Raserei

Horror-Unfall vom Treptower Park: Fahrer angeklagt

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Tödlicher Unfall: Auto in zwei Teile gerissen

Tödlicher Unfall: Auto in zwei Teile gerissen

Bei einem schweren Autounfall in Berlin-Treptow sind zwei Männer tödlich verunglückt.

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Omran H. ist wegen des Horror-Unfalls vom Treptower Park im Februar angeklagt worden. Die Raserei kostete drei Menschen das Leben.

Berlin. Knapp zehn Monate nach dem Raser-Unfall am Treptower Park mit drei Toten hat die Berliner Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Fahrer des Wagens erhoben. Wird die Anklage vom Landgericht zugelassen, muss sich der 21 Jahre alte Omran H. wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge und wegen Straßenverkehrsgefährdung verantworten.

Omran H. wird vorgeworfen, am Abend des 2. Februar 2021 mit einer Geschwindigkeit von 150 Stundenkilometern durch die Tempo-30-Zone der Straße Am Treptower Park gefahren zu sein. Die Sichtverhältnisse waren wegen des Wetters schwierig. H. soll das Ziel verfolgt haben, „Höchstgeschwindigkeit zu erreichen“, so die Staatsanwaltschaft.

Dort verlor er die Kontrolle über den 450 PS starken Audi RS5, einem Mietwagen. Dieser prallte frontal gegen einen Straßenbaum. Die Wucht war so groß, dass das Auto regelrecht zerrissen wurde, in Flammen aufging und komplett ausbrannte. Die Unfallstelle glich einem Schlachtfeld. Die Trümmer flogen bis zu hundert Meter weit.

Unfall am Treptower Park: Zwei Männer starben nach dem Unfall

Der Fahrer wurde dabei nur leicht verletzt, die anderen drei Insassen im Alter von 19 bis 20 Jahren bezahlten die Raserei mit dem Leben. Einer von ihnen wurde aus dem Auto geschleudert und starb nach mehreren Knochenbrüchen und Organverletzungen, ein anderer im Auto durch den Aufprall. Der dritte erlag wenig später im Krankenhaus seinen massiven Brandverletzungen. Die Männer stammten aus Neukölln und sollen Verbindungen zum Clan-Milieu gehabt haben.

Die Staatsanwaltschaft scheiterte zunächst mit der Forderung, Omran H. in Untersuchungshaft nehmen zu lassen. Nach einer Beschwerde erging doch ein Haftbefehl. Seit März ist er gegen Auflagen wieder auf freiem Fuß. Omran H. ist auf Grundlage des sogenannten „Raserparagrafen“ angeklagt worden, der erst 2017 eingeführt wurde. Besonders schwere Fälle mit Todesfolge können mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden.