„Letzte Generation“

Klimaaktivisten blockieren BER

Julian Würzer
Beamte der Bundespolizei und ein Sicherheitsmitarbeiter versuchen, einen der Aktivisten der „Letzten Generation" vom Flughafengelände zu bringen.

Beamte der Bundespolizei und ein Sicherheitsmitarbeiter versuchen, einen der Aktivisten der „Letzten Generation" vom Flughafengelände zu bringen.

Foto: Paul Zinken / dpa

Acht Mitglieder der Protestgruppe „Letzte Generation“ haben sich Zugang zum BER-Gelände verschafft. Flugverkehr nicht beeinträchtigt.

Berlin.  Erneut haben Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ den Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) blockiert. Wie die Bundespolizei auf Nachfrage bestätigte, hatten sich acht Personen Zugang zum Sicherheitsbereich des Berliner Flughafens verschafft. Dabei sollen sie ähnlich vorgegangen sein, wie bei einer Aktion vor rund zwei Wochen und einen Zaun am Sicherheitsbereich durchtrennt haben. Auf Bildern ist zu sehen, wie ein Bolzenschneider sichergestellt wurde.

Anschließend haben sich nach Angaben einer Sprecherin der Bundespolizei zwei Aktivisten auf dem Rollfeld angeklebt. Allerdings hätten Beamte zeitnah eingreifen können, sodass der Flugverkehr nicht unterbrochen werden musste. Der Einsatz war nach rund 45 Minuten beendet. Seit dem vergangenen Vorfall am BER seien die Kräfte verstärkt worden, so die Sprecherin weiter.

Laut BER-Sprecher gab es „keinerlei Auswirkungen auf den Flugverkehr“

Auch ein BER-Sprecher sagte, dass es „keinerlei Auswirkungen auf den Flugverkehr gegeben habe. Anders war das bei der Aktion Ende November. Damals hatten sich Aktivisten der „Letzten Generation“ ebenfalls Zugang zum Flughafengelände verschafft. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden an. Start- und Landebahnen wurden zeitweise gesperrt, ankommende Flüge mussten umgeleitet werden an andere Flughäfen. Flüge vom BER aus mussten mit teils mit erheblicher Verspätung starten. Die Flughafengesellschaft hatte geprüft, ob sie Schadensersatzansprüche bei den Aktivisten geltend machen können. Dazu gebe es keinen neuen Wasserstand, sagte der BER-Sprecher. Die Prüfung liege derzeit in den Fachabteilungen.

Auch der Flughafen in München war am Donnerstagmorgen von einer Aktion der „Letzten Generation“ betroffen. Nach Angaben des Flughafens musste eine der beiden Start- und Landebahnen gesperrt werden, da sich Protestanten auf dem Rollfeld anklebten.