Wieder muss eine Berliner Institution ums Überleben kämpfen: Das Café Einstein hat Insolvenz angemeldet und sorgt sich um den Fortbestand von drei Lokalen. So geht es aus einer Erklärung hervor, die am Montag bekannt wurde.

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Wegen anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten hat Philipp Hasse-Pratje, der Betreiber des Einstein-Stammhauses in einer Villa in der Kurfürstenstraße 58, am vergangenen Donnerstag beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz angemeldet. Betroffen sind beide Restaurants und auch das Stammhaus selbst.
Erste Schwierigkeiten deuteten sich im vergangenen Dezember an, als das Einstein die Stammvilla im Zuge von aufwendigen Renovierungsarbeiten verließ. Daraufhin eröffnete der Betreiber mit den bisherigen Mitarbeitern die beiden neuen Restaurants PHP im neuen Europaviertel und Amon in der Nähe des Gendarmenmarktes. Doch nun zeigt sich: die wirtschaftliche Gesundung blieb aus.
Insolvenz für Café Einstein: Zwei Restaurants bleiben geöffnet

Die Folge ist nun die Insolvenz für die Betriebsgesellschaft. In Frage seht nun nicht nur die Zukunft des Stammhauses, sondern auch der Fortbestand beider Restaurants. Allerdings sind die Restaurants PHP und AMON trotz des Verfahrens weiterhin geöffnet. „Gemeinsam mit dem vom Insolvenzgericht bestellten vorläufigen Insolvenzverwalter, Herrn Rechtsanwalt Oliver Sietz von der Berliner Kanzlei Voigt Salus, wird nunmehr ein Investor gesucht, der die Restaurants zum Beispiel im Verbund mit eigenen Betrieben fortführt“, heißt es in der Bekanntmachung zu einer möglichen Lösung.
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„Ich muss jetzt eine schwere Situation meistern“, erklärt Philipp Hasse-Pratje, ein Gastronom mit rund 20 Jahren Branchen-Erfahrung. Nach ersten Gesprächen mit verschiedenen interessierten Investoren sendet er ein durchaus optimistisches Zeichen. „Unsere Verschuldung liegt im mittleren sechsstelligen Bereich und ist nicht exorbitant“, sagt Hasse-Pratje. „Ideal wäre ein Investor für die GmbH als Ganzes mit Erhalt der Arbeitsplätze, eine Übernahme der einzelnen Betriebsstätten ist natürlich auch möglich.“
Einstein-Betreiber zieht sich aus Gastronomie zurück
Für den Betreiber stehen die Zeichen dennoch auf Abschied. Er wolle Zukunft aus der Gastronomie aussteigen, nachdem er mehrere Millionen Euro in den Aufbau seiner neuen Restaurants investiert hatte: „Ich hätte mir einen schöneren Abschluss meiner Zeit in der Gastronomie vorgestellt, es zeigt mir aber auch, das es der richtige Zeitpunkt ist.“




