Verkehr

Berliner fahren eher selten Auto

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Eine Umfrage der Förderbank KfW hat ergeben, dass relativ viele Berlinerinnen und Berliner ohne Auto auskommen.

Frankfurt/Main. Im Stadtstaat Berlin kommen relativ viele Menschen ohne Auto aus. 18 Prozent und damit weniger als jeder fünfte Haushalt nutzt täglich einen Pkw, wie eine Umfrage der Förderbank KfW ergab. Im bundesweiten Durchschnitt ist das etwa jeder dritte Haushalt (34 Prozent). In Bremen liegt die Quote bei 13 Prozent, in Hamburg bei 25 Prozent. Nur gut jeder zweite Befragte in Berlin sieht im Auto ein Symbol für Unabhängigkeit - auch das deutlich weniger als im bundesweiten Durchschnitt.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland kann sich der Umfrage der staatlichen Kfw zufolge grundsätzlich einen Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel oder aufs Fahrrad vorstellen. Allerdings müssen die Voraussetzungen aus Sicht der insgesamt rund 4000 befragten Haushalte dafür stimmen. 56 Prozent der Berliner halten für einen Umstieg aufs Rad eine bessere Infrastruktur für notwendig, 53 Prozent eine bessere Kombinierbarkeit mit Bus und Bahn.

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40 Prozent der Brandenburger Haushalte nutzen täglich das Auto

In Brandenburg nutzen rund vier von zehn Haushalten täglich das Auto. Brandenburg liegt damit etwas über dem Bundesdurchschnitt. Jeder Haushalt in Brandenburg besitzt rechnerisch ein Auto - damit liegt das Land geringfügig unter dem Durchschnitt von 1,1 Autos.

Für rund drei Viertel der befragten Brandenburger Haushalte ist nach diesen Angaben das Auto ein Symbol der Unabhängigkeit. Im bundesdeutschen Durchschnitt sehen das rund 70 Prozent so. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, welche hohe Bedeutung der Pkw für die Mobilität der meisten Haushalte immer noch spielt“, sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Wenn Emissionen im Verkehrsbereich reduziert werden sollen, müsse die Elektrifizierung der Pkw, aber auch der Umstieg auf klimafreundlichere Verkehrsmittel wie den Öffentlichen Personennahverkehr erleichtert werden.

Rund 60 Prozent der befragten Brandenburger Haushalte, die regelmäßig ein Auto nutzen, könnten sich grundsätzlich vorstellen, auf den Öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen. Bundesweit sind es etwa drei Viertel. 44 Prozent der Befragten im Land würden der Umfrage zufolge häufiger Bus und Bahn nutzen, wenn es eine bessere Anbindung gäbe. 36 Prozent würden sich geringere Kosten wünschen. 52 Prozent würden auf das Fahrrad umsteigen, bundesweit sind es fast 66 Prozent.

Das KfW-Energiewendebarometer ist eine jährlich erscheinende repräsentative Befragung von etwa 4000 privaten Haushalten.

( dpa )