- In der Sonnenallee agitierte ein Mann urteilswidrig pro-palästinensisch und wehrte sich gegen Polizeimaßnahmen
- In Marzahn zeigte ein Mann den Hitlergruß und pöbelte antisemitisch
- In Lichterfelde erfasste ein 78-Jähriger mit seinem Auto eine junge Fußgängerin
- Eine Schöneberger Beratungsstelle wurde Ziel von Vandalismus
- In Friedrichshain und Spandau starben zwei Menschen nach Unfällen
- In Treptow-Köpenick brannten Autos in einer Tiefgarage
Berlin. Rund 100 Feuerwehr-Einsatzkräfte löschten am frühen Dienstagmorgen einen Autobrand in einer Treptower Tiefgarage. Bei Unfällen in Friedrichshain und Spandau starben am Montag zwei Menschen. Die aktuellen Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg im Überblick. Die Meldungen des Vortags lesen Sie hier.
Polizeimeldungen aus Berlin und Brandenburg vom 10. Oktober: Fahrzeuge und Motorräder gestohlen – Haftbefehle vollstreckt
20.35 Uhr: Im Falle eines gewerbsmäßigen Bandendiebstahls hochwertiger Fahrzeuge und Motorräder sind am Dienstag in Deutschland und Polen elf Durchsuchungsbeschlüsse und fünf Haftbefehle vollstreckt worden. Es wurden zahlreiche Beweismittel (unter anderem Diebesgut sowie Entwendungstools), Bargeld und andere Vermögenswerte aber auch Betäubungsmittel beschlagnahmt, teilten die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Schon bei einer vorherigen Durchsuchung waren neun Verdächtige festgenommen worden. Gegen acht Männern wurden Haftbefehle erlassen. Es wurden mehrere hochwertige Fahrzeuge, Motorräder, Bargeld im fünfstelligen Bereich sowie weitere Beweismittel und Vermögenswerte sichergestellt. Gegen die 20-köpfige Tätergruppe wird bereits seit Dezember 2022 ermittelt. Ausgangspunkt war der Diebstahl von drei hochwertigen Fahrzeugen der chinesischen Botschaft in Berlin.
Die intensiven Ermittlungen wurden von dem Fachkommissariat für internationale Verschiebung von Kraftfahrzeugen mit Bezug zur Organisierten Kriminalität sowie grenzüberschreitender Bandenkriminalität und der Staatsanwaltschaft Berlin in enger gemeinsamer Zusammenarbeit mit dem Centralne Biuro Śledcze Policji (CBSP) und dem Grenzschutz in Polen geführt. Auf staatsanwaltschaftlicher Ebene führte die Zusammenarbeit zur Gründung eines sogenannten Joint Investigation Teams mit Polen.
Auto prallt gegen abgestellten Omnibus – Fahrer stirbt
16.11 Uhr: Ein Autofahrer ist am Montag in Spandau nach einem Zusammenstoß mit einem Bus gestorben. Der 28-jährige Mann verlor auf der Lutoner Straße Richtung Cosmarweg die Kontrolle über seinen Wagen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Das Auto kam von der Fahrbahn ab und prallte in einen ordnungsgemäß abgestellten Omnibus. Der Fahrer erlitt schwere innere Verletzungen und starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei soll sich ein bislang unbekannter Beifahrer nach dem Unfall von dem Auto entfernt haben.
Wer kennt den Tankstellen-Räuber im Balenciaga-Dress?
15.45 Uhr: Die Berliner Polizei fahndet nach einem Unbekannten, der bereits im April 2023 eine Tankstelle in Berlin-Spandau überfallen haben soll. Die Polizei veröffentlichte am Dienstag Bilder des Tatverdächtigen.
Wie die Polizei weiter mitteilte, ereignete sich der Überfall am 22. April um 8 Uhr in einer Spreves-Tankstelle an der Zeppelinstraße 51 in Spandau. Der Unbekannte bedrohte den Angestellten der Tankstelle mit einem Schraubendreher und forderte Geld. Dann öffnete er gewaltsam die Tankstellen-Kasse und stahl Geld. Der Angestellte blieb unverletzt, der Täter konnte unerkannt flüchten. Die Fahndungsfotos und alle weiteren Details zu dem Tankstellen-Überfall finden Sie hier.
Polizisten nehmen Antiisrael-Aktivisten fest
13.15 Uhr: Im Zusammenhang mit den antiisraelischen Vorfällen der vergangenen Tage war die Polizei auch gestern Abend in Neukölln präsent. Als Einsatzkräfte gegen 15.10 Uhr in der Sonnenallee Ecke Reuterstraße einen Mann überprüften, störte ein 26-Jähriger, der auf der Stirn und an der Brust palästinensische Symbole trug, die polizeiliche Maßnahme. Daraufhin wurde auch dieser Mann überprüft, wobei sich herausstellte, dass es sich bei ihm um einen bereits polizeibekannten Rädelsführer mit Verbot für politische Betätigung handelte. Da er der Aufforderung, die Sticker zu entfernen, nicht nachkam, beschlagnahmten die Einsatzkräfte diese. Dabei leistete der 26-Jährige erheblichen körperlichen Widerstand und rief propalästinensische Parolen in Richtung der inzwischen etwa 20 Umstehenden.
Die Einsatzkräfte brachten den 26-Jährigen in eine Dienststelle und später in einen Gewahrsam. Dabei beleidigte er die Polizistinnen und Polizisten in arabischer Sprache und randalierte im Gefangenentransporter. Er klagte über eine Schramme im Gesicht und Schmerzen im Bauchbereich, lehnte aber einen Rettungswagen ab. Auch eine Polizistin und ein Polizist zogen sich bei der Festnahme leichte Verletzungen zu, konnten aber im Dienst bleiben. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 26-Jährige wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.
Gegen 19 Uhr bemerkten die Einsatzkräfte mehrere Jugendliche, einige von ihnen vermummt, die sich im Bereich Sonnenallee/Michael-Bohnen-Ring angesammelt hatten. Die Einsatzkräfte überprüften die Identität von 15 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 23 Jahren und sprachen für alle Beteiligten einen mündlichen Platzverweis für den Bereich der High-Deck-Siedlung aus, mit Ausnahme der Wohnanschriften einzelner Beteiligter. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen konnten alle ihrer Wege gehen.
Mann beleidigt Familien auf Spielplatz antisemitisch
10.57 Uhr: Gestern Nachmittag sollen mehrere Familien in Marzahn auf einem Spielplatz beleidigt worden sein. Ein unbekannter Mann soll gegen 18 Uhr auf einem Hof in der Mehrower Allee spielende Kinder sowie deren Aufsichtspersonen mit antisemitischen Äußerungen beleidigt und eine Familie mit Migrationsgeschichte bespuckt haben. Zudem soll er den Hitlergruß gezeigt und mit einer andeutenden Handbewegung eine Schussabgabe simuliert haben. Der Tatverdächtige entfernte sich anschließend vom Spielplatz. Die weiteren Ermittlungen zu dem angezeigten Sachverhalt hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen.
Senior übersieht Fußgängerin und fährt sie an
10.52 Uhr: Gestern Vormittag kam es in Lichterfelde im Bezirk Steglitz-Zehlendorf zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Fußgängerin verletzt wurde. Nach bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen befuhr ein 78-jähriger Mann gegen 11.15 Uhr mit seinem Pkw die Siemensstraße aus Richtung Gärtnerstraße kommend in Fahrtrichtung Wiesenweg, als eine 25-jährige Frau zu diesem Zeitpunkt den dortigen Fußgängerüberweg überquert haben soll. Der 78-Jährige konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Die junge Frau erlitt Verletzungen am Oberarm, am Becken sowie am Schienbein und wurde von Rettungskräften zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd).
Vandalismus an Schöneberger Beratungsstelle
10.12 Uhr: Ein Mitarbeiter einer Beratungsstelle in Schöneberg zeigte gestern Vormittag eine Sachbeschädigung an. Der Verantwortliche des Büros in der Bülowstraße stellte gegen 10 Uhr im Glas der Eingangstür Zersplitterungen fest. Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes des Landeskriminalamtes übernommen.
Fußgänger von Auto erfasst und tödlich verletzt
9.46 Uhr: Ein Autofahrer hat in Friedrichshain einen Fußgänger angefahren und tödlich verletzt. Rettungskräfte brachten den 37-Jährigen in ein Krankenhaus, wo er starb, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der 18-jährige Autofahrer blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock. Er wurde an der Unfallstelle ambulant behandelt.
Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 37-Jährige am Montagabend die Frankfurter Allee betreten, wo er von dem Wagen des 18-Jährigen erfasst wurde, der in Richtung Colbestraße unterwegs war. Passanten leisteten dem verunglückten Fußgänger Erste Hilfe, bis die Rettungskräfte eintrafen. Die Richtungsfahrbahn blieb fünf Stunden gesperrt. Der genaue Hergang des Unfalls muss noch ermittelt werden.
Feuerwehr-Großeinsatz bei Brand einer Tiefgarage
6.52 Uhr: In einer Tiefgarage in Treptow-Köpenick ist in der Nacht zu Dienstag ein Feuer ausgebrochen. Mehrere Fahrzeuge standen in Flammen, wie die Berliner Polizei auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Feuerwehr sei mit sechs Fahrzeugen und etwa 100 Einsatzkräften im Einsatz gewesen. Zwei Stunden nach Ausbruch des Brandes seien die Flammen kurz nach 5.00 Uhr gelöscht gewesen, die Einsatzkräfte überprüften nun das Gebäude.
Mehr als zwei Autos hätten nach derzeitigem Stand gebrannt. Die Tiefgarage in der Puschkinallee gehört zu einem mehrgeschossigen Gebäudekomplex, alle Bewohner des Hauses seien rechtzeitig evakuiert und nicht verletzt worden. 35 Personen seien in einem Bus betreut worden, teilte die Feuerwehr. Wie es zu dem Brand kam, war zunächst unklar.
BM


