat. Da sich letztlich keine belastbaren Hinweise auf eine tatsächliche Schussabgabe oder Hilfeschreie ergaben, wurden alle Personen aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Bereits in der Nacht zuvor war die Polizei wegen einer angeblichen Bedrohung mit einer Schusswaffe an dieselbe Adresse alarmiert worden. Bei einer Durchsuchung der Wohnung desselben 45-Jährigen hatten die Beamten eine Schreckschusspistole sichergestellt.

Mutmaßliche Molotowcocktails auf Polizeiauto geworfen

12.54 Uhr: Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag einen Polizeiwagen während eines Einsatzes in Mitte mit Molotowcocktails beworfen. Die Brandsätze verfehlten in der Nacht zum Donnerstag jedoch das Auto und entzündeten sich auch nicht, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Besatzung des Streifenwagens – eine Polizistin und zwei Polizisten – habe den Dienst fortsetzen können.

Die Beamten seien auf dem Weg zu brennenden Müllcontainern in der Friedrichstraße gewesen, als plötzlich eine Personengruppe aufgetaucht sei und befüllte Flaschen auf das Auto geworfen habe. Die Menschen seien vermummt gewesen und hätten fliehen können.

73 Jahre alter Motorradfahrer nach Kollision mit Lastwagen verletzt

12.38 Uhr: Am Mittwochvormittag wurde ein Notarzt wegen eines Verkehrsunfalls nach Tempelhof gerufen. Nach ersten Erkenntnissen befuhr ein 36 Jahre alter Lastwagenfahrer gegen 11 Uhr die Oberlandstraße in Richtung Germaniastraße. An der dortigen Einmündung wollte er nach links abbiegen. Dabei sei es zum Zusammenstoß mit einem 73 Jahre alter Motorradfahrer gekommen, welcher die Oberlandstraße in entgegengesetzter Richtung befahren habe. Der Motorradfahrer sei in der Folge gestürzt und erlitt Verletzungen am Kopf und den Armen. Er wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd).

Sattelzug fährt auf BVG-Bus auf

10.32 Uhr: Am Mittwoch Vormittag fuhr in Malchow eine Sattelzugmaschine auf einen stehenden Linienbus der Berliner Verkehrsbetriebe auf. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 35-jährige Fahrer des mit Sand beladenen Lastkraftwagens gegen 10.50 Uhr von der Dorfstraße kommend nach links in den Blankenburger Pflasterweg eingebogen. Er soll zunächst noch Passanten an der Fußgängerfurt den Vorrang gewährt, anschließend jedoch den rechts am Fahrbahnrand stehenden BVG-Bus übersehen haben und auf diesen aufgefahren sein. Der Busfahrer und elf Fahrgäste wurden leicht verletzt. Sowohl der Linienbus als auch der Sattelzug waren anschließend nicht mehr fahrbereit und mussten abtransportiert werden. Der Blankenburger Pflasterweg war im Bereich der Unfallstelle von zirka 11 bis 17.15 Uhr weitgehend gesperrt, auch der öffentliche Personennahverkehr war beidseitig eingeschränkt. Die weiteren Ermittlungen führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 3 (Ost).

Radfahrerin bei Verkehrsunfall verletzt

10.30 Uhr: In der vergangenen Nacht wurden Einsatzkräfte wegen eines Verkehrsunfalls nach Mitte alarmiert. Ein 39 Jahre alter Autofahrer hatte gegen 23.30 Uhr die Veteranen- in Richtung Brunnenstraße befahren haben. Als er dort an einer Kreuzung halten musste, soll eine ihm nachfolgende, 43 Jahre alte Radfahrerin gegen das Heck des Wagens gefahren sein. Die Frau sei in der Folge gestürzt und erlitt Verletzungen im Gesicht. Sie wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die weiteren Ermittlungen führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 5 (City).

Mann während Auseinandersetzung mit Flasche attackiert

6.20 Uhr: In der Nacht zu Donnerstag mussten Polizisten eine Schlägerei in Neukölln beenden. Gegen Mitternacht gerieten auf dem Bahnsteig des U-Bahnhof Hermannplatz mehrere Personen aneinander. Dabei wurde mindestens eine Person verletzt, eine weitere Person wurde vorläufig festgenommen.

Ein Mann wurde wohl mit einer Flasche angegriffen. Der gleichen Person wurden Teile der Kleidung vom Oberkörper gerissen.

Am U-Bahnhof Hermannplatz wurde ein Mann mit einer Flasche attackiert, außerdem wurde sein Hemd zerrissen.
Am U-Bahnhof Hermannplatz wurde ein Mann mit einer Flasche attackiert, außerdem wurde sein Hemd zerrissen.© Morris Pudwell | Morris Pudwell

Schwerverletzte Person aus Autowrack befreit

6. 10 Uhr: Zu einer schweren Verkehrskollision kam es am frühen Morgen in Wilmersdorf. Auf der Kreuzung Uhlandstraße / Hohenzollerndamm stießen zwei PKW zusammen. Eine Person war eingeklemmt und musste von der Berliner Feuerwehr mit technischem Gerät befreit werden. Schwerverletzt wurde die Person und eine weitere, leichtverletzte Person, in ein Krankenhaus verbracht.

Massenschlägerei in Neukölln endet mit Verletzten und Festnahmen

6 Uhr: In der Nacht zu Donnerstag beendete ein Aufgebot der Berliner Polizei eine Auseinandersetzung zahlreicher Menschen in Neukölln. Gegen 23.30 Uhr kam es an der Treptower Straße / Harzer Straße zu einem großen Menschenauflauf. Vorausgegangen soll eine gefährliche Körperverletzung in Mariendorf, im Bezirk Tempelhof-Schöneberg sein.

Die Streitigkeiten verlagerten sich dann aus bisher unbekannten Gründen nach Neukölln. Bei dem Zusammenstoß der Menschenmenge und den Streitigkeiten wurden mindestens zwei Personen verletzt. Die Polizei nahm mindestens drei Personen vorläufig fest.

Einem Pkw wurde nach ersten Erkenntnissen während der Fahrt die Heckscheibe mit einem unbekannten Gegenstand eingeschlagen.

Zwischenzeitlich waren geschätzt über 50 Personen an der Kreuzung entweder vor Ort oder trafen nach und nach ein.

Die genauen Hintergründe ermittelt nun die Berliner Polizei.

BM