Verkehr in Berlin

S-Bahn Berlin: Neue City-Strecke geht Ende 2023 in Betrieb

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Bauarbeiten für den ersten Abschnitt der neuen Berliner S-Bahn-Linie S21 (Archivbild).

Bauarbeiten für den ersten Abschnitt der neuen Berliner S-Bahn-Linie S21 (Archivbild).

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Die Fertigstellung der City-S-Bahn hat sich mehrfach verzögert. Nun nannte ein Bahnsprecher einen neuen Termin.

Berlin. Der Zugverkehr auf dem ersten Teilstück der neuen City-S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Gesundbrunnen soll im Dezember 2023 starten. Das teilte am Freitag ein Bahnsprecher auf Anfrage der Berliner Morgenpost mit. Eigentlich war geplant, den ersten Bauabschnitt der City-S-Bahn bereits ein Jahr früher, im Dezember dieses Jahres, in Betrieb zu nehmen. Durch die Corona-Pandemie hatte sich die Fertigstellung jedoch verzögert. Im Frühjahr hatte die Deutsche Bahn deshalb die Inbetriebnahme in diesem Dezember abgesagt.

Zum neuen Starttermin Ende des kommenden Jahres teilte der Sprecher nun mit, dass Lieferengpässe beim Material und ein Mangel bei Fachpersonal die Terminverschiebung nötig gemacht hätten. Derzeit würden die Arbeiten aber vorangehen, so der Bahnsprecher weiter. „So wurde etwa das erste durchgehende Gleis auf der Strecke verlegt, das Tunnel und Rampenbauwerk zur Brücke verbindet“, berichtete er. Für den ersten Abschnitt der S-Bahn-Linie, die auch unter dem Namen S21 bekannt ist, gibt es am Hauptbahnhof zunächst einen Interimsbahnsteig unter der Invalidenstraße. Bis die finale Station fertig ist, wird es wohl noch bis Ende der 2020er-Jahre dauern.

City-S-Bahn in Berlin: Gesamtstrecke wird voraussichtlich frühestens 2037 fertig

Es ist nicht die erste Terminverschiebung, die es bei der neuen S-Bahn-Strecke gegeben hat. Ursprünglich sollte der erste Abschnitt der City-S-Bahn sogar schon 2017 in Betrieb gehen. Mit zwei weiteren Abschnitten – zunächst zum Potsdamer Platz und dann abschließend bis zur Yorckstraße und dem Bahnhof Südkreuz soll die Linie schließlich als neue Nord-Süd-Achse verlaufen. Im Frühjahr kalkulierte die Projektleitung, dass dies frühestens Jahr 2037 der Fall sein wird. Auch dieser Termin hatte sich verschoben. Noch im vergangenen Jahr war der Berliner Senat von einer Fertigstellung bis 2035 ausgegangen.

Wie teuer das Gesamtvorhaben wird, ist nicht sicher. Schätzungen sahen rund 900 Millionen Euro vor, der Senat hatte aber für dieses Jahr geplant, Kosten und Nutzen der drei Abschnitte noch einmal in einer Untersuchung zu überprüfen. Der Bau der weiteren Strecke ist zum Teil schwierig. Im zweiten Bauabschnitt muss etwa die U-Bahn-Linie U5 unterirdisch überquert werden, zudem befinden sich der Reichstag wie auch das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma an der Trasse.

Der Senat verspricht sich von der City-S-Bahn eine Entlastung des bestehenden Nord-Süd-Tunnels, eine bessere Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs sowie eine kürzere Fahrzeit zwischen Gesundbrunnen und Südkreuz. Die Deutsche Bahn spricht von einer „neuen Hauptverkehrsader auf der Nord-Süd-Achse“