Katastrophenschutz

Warntag 2022 in Berlin: So lief der Test in der Hauptstadt

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Diese Nachricht erschien auf den Handys und machte auf den Bundesweiten Warntag aufmerksam.

Diese Nachricht erschien auf den Handys und machte auf den Bundesweiten Warntag aufmerksam.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Am Warntag schrillten um Punkt 11 Uhr viele Handys - auch in Berlin. Die meisten Menschen schienen auf die Probewarnung vorbereitet.

Berlin.  Um Punkt 11 Uhr schrillten in ganz Berlin tausende Handys. Einige Menschen blickten panisch auf ihre Bildschirme, beruhigten sich aber, nachdem sie die Nachricht gelesen hatten: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) hatte eine Probewarnung ausgerufen. So sollen alle Menschen auf den Ernstfall vorbereitet sein. Eine Entwarnung gab es um 11.45 Uhr.

Am Berliner Hauptbahnhof war der Warnton der Handys trotz enormer Geräuschkulisse deutlich zu hören. Während die einen vorbereitet schienen und das Handy sofort auf stumm schalteten, wussten andere Pendler nichts von dem geplanten Warntag. Durch die kurze Nachricht „Probewarnung für Deutschland. Es besteht keine Gefahr“ war die anfängliche Panik aus den Gesichtern schnell verschwunden.

Keine Vorkommnisse bei Feuerwehr und Polizei wegen Warntag

Viele haben die Nachricht entweder über die Warnapps Nina und Katwarn erhalten, andere über das neue sogenannte Cell-Broadcast-System. Im Gegensatz zu anderen Warnsystemen mussten die Nutzer dafür keine App installiert haben, um alarmiert zu werden. Sirenen ertöten in der Hauptstadt aber nicht.

Bei der Feuerwehr Berlin gingen zwischen 11 Uhr und 11.45 Uhr keine Anrufe bei der Leitstelle wegen der Warnung ein, auch weitere Vorkommnisse in diesem Zusammenhang gab es nicht. Lediglich zwei Personen haben bei der Berliner Polizei angerufen, weil sie Nachfragen hatten, „ansonsten war es ganz ruhig“, sagte eine Pressesprecherin.

Im Ernstfall gibt es eine Handlungsempfehlung

Wer auf die angezeigte Internetseite der Warnung geklickt hat, wurde auf die Seite des BKK geleitet. Da es sich um eine Probe handelte, anhand dieser in erster Linie die technischen Abläufe überprüft werden sollten, gab es dieses Mal keine weiteren Informationen. Im Ernstfall, wie einem Blackout, einer Flutkatastrophe oder einer Cyberattacke, erfahren alle Betroffenen dort, was passiert ist und wie sie sich verhalten müssen.

Um den Ablauf und die Verbreitung der Warnung verbessern zu können, hat das BKK eine Umfrage eingerichtet (www.warntag-umfrage.de). In erster Linie geht es für die Verantwortlichen darum herauszufinden, auf welchen Kanälen die Menschen die Warnung erhalten haben und wie sinnvoll sie den Warntag finden.