Denkmäler

Crash am Brandenburger Tor: So viel kostet die Reparatur

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Birgit Lotze
Nach dem schweren Unfall mit Todesfolge bleibt das Brandenburger Tor für sechs Wochen gesperrt. Kerzen erinnern an den Autofahrer.

Nach dem schweren Unfall mit Todesfolge bleibt das Brandenburger Tor für sechs Wochen gesperrt. Kerzen erinnern an den Autofahrer.

Foto: Birgit Lotze

Ein Autofahrer rammte mit seinem Wagen das Brandenburger Tor und starb. So viel kostet es, die Schäden am Denkmal zu beseitigen.

Berlin. Die Sanierung des Brandenburger Tors nach dem tödlichen Unfall am 15. Januar soll nach ersten Schätzungen 39.000 Euro kosten. Mit der Fertigstellung sei mit Blick auf die winterlichen Witterungsverhältnisse im März zu rechnen, teilte eine Sprecherin der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) mit, die im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa für die Aufnahme der Schäden und für die Reparatur zuständig ist.

Am 15. Januar war kurz vor Mitternacht eine Limousine mit stark überhöhter Geschwindigkeit von Unter den Linden kommend in eine der Säulen gekracht. Der Fahrer war sofort tot.

Schaden am Brandenburger Tor: Ob Versicherung zahlt, ist unklar

Die Sandsteinsäule, die durch den Aufprall den größten Schaden genommen hat, sowie weitere Säulen, Flächen im Tordurchgang und am Relief sind bis in eine Höhe von 6,80 Meter mit Motorenöl bespritzt, hieß es seitens der BIM. Für die Entfernung des Öls werde mit chemischen Kompressen gearbeitet, die das Öl über die Poren des Sandsteins herausziehen. Die Kompressen müssten bei höherem Verschmutzungsgrad mehrere Tage einwirken, der Vorgang müsse mehrmals wiederholt werden.

Die mechanischen Schäden und abgeplatzte Stellen an der Säule würden von Restauratoren beseitigt, die geschädigten Fugen ausgebessert.

Die Sockelverkleidung aus Sandsteinplatten an der Südostecke der Durchfahrt müsse eventuell teilweise erneuert werden, so die BIM-Vertreterin. Der beschädigte Putz werde mit Putzmörtel angetragen und erhalte einen neuen Anstrich. Der zerstörte gusseiserne Radabweiser an der Säule, eine Konstruktion zum Schutz von Gebäudeecken vor Rädern, sei bereits entfernt worden. Ein Metallrestaurator sei beauftragt, diesen zu rekonstruieren.

Eine Statikerin hatte bereits am Donnerstag bestätigt, dass es keine tiefergehenden Schäden gibt. Ob die Gebäudeversicherung die Sanierung übernimmt, wird laut BIM aber aktuell noch geprüft.

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