Verkehr in Berlin

Bahnhof Ostkreuz: So sollen die Vorplätze gestaltet werden

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Die Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz in Berlin werden neu gestaltet. Anfang 2023 sollen die südlichen Bereiche fertig sein.

Die Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz in Berlin werden neu gestaltet. Anfang 2023 sollen die südlichen Bereiche fertig sein.

Foto: Planorama Landschaftsarchitektur

Das Unternehmen Grün Berlin hat die Neugestaltung der Plätze am Bahnhof Ostkreuz gestartet. Zwölf Millionen Euro werden investiert.

Berlin. Der Bahnhof Ostkreuz ist in Berlin einer der zentralen Knotenpunkte im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Nun hat das landeseigene Unternehmen Grün Berlin begonnen, die Vorplätze südlich des Bahnhofs neu zu gestalten, im Anschluss folgen die Flächen nördlich der Station. Insgesamt zwölf Millionen Euro aus Landesmitteln sowie einer Beteiligung der Deutschen Bahn stehen für die Vorhaben zur Verfügung, teilte Grün Berlin mit. Deren Geschäftsführer Christoph Schmidt erklärte, es entstehe „eine harmonische Verbindung zwischen hochfrequentiertem Verkehrsknotenpunkt und umgebenden Stadtquartieren“.

Ziel ist es, mit den ausgebauten Arealen die an den Bahnhof angrenzenden Stadtquartiere Rudolfkiez und Rummelsburger Bucht im Süden sowie den Trave- und den Viktoriakiez im Norden besser miteinander zu verknüpfen. Zugleich soll sich die Aufenthaltsqualität und die Anbindung für Reisende deutlich verbessern, für Radfahrer sind mehr Abstellmöglichkeiten und für Fußgänger verbreiterte, barrierefreie Gehwege geplant. Eingesetzt werden sollen vor allem nachhaltige Materialien wie Naturstein und Holz.

Ostkreuz: Platz für 200 zusätzliche Fahrräder entsteht

Im ersten Schritt nimmt sich das Unternehmen bei den Arbeiten den Vorplatz Rummelsburger Bucht vor. Circa 1400 Quadratmeter sei die Fläche groß, auf der 18 Taxi-Halteplätze, Stellplätze für Fahrzeuge von Menschen mit Behinderung sowie Flächen für den Schienenersatzverkehr der Deutschen Bahn mit Bussen entstehen. Weiter geht es unter der Ringbahnbrücke, bis hin zum Vorplatz am Rudolfkiez. Derzeit handelt es sich bei dem Bereich um eine abgesperrte Brache, künftig sollen Reisende und Anrainer dort „von einem attraktiven Bahnhofsvorplatz empfangen“ werden, kündigt Grün Berlin an.

Dazu sind neue Sitzelemente und Ahornbäume vorgesehen, die Schatten spenden sollen. Für Radfahrer entstehen einerseits fest verankerte Anlehnbügel, aber auch Doppelstockparker, bei denen zwei Räder übereinander angeordnet werden. So soll zusätzlicher Platz für voraussichtlich rund 200 parkende Fahrräder geschaffen werden. Die Pläne, die nun umgesetzt werden, sind dabei schon einige Zeit alt: Sie seien das Ergebnis eines Realisierungswettbewerbes der Deutschen Bahn und des Landes Berlin aus dem Jahr 2015, heißt es.

Während der Bauarbeiten müssen sich Reisende auf vorübergehende Einschränkungen an den Zugängen zum Bahnhof Ostkreuz einstellen. Zu jeder Zeit werde aber mindestens ein barrierefreier Zugang zur Verfügung stehen, verspricht die Grün Berlin. Die Fertigstellung der südlichen Vorplätze am Rudolfkiez und an der Rummelsburger Bucht ist für das erste Quartal 2023 geplant.