Supermond über Berlin: Der Mond über der Hauptstadt ist am Mittwochabend und in der Nacht zu Donnerstag besonders gut zu sehen. Das Naturschauspiel bietet beste Voraussetzungen für spektakuläre Fotos - wenn denn das Wetter mitspielt und freie Sicht auf den Nachthimmel erlaubt.

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Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff Supermond? Etwa einmal im Monat haben wir Vollmond. Das geschieht, wenn die erdzugewandte Seite des Mondes von der Sonne voll angestrahlt wird. Als Supermond bezeichnet man einen Vollmond, der noch etwas größer am Himmel erscheint als gewöhnlich.

Das hat folgenden Grund: Der Mond umkreist die Erde nicht immer mit dem gleichen Abstand. Das heißt: Er fliegt mal näher an der Erde vorbei, mal weiter weg. Mal ist er um die 400.000 Kilometer von uns entfernt, mal etwas weniger.

An diesem Mittwoch nähert sich der Mond nun auf etwas über 350.000 Kilometer. Gleichzeitig können wir den Mond als Vollmond sehen. Dass der volle Mond auch ein naher Mond ist, kommt nur wenige Male im Jahr vor. Dieses Mal leuchtet er so groß und hell wie sonst nicht noch einmal in diesem Jahr.

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Supermond über Berlin: Mond erscheint deutlich heller aber nicht viel größer

Durch eine Kamera mit großem Zoom-Objektiv oder durch ein Teleskop kann man den Mond am besten sehen. Mit bloßem Auge erscheint der Supermond zwar heller, aber nicht so viel größer als ein gewöhnlicher Vollmond.

Fachleute nennen den Punkt, an dem der Mond auf seiner elliptischen Umlaufbahn der Erde am nächsten kommt, Perigäum. Steht der Mond im Perigäum, ist die Fläche der sichtbaren Mondscheibe um 30 Prozent größer als bei einem Vollmond im Apogäum. Ein Vollmond im Perigäum leuchte also knapp ein Drittel heller als im Apogäum.

Der Vollmond im Mai wird auch Flower Moon, also Blumenmond, genannt. Der Supermond im Mai ist der letzte im Jahr 2021. Erst im Juni 2022 wiederholt sich das Naturschauspiel.

Wo kann man den Supermond in Berlin besonders gut sehen?

Zugegeben: Den Supermond kann man bei gutem Wetter von jedem Ort der Hauptstadt sehen. Besonders spektakulär wird es aber, wenn man es von den wenigen Bergen Berlins probiert. Der Teufelsberg in Grunewald oder der Hahneberg in Spandau bieten sich im Westen an. Im Osten der Hauptstadt kann man es auf den Ahrensfelder Bergen, dem Kienberg oder den Biesdorfer Höhen versuchen.

Auch freie Flächen bieten eine besonders gute Sicht - vor allem natürlich das Tempelhofer Feld. Aber auch die offenen Flächen der Hasenheide in Neukölln, der Bunkerberg im Volkspark Friedrichshain oder der  Tiergarten bieten sich an.

Supermond über Berlin: Spielt das Wetter mit?

Der Mond ist voll, der Aussichtspunkt bestens, die Kamera gezückt - und dann schiebt sich eine Wolke vor den Erdtrabanten. Ärgerlich, in der Nacht zu Donnerstag aber laut Wettervorhersagen leider nicht ausgeschlossen: Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet, kommt es am Abend in der Region Berlin-Brandenburg immerhin zu Auflockerungen der Wolkendecke, später von Nordwesten soll es dann aber erneut Wolkenverdichtungen und Schauer geben.  Die Tiefstwerte liegen zwischen 9 und 6 Grad.

Supermond: Das sind die nächsten Termine

  • Mittwoch, 26. Mai 2021
  • Dienstag, 14. Juni 2022
  • Mittwoch, 13. Juli 2022
  • Dienstag, 1. August 2023
  • Donnerstag, 31. August 2023

BM/dpa