Führungen auf den Teufelsberg

22.09.2020, Berlin: Die aufgehende Sonne scheint auf den Teufelsberg. Auf dem Teufelsberg sind die ehemaligen US-amerikanische Abhörgebäude zu sehen. Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

22.09.2020, Berlin: Die aufgehende Sonne scheint auf den Teufelsberg. Auf dem Teufelsberg sind die ehemaligen US-amerikanische Abhörgebäude zu sehen. Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Christophe Gateau / dpa

Auf dem Teufelsberg kann man einen 360-Grad-Rundumblick über Berlin genießen. Mit seinen 120 Metern Höhe gilt er als der zweitgrößte Berg der Hauptstadt. Was in den letzten 100 Jahren so alles mit ihm passierte, kann aktuell wegen der Corona-Pandemie nur auf exklusiven Führungen oder auf eigene Faust auf „stillen Begehungen“ beobachtet werden. Entstanden aus Trümmern, beherbergt der zweithöchste Berg Berlins heute die größte Graffiti-Galerie Europas. Zu bestaunen gibt es außerdem die Bauwerke der „Field Station“ und die ehemalige Abhörstation des US-Militärs. Während des Kalten Krieges nutzten die Soldaten den Teufelsberg, um DDR-Behörden auszuspionieren. Der Berg entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät der Nationalsozialisten gesprengt wurde. In den Folgejahren wurde dort Schutt hingefahren, ab 1973 die Schuttlandschaft mit Sand und Mutterboden gestaltet und rund eine Million Bäume gepflanzt.

Teufelsberg, 14055 Berlin, private Führungen zu buchen unter ds@teufelsberg-berlin.de, Kosten: 15 Euro, Stille Begehungen von Mittwoch bis Sonnabend möglich, jeweils 11 Uhr bis Sonnenuntergang.