Corona-Newsblog Berlin

44 weitere Todesfälle in Berlin, Inzidenz bei 194,7

| Lesedauer: 126 Minuten
Corona: Entlastung bei Kinderbetreuung im Lockdown

Corona: Entlastung bei Kinderbetreuung im Lockdown

Der Lockdown bringt vor allem für Eltern besondere Herausforderungen mit sich. Die Bundesregierung kümmert sich derzeit um eine Regelung, mit der Eltern ihre Kinder zuhause betreuen können und dafür Kinderkrankengeld erhalten. Mehr dazu im Video.

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Corona in Berlin - das Newsblog: Derzeit sind 16.892 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Inzidenz sinkt auf 194,7.

Berlin. Das Coronavirus breitet sich in Berlin weiter aus. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

13.36 Uhr: Berliner Bezirke bekommen 5000 Laptops

Die Berliner Bezirke bekommen für den Einsatz in der Verwaltung 5000 weitere Laptops. Die ersten Geräte seien am Freitag übergeben worden, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres. Damit will der Senat die Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten ausbauen. Einen Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion um das Arbeiten im Homeoffice vor dem Hintergrund der hohen Zahl der Corona-Fälle in Berlin gebe es nicht, sagte der Sprecher.

Die Anschaffung der Laptops sei bereits lange vorher beschlossen worden und Teil der Strategie des Senats, im Zeitraum von fünf Jahren möglichst alle infrage kommenden Arbeitsplätze der Berliner Verwaltung auf mobile Endgeräte umzustellen. Wie lange es dauert, bis alle 5000 Laptops in den Bezirksverwaltungen im Einsatz sind, lässt sich nach Angaben des Sprechers sich nicht einschätzen.

Finanziert werden die Laptops aus dem Etat der Innenverwaltung, ausgeliefert werden sie durch Mitarbeiter des ITDZ-Berlin, dem landeseigenen IT-Dienstleister. Zu den Anschaffungskosten äußerte sich die Verwaltung nicht.

Ende des vergangenen Jahres standen für gut 23 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksverwaltungen nur etwa 2600 mobile Geräte zur Verfügung. Wenn die 5000 zusätzlichen durch das Land bereitgestellten Notebooks einsatzbereit sind, sind es entsprechend rund 7600. Damit könnte nicht ganz ein Drittel der Verwaltung mobil arbeiten. Weitere Endgeräte seien bereits bestellt und sollen in den nächsten Monaten ausgeliefert werden.

8.28 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin

Alle aktuellen Nachrichten und Zahlen zur Entwicklung der Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem neuen Newsblog.

6.38 Uhr: FDP fordert Möglichkeit zur Ladenöffnung bei FFP2-Maskenpflicht

Die Berliner FDP setzt sich dafür ein, dass Einzelhändler ihre Geschäfte öffnen dürfen, wenn dort eine FFP2-Maskenpflicht gilt. „Ich plädiere dafür, dass der Berliner Senat ein kurzfristiges Programm zur Verteilung von FFP2-Masken aufsetzt“, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende Sebastian Czaja. „Jeder Einzelhändler, der sich verpflichtet, eine FFP2-Maskenpflicht in seinem Laden durchzusetzen, soll seinen Laden auch wieder öffnen können.“ Nach den Vorstellungen der FDP soll der Senat dafür Sorge tragen, dass genügend Masken zur Verfügung und auch für die Finanzierung geradestehen.

Die Corona-Maßnahmen dürften nicht allein auf Härte setzen, sie müssten sinnvolle Öffnungsperspektiven ermöglichen, argumentierte Czaja. „Im Gegensatz zu den Alltagsmasken bieten FFP2-Masken nachweislich einen echten Schutz und reduzieren das Ansteckungsrisiko bei korrektem Tragen auf nahezu Null.“

Die aktuelle „Daumenschrauben-Politik“ biete dagegen keine Perspektive. „Die Maßnahmen zeigen nachweislich keine oder kaum eine Wirkung“, sagte Czaja. „Gehen wir weiter den Weg der Bundesregierung und des Berliner Senats, müssten wir alle drei Monate in einen harten Lockdown. Der Senat muss endlich zielgenau Maßnahmen erlassen, die funktionieren und Freiheit ermöglichen.“

Bayern hat eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel angekündigt, die ab Montag gelten soll. Finanzsenator Kollatz hatte am Dienstag gesagt, er sei sicher, dass der Senat sich bei seiner nächsten Sitzung am Dienstag mit dem Thema beschäftigen werde.

Gleichzeitig ließ der SPD-Politiker Bedenken gegen eine solche Maskenpflicht erkennen: Von Krankenhäusern und Wissenschaftlern sei zu dem Thema regelmäßig zu hören gewesen, dass FFP2-Masken nach relativ kurzer Zeit wieder abgesetzt werden müssten und sich mit allgemein zugänglichen Mitteln nicht leicht reinigen und wiederverwenden ließen, sagte Kollatz.

22.10 Uhr: Verstoß gegen Corona-Regeln in Lokal - Polizeieinsatz

Wegen des Verstoßes gegen Corona-Regeln war die Berliner Polizei am Donnerstagabend in einem Lokal im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg im Einsatz. Eine größere Menschenansammlung dort habe sich nicht coronakonform verhalten, sagte ein Sprecher des Lagezentrums. Einem Bericht des „Tagesspiegel“ (online) zufolge handelte sich um ein Treffen von „Querdenkern“ in einer Bar. Es sei geplant gewesen, eine Partei zu gründen. Das Treffen sei per Livestream bei Youtube übertragen worden - auch dann noch, als die Polizei anrückte.

Die Teilnehmenden hätten größtenteils keine Masken getragen und die Abstandsregeln nicht eingehalten, heißt es in dem Bericht. Es sei zu Diskussionen mit den Polizeibeamten gekommen. Aus dem Lagezentrum hieß es, es seien die Personalien der Personen im Raum festgestellt worden. Wegen des Corona-Lockdowns dürfen derzeit Bars nicht öffnen.

Freitag, 15.01.2020

18.10 Uhr: Antrag auf Entlassung von Bildungssenatorin Scheeres gescheitert

Der CDU-Antrag auf Entlassung der sozialdemokratischen Bildungssenatorin Scheeres hat keinen Erfolg gehabt. Im Abgeordnetenhaus gab es bei der Plenarsitzung am Donnerstag dafür keine Mehrheit. Die Regierungsfraktionen von Rot-Rot-Grün stimmten dagegen, FDP und CDU dafür, die Abgeordneten der AfD enthielten sich, wie ein Sprecher des Abgeordnetenhauses am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatte der RBB-Sender 88,8 darüber berichtet.

Scheeres stand in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik, zuletzt vor allem wegen der Diskussion um ihre Pläne, die Berliner Schulen schon während des Lockdowns zum Teil wieder für Unterricht zu öffnen. Entlassungsantrag gescheitert: Scheeres bleibt im Amt - Lesen Sie hier den kompletten Artikel.

18.08 Uhr: Abgeordnetenhaus hat bei Corona-Beschlüssen nun mehr Mitsprache

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat bei der Politik des Senats zur Eindämmung der Corona-Pandemie künftig mehr Mitspracherechte. Ein entsprechendes Gesetz beschloss das Parlament am Donnerstag einstimmig. Laut dem „Covid-19-Parlamentsbeteiligungsgesetz“ können starke Einschränkungen von Grundrechten im Kampf gegen die Pandemie künftig erst dann in Kraft treten, wenn neben dem Senat auch das Abgeordnetenhaus zugestimmt hat. Konkret betrifft das Versammlungsverbote, harte Ausgangssperren und ein Verbot für Besuche in Krankenhäusern oder Pflegeheimen.

Gesetzlich geregelt ist zudem, dass das Parlament „unverzüglich“ über alle neuen Corona-Maßnahmen des Senats informiert werden muss und dazu auch Stellung nehmen darf. Diese Mitwirkungsrechte gab es bereits, allerdings waren sie nicht gesetzlich verankert.

Der sogenannte Zustimmungsvorbehalt für die drei besonders starken Grundrechtseingriffe ist dagegen komplett neu. In der Praxis bedeutet das, dass das Parlament in einer Plenarsitzung darüber zu befinden hat, ob ein entsprechender Senatsbeschluss in Kraft treten kann. Das kann eine reguläre Sitzung oder eine Sondersitzung sein.

Klappt das nicht innerhalb kurzer Zeit nach einem Senatsbeschluss, treten die fraglichen Beschränkungen wegen der üblicherweise bestehenden Eilbedürftigkeit erst einmal in Kraft - jedoch frühestens vier Werktage nach dem Beschluss. Das Parlament entscheidet dann aber zeitnah nachträglich darüber und kann sie gegebenenfalls auch wieder kassieren. Zudem müssen solche Maßnahmen immer befristet sein.

17.10 Uhr: Verdi und Linke: Regelschulbetrieb bis zu den Winterferien aussetzen

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen fordert die Gewerkschaft Verdi, den Regelschulbetrieb bis zu den Winterferien auszusetzen. „Solange die Zahlen so hoch sind wie jetzt, macht eine Öffnung der Grundschulen überhaupt keinen Sinn“, erklärte die stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin Andrea Kühnemann am Donnerstag. Auch die Linke-Bildungsexpertin Regina Kittler forderte, den Distanzunterricht - also das Lernen zu Hause für die meisten Schüler - bis zu den Ferien zu verlängern, die am 1. Februar beginnen. Der Senat will kommende Woche darüber beraten, wie es nach dem 25. Januar weitergehen soll. Bis dahin ist die Präsenzpflicht an Schulen ausgesetzt.

Sowohl Verdi als auch die Gewerkschaft GEW forderten darüberhinaus mehr Anstrengungen für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in Schulen und Kitas. Kühnemann verlangte, alle Schulbeschäftigten „priorisiert“ zu impfen. Die GEW-Landesvorsitzende Doreen Siebernik forderte „die sofortige Möglichkeit zur Impfung“ für Erzieherinnen und Erzieher in Kitas.

16.50 Uhr: 44 weitere Todesfälle in Berlin, Inzidenz bei 194,7

In Berlin sind 44 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 1755. 1222 neue Infektionen wurden bestätigt, ebenso viele waren es gestern. 16.892 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 16.987 waren es gestern. 92.100 Menschen gelten inzwischen als genesen. Bisher wurden in Berlin laut aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts 38.408 Menschen geimpft.

417 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, drei Patienten weniger als gestern. 1555 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 28 mehr als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 32,3 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 194,7 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,84 wieder Grün.

Die Fallzahlen in den Bezirken

16.38 Uhr: Keine Möglichkeit zur Öffnung der Grundschulen in Brandenburg

Eine Öffnung der Grundschulen in Brandenburg für den Wechseluntericht zwischen Präsenz und dem Lernen zuhause ist nach Einschätzung von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) derzeit nicht möglich. „Die Infektionszahlen verharren in Brandenburg auf hohem Niveau und die Inzidenzzahlen erlauben in Brandenburg die Öffnung der Grundschulen derzeit nicht“, sagte Ernst am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags.

Für ganz Brandenburg wurden am Donnerstag knapp 250 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche registriert. Damit lag der Durchschnittswert der 7-Tage-Inzidenz in Brandenburg weit über der kritischen Marke von 200. Corona-Hotspot ist der Landkreis Elbe-Elster mit einem Inzidenzwert von 454,7. Der AfD-Abgeordnete Dennis Hohloch hatte im Ausschuss dennoch die sofortige Öffnung der Grundschulen gefordert. Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren trügen nicht wesentlich zu den Neuinfektionen bei, meinte der Abgeordnete.

Die Schulen in Brandenburg sind seit Anfang Januar bis auf Abschlussklassen, Förderschulen und Notbetreuung geschlossen, gelernt wird zuhause. Das Kabinett hatte vereinbart, die Lage ab 18. Januar neu zu bewerten und zu entscheiden, ob es für Grundschulen Spielräume für einen Wechsel des Unterrichts in Schulen und zuhause gibt.

15.52 Uhr: Kalayci rechnet mit maximal 250.000 Impfungen bis April

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hält eine Größenordnung von bis zu einer Viertelmillion Impfungen im ersten Quartal in Berlin für realistisch. Damit würden bis Ende März noch nicht alle aus der Gruppe geimpft sein, die als erstes einen Impfschutz bekommen sollen. „Von den knapp 300.000, die zur ersten Gruppe gehören, würden wir 250.000 Impfangebote machen können“, sagte Kalayci. „Es kommt von der Größenordnung schon hin. Aber wie gesagt, da ist noch eine Lücke.“

Zur ersten Gruppe zählen laut der Verordnung aus dem Bundesgesundheitsministerium die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, alle übrigen über 80-Jährigen, die Mitarbeiter der Pflegeheime und medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko. Das Ziel war ursprünglich, bundesweit im ersten Quartal für alle Menschen der ersten Risikogruppe eine Impfung zu ermöglichen. Wann in Berlin auch die Arztpraxen Impfungen für weitere Gruppen anbieten, sei noch nicht abzusehen, sagte Kalayci. „Es hängt davon ab, welcher Impfstoff ab wann verfügbar ist.“

15.38 Uhr: Besuchsverbot in Berliner Pflegeheimen mit Corona-Fällen

Bewohner von Berliner Pflegeheimen dürfen vorerst generell keinen Besuch mehr empfangen, wenn in der Einrichtung mindestens ein Corona-Fall auftritt. Die zunächst bis 10. Februar befristete Maßnahme sei nötig, um eine zusätzliche „Sicherheitsstufe“ einzubauen, bis in den Einrichtungen ausreichender Impfschutz erreicht sei, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. „Wenn ein Infektionsfall da ist, muss erst mal Pause gemacht und geschaut werden, dass sich die Infektion nicht ausbreitet“, erläuterte sie. Schon jetzt sei das vielfach Praxis in den Pflegeheimen. Nunmehr werde das noch einmal einheitlich geregelt. „Natürlich gibt es Ausnahmen für Demenzkranke oder Sterbenskranke.“

Die Linke kritisierte Kalaycis Vorgehen. „Das führt in fast allen Einrichtungen Berlins zur faktischen Isolation der Bewohnerinnen und Bewohner“, erklärte die pflegepolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, Stefanie Fuchs. „Das ist für uns nicht akzeptabel.“ In den vergangenen Wochen habe die Verantwortung für derartige Entscheidungen bei den bezirklichen Gesundheitsämtern gelegen und sei auf Grundlage der spezifischen Gegebenheiten vor Ort getroffen worden. „Dieser Weg war gut und praktikabel.“ Kalayci müsse die neue Regel zurücknehmen.

Die Sprecherin für Sozial- und Pflegepolitik der Grünen-Fraktion, Fatoş Topaç, sprach von einem „rigorosen Schritt, Einrichtungen komplett zu schließen“. Kalayci hielt dem entgegen, von einer Komplettschließung könne keine Rede sein. Im übrigen seien Berlin und Thüringen in der Corona-Krise die einzigen Bundesländer ohne generelles Besuchsverbot für Pflegeheime.

15.34 Uhr: Impfbeginn bei Berliner Feuerwehr

Für Sanitäter und Notärzte der Berliner Feuerwehr haben die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Die ersten 58 Einsatzkräfte seien am Mittwoch von einem mobilen Team der Senatsgesundheitsverwaltung geimpft worden, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit. Zunächst kommen die Mitarbeiter im Rettungsdienst dran, die sich vor allem um kranke und verletzte Menschen kümmern. Eine Impfung aller Angehörigen der Feuerwehr sei dann für später vorgesehen. Grundsätzlich sei der Schutz freiwillig.

Es gebe fünf Standorte auf Dienststellen, an denen zu unterschiedlichen Tagen rotierend Impfungen angeboten werden. Täglich könnten so bis zu 60 Corona-Schutzimpfungen angeboten werden. Bei der Berliner Feuerwehr gibt es knapp 4500 Personalstellen. Mehr als 4000 davon gehören zum sogenannten feuerwehrtechnischen Dienst, wo es sowohl um Brandbekämpfung als auch um sonstige Rettungdienstseinsätze geht.

Feuerwehrchef Karsten Homrighausen erklärte: „Als Berliner Feuerwehr sind wir jeden Tag nah am Menschen – im wahrsten Sinne des Wortes. Unsere Einsatzkräfte brauchen Schutz, und den bieten wir ihnen.“ Die Impfbereitschaft sei groß, viele Termine seien bereits ausgebucht.

15.33 Uhr: Erzbistum Berlin sagt öffentliche Gottesdienste bei Inzidenz über 200 ab

Da sich die pandemische Entwicklung in den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern weiterhin nicht entspannt, werden im Erzbistum Berlin überall dort öffentliche Gottesdienste abgesagt, wo der sog. „7-Tage-Inzidenz“-Wert die Zahl 200 überschritten hat. Das erklärte das Erzbistum Berlin am Mittwoch. Grundlage für die Entscheidung, die Gottesdienste nicht mehr öffentlich zu feiern, sei die Veröffentlichung des 7-Tages-Inzidenzwertes der entsprechenden Behörde in einem Landkreis, einer kreisfreien Stadt oder des Landes Berlin.

Sofern dann keine öffentlichen Gottesdienste mehr möglich sind, sollen die Kirchen über einen längeren Zeitraum geöffnet bleiben zu Gebet und Seelsorge. Die Absagen sollen mit Vorlauf erfolgen. Wo dies nicht möglich ist, könnten Gottesdienste für eine Übergangszeit noch öffentlich gefeiert werden, heißt es. Im Monat Januar finden zudem keine weiteren Präsenzveranstaltungen in den Pfarreien und Einrichtungen des Erzbistums statt, dies betrifft auch Gremiensitzungen. Dienstbesprechungen sollen nach Möglichkeit digital stattfinden.

15.02 Uhr: Brandenburg setzt auf mehr Impfzentren und mobile Impfteams

Brandenburg will nach einem holprigen Impfstart die Kapazitäten ausweiten, damit die Bürger schneller gegen das Coronavirus geimpft werden. Dafür sollen bis Ende Februar in allen 14 Landkreisen und vier kreisfreien Städten Impfzentren errichtet werden, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Bislang waren bis Anfang Februar elf Impfzentren geplant. Zudem solle die Zahl der mobilen Impfteams erhöht werden, damit alle Bewohner in Alten- und Pflegeheimen bis Mitte Februar ein Impfangebot erhielten. Dies hatten Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwochabend bei einer Videokonferenz mit Landräten und Oberbürgermeistern vereinbart.

14.42 Uhr: Gesundheitssenatorin - Impfstoff wird nicht weggeworfen

In den Berliner Impfzentren wird nach Angaben von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci kein übrig gebliebener Impfstoff vernichtet. „Das Management in den Impfzentren ist inzwischen so gut aufgestellt, dass mir versichert wird, dass sie das hinkriegen, dass kein Impfstoff weggeworfen wird“, sagte Kalayci am Donnerstag in der Fragestunde während der Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. „Das DRK hat das ganz gut im Griff, und auch die Pharmazeutinnen und Pharmazeuten gehen sehr sorgfältig mit dem Impfstoff um.“

Im Impfzentrum in der Arena in Treptow, das am 27. Dezember gestartet ist, hat es Kalayci zufolge in der Anfangszeit Situationen gegeben, in der Impfstoff nicht verwendet werden konnte. Wenn die Spritze aufgezogen sei, bleibe zwei Stunden Zeit für die Impfung. Aber auch für den Fall, dass jemand angemeldet sei und nicht komme, sei eine Lösung gefunden worden. Unter anderem könnten dann diejenigen, die in den Impfzentren arbeiten, die Impfdosis bekommen, sagte die Senatorin.

14.38 Uhr: Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg erhalten Luftreinigungsgeräte

In Friedrichshain-Kreuzberg läuft die Ausstattung der Schulen mit mobilen Luftreinigungsgeräten an. Wie der Bezirk am Donnerstag mitteilte, werde als erste Schule die Gustav-Meyer-Schule (Förderzentrum Geistige Entwicklung) an der Kohlfurter Straße mit vier Luftreinigungsgeräten der Marke BerlinerLuft.Pure ausgestattet. Weitere Schulen sollen in Kürze folgen. Die Verteilung der Geräte erfolge anhand der Erkenntnisse zum tatsächlichen Infektionsgeschehen an den Schulen unter Berücksichtigung weiterer schulspezifischer Gegebenheiten, heißt es weiter. Nicht alle bezirklichen Schulen können mit entsprechenden Luftreinigungsgeräten ausgestattet werden.

14.23 Uhr: 38.408 Menschen in Berlin gegen Corona geimpft

In Berlin sind mittlerweile 38.408 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung bei Twitter mit. Berlin hat demnach eine Impfquote (Impfungen pro 1000 Einwohner) von 10,5. Der bundesweite Schnitt liege bei 10,1.

13.42 Uhr: Besuche in Pflegeheimen mit Corona-Fällen bis 10. Februar verboten

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat im Abgeordnetenhaus ihre Entscheidung verteidigt, Besuche in Pflegeheimen einzuschränken. "Es ist unsere Pflicht, mehr Schutz in dieser kritischen Phase zu sichern, bis der Impfschutz da ist", sagte Kalayci. Besuche würden nur untersagt, wenn in einem Heim Corona-Infektionen aufgetreten seien.

Sie könne leider nicht berichten, dass es in Pflegeheimen keine Infektionen gebe, so die Senatorin. Sie rechne damit, bis Anfang Februar mit der zweiten Impfrunde in den Heimen durch zu sein. Die Besuchseinschränkung sei nur eine "temporäre Maßnahme, wenn Infektionen da sind". Die Vorgabe ist bis 10. Februar befristet. Ausnahmen könne es für Besuche bei dementen Bewohnern und bei todkranken Menschen geben.

13.38 Uhr: Berliner Feuerwehr impft täglich bis zu 60 Einsatzkräfte

Bei der Berliner Feuerwehr ist mit der Impfung von Einsatzkräften im Rettungsdienst gestartet worden. Am Mittwoch seien durch ein mobiles Impfteam 58 Einsatzkräfte geimpft worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Insgesamt gebe es fünf Impfstandorte auf Dienststellen. Nach der Corona-Impfverordnung des Bundes werde derzeit mit den Mitarbeitern im Rettungsdienst begonnen. Eine Impfung aller Angehörigen der Berliner Feuerwehr sei dann zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen. Die Impfung ist freiwillig.„Feuerwehrangehörige und die Mitwirkenden im Rettungsdienst sind eine besonders wichtige Zielgruppe für die Impfungen. Als Berliner Feuerwehr sind wir jeden Tag nah am Menschen – im wahrsten Sinne des Wortes. Unsere Einsatzkräfte brauchen Schutz, und den bieten wir ihnen. Daher gilt mein Dank der Gesundheitsverwaltung, für die gute und professionelle Zusammenarbeit an dieser Stelle", teilte Landesbranddirektor Karsten Homrighausen zum Impfstart bei der Feuerwehr mit.

13.10 Uhr: Trotz Corona kaum Rückgang bei Organspenden

Trotz der Corona-Pandemie ist die Zahl der Organspender und der gespendeten Organe in Berlin bisher etwa konstant geblieben. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilte, haben nach vorläufigen Zahlen in Berlin 52 Menschen nach dem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Im Jahr davor waren es mit 55 nur wenig mehr Spender. Verglichen mit 2018, als 48 Menschen Organe spendeten, war es sogar eine Steigerung.

13.08 Uhr: Weitere 23 Millionen Euro für Tablets und Laptops

Brandenburg stellt den Schulen im Land weitere 23,2 Millionen Euro für die Anschaffung von Laptops, Tablets und Notebooks bereit. Der Finanzausschuss des Landtags habe die Mittel aus dem Corona-Rettungsschirm des Landes bewilligt, teilte das Bildungsministerium mit.

Damit sollen die Schüler während des Corona-Lockdowns beim digitalen Unterricht zu Hause unterstützt werden. Mit dem Fördervolumen könnten mindestens 28.600 digitale Endgeräte angeschafft werden, so das Ministerium. Aus den Mitteln des „Digitalpakts Schule“ des Bundes und des Landes seien von den Schulträgern bereits 22.000 Geräte angeschafft oder bestellt worden.

„Wenn der Lockdown beendet wird, wird das Virus noch nicht verschwunden sein“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag, Katja Poschmann. Einzelne Klassen müssten sicher auch später noch in Quarantäne geschickt werden. „Dann sind sie aber dank der Tablets digital verbunden und nur räumlich getrennt.“

12.47 Uhr: Berlin versendet erste Impf-Einladungen an unter 85-Jährige

Entgegen Angaben vom Mittwoch lädt Berlin nun doch schon weitere Jahrgänge zu den Impfungen gegen das Corona-Virus ein. 84-Jährige bekommen Post. HIER den ganzen Artikel lesen!

12.09 Uhr: Kultursenator Lederer - Bühnen öffnen nicht vor Ostern

Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hat die Hygiene- und Schutzkonzepte der Theater, Konzerneinrichtungen und anderen Kultureinrichtungen in Frage gestellt. „Wir haben hohe Infektionszahlen, und wir haben vor allem die Mutation des Virus“, sagte der Linken-Politiker im Abgeordnetenhaus. „Wenn sie infektiöser ist, müssen alle Hygienekonzepte noch mal auf den Prüfstand gestellt werden“, so Lederer.

Wenn die Ansteckung möglicherweise um 50 Prozent höher ist als bisher, könne niemand sagen, dass seine Konzepte noch wirksam seien. Lederer berichtete über Gespräche mit der Charité. Dortige Experten sagten, es sei keine Frage, ob die Mutation komme, sondern nur in welchem Umfang. Man sei sich einig, dass bis Ostern in Berlin keine Bühne öffnen werde. Der Probebetrieb sei derzeit auf das absolut notwendige Maß reduziert. Wenn Öffnungen aber wieder möglich seien, dann müsse die Kultur dabei sein. Lederer sagte zu, dass die Liquiditätshilfen für die Kulturbetriebe weiter bezahlt würden.

11.32 Uhr: Kritik an Umsetzung der Corona-Hilfen für die Wirtschaft

Im Berliner Abgeordnetenhaus ist deutliche Kritik an der Umsetzung der Corona-Wirtschaftshilfen laut geworden. Während etwa die Grünen wegen der schleppenden Auszahlung von Hilfen für Unternehmen im Lockdown auf den Bund zeigten, attackierte die Opposition den rot-rot-grünen Senat.

Der mache im Hinblick auf die nötige Unterstützung geschlossener Hotels, Gaststätten, Geschäfte und Kulturbetriebe „alles falsch, was man falsch machen kann“, meinte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Gräff. „Die Unternehmen in dieser Stadt fühlen sich von einem weltfremden Senat an der Nase herumgeführt.“ Dem Senat gehe es um mehr Homeoffice statt mehr Hilfen für die in ihrer Existenz gefährdeten, oft mittelständischen Unternehmen.

Die Sprecherin für Wirtschaft der Grünen, Nicole Ludwig, hielt dagegen: Die Berliner Hilfsprogramme seien „spektakulär gut“, meinte sie. Berlin tue alles, um Lücken des Bundes bei den Hilfsprogrammen zu schließen. Die Arbeit der Bundesregierung, vor allem von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), sei hingegen ein „Rohrkrepierer“. Von versprochenen 15 Milliarden Euro seien bis heute erst 1,2 Milliarden Euro ausgezahlt. „Mich macht das fassungslose und wütend. Solidarität stellen wir uns anders vor“, so Ludwig.

10.40 Uhr: Keine schweren Nebenwirkungen bei Impfungen in Berlin

Bisher sind bei den knapp 40.000 in Berlin verabreichten Corona-Impfungen noch in keinem Fall schwere Nebenwirkungen aufgetreten. Lesen Sie HIER den ganzen Artikel!

10.32 Uhr: Drittes Impfzentrum öffnet Anfang kommender Woche

In Berlin soll schon bald das dritte Impfzentrum an den Start gehen. Vorgesehen sei, dass Anfang der kommenden Woche der Malteser Hilfsdienst seinen Standort mit dem Impfzentrum auf dem Messegelände eröffnen werde, sagte der Präsident des Berliner Landesverbands des Deutschen Roten Kreuzes, Mario Czaja, beim Start des zweiten Impfzentrums, das im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding untergebracht ist.

Wann die übrigen Impfzentren folgen, steht noch nicht fest. „Es liegt nicht daran, dass wir nicht schnell genug sind, sondern wir haben nicht genug Impfstoff, um alle sechs Impfzentren in Berlin gleichzeitig an den Start zu nehmen“, sagte Czaja. „Ab Montag sind die drei Wochen um, wo wir mit dem Impfen begonnen haben. Das heißt, die ersten Menschen bekommen ihre zweite Impfung in der Arena“, so der CDU-Politiker. „Und dadurch wird auch die Anzahl der Impfungen, die wir in der Arena durchführen, nach oben gehen.“

Czaja sprach auch die zwischenzeitlichen Bedenken an, die es am Mittwoch zu möglichen Problemen beim Transport des zweiten inzwischen zugelassenen Impfstoffs des US-Herstellers Moderna mit der Kühlkette gegeben hatte. Das Bundesgesundheitsministerium hatte daraufhin versichert, dass die Qualität der Impfstoffe durch den Transport nicht beeinträchtigt worden sei. Der Moderna-Impfstoff sollte ursprünglich schon ab Donnerstag im Erika-Heß-Eisstadion zum Einsatz kommen, wird Czaja zufolge nun aber erst ab Freitag genutzt. Zum Auftakt werde der Biontech-Impfstoff verwendet, sagte Czaja. „Diejenigen, die heute hier geimpft werden, bekommen ihre zweite Impfung dann in der Arena.“

10.15 Uhr: Firmen haben 600 Millionen Euro Corona-Hilfe beantragt

Berliner Unternehmen haben 600 Millionen Euro an November- und Dezemberhilfen sowie Überbrückungshilfe II beantragt. Bislang sind vom Bund aber erst 247 Millionen Euro ausgezahlt worden. Das sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) am Rande der Abgeordnetenhaussitzung. Das Parlament diskutierte in der Aktuellen Stunde über den Stand der Wirtschaftshilfen in Berlin.

9.25 Uhr: Zweites Impfzentrum in Berlin eröffnet

Am Donnerstag hat das zweite Impfzentrum in Berlin um 9 Uhr eröffnet. Die ersten Senioren warteten am Morgen am Eingang des Erika-Heß-Eisstadions in Wedding auf ihre erste von zwei Impfungen. An die Impfwilligen wurden vor dem Einlass FFP2-Masken verteilt und Fieber gemessen.

Zunächst bekamen sie den Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht. Ab Freitag sollen die zunächst 2400 Impfdosen des US-Herstellers Moderna zum Einsatz kommen. Rund 120 Menschen sollen nach Informationen der Berliner Morgenpost täglich in dem Stadion geimpft werden.

Zum Start ist zunächst nur eine Schicht geplant, die bis 14 Uhr dauert, wie die Sprecherin der Impfzentren, Regina Kneiding, sagte. Vor Inbetriebnahme war das Eis im Stadion abgetaut worden.

Am Mittwoch hatte es zunächst Bedenken gegeben, ob es beim Transport des zweiten inzwischen zugelassenen Impfstoff des US-Herstellers Moderna möglicherweise Probleme mit der Kühlkette gegeben hat. Das Bundesgesundheitsministerium versicherte, dass die Qualität der Impfstoffe durch den Transport nicht beeinträchtigt worden sei. Nach einer eigenen Prüfung in Berlin werde der neue Impfstoff ab Freitag verwendet, sagte der Sprecher der Gesundheitsverwaltung, Moritz Quiske.

Den Betrieb und die Betreuung im Impfzentrum im Wedding haben der Arbeiter- und Samariterbund in Zusammenarbeit mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) übernommen.

Bereits am 27. Dezember haben die Impfungen in der Arena-Halle in Treptow begonnen, mit kurzer Unterbrechung über den Jahreswechsel. Als drittes von insgesamt sechs Impfzentren in Berlin soll das auf dem Messegelände an den Start gehen - „in Kürze“, wie Kneiding versicherte.

Weitere Impfzentren gibt es im Hangar 4 auf dem früheren Flughafen Tempelhof, im Velodrom in Pankow und im Terminal C auf dem früheren Flughafen Tegel. Wann sie den Betrieb aufnehmen, ist noch nicht bekannt. Bisher hat es nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr als 35.000 Impfungen in Berlin gegeben.

8.58 Uhr: Verdi fordert - Kein Regelschulbetrieb bis zu den Winterferien

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert den Senat auf, den geplanten schrittweisen Regelschulbetrieb bis zu den Winterferien auszusetzen und die Notbetreuung nur anzubieten, wenn alle Schutzmaßnahmen sichergestellt seien. Außerdem sollen alle Schulbeschäftigten priorisiert geimpft werden.

Sowohl der schrittweise Wechselunterricht als auch die Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht müssten vom Infektionsgeschehen abhängig sein. Hierzu seien klare Aussagen nötig, ab welchem Inzidenzwert Schulen teilweise oder sogar ganz geöffnet werden dürfen.

„Solange die Zahlen aber so hoch sind wie jetzt, macht eine Öffnung der Grundschulen überhaupt keinen Sinn. Der Senat sollte sich seiner Schutzpflicht für die Beschäftigten an den Schulen bewusst sein und den Regelschulbetrieb bis zu den Winterferien aussetzen“, sagt Andrea Kühnemann, stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin.

8.12 Uhr: Erste Berliner erhalten Montag zweite Impfung

Die ersten bereits geimpften Berliner erhalten in wenigen Tagen die notwendige zweite Dosis gegen das Coronavirus. „Wir beginnen ab Montag mit der zweiten Impfung in Berlin“, sagte Mario Czaja, der Präsident des Berliner Landesverbands des Deutschen Roten Kreuzes, im Inforadio vom RBB. Im Impfzentrum in der Arena-Halle in Treptow würden dann mehr als 1000 Impf-Patienten pro Tag erwartet, derzeit seien es 800 bis 900.

An diesem Donnerstag öffnet im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding das zweite Impfzentrum der Stadt. Anders als geplant wird auch dort zunächst der Impfstoff von Biontech und Pfizer verabreicht. „Es gab ein Problem im Auftauprozess des Moderna-Impfstoffs“, erklärte der CDU-Politiker Czaja. Nach Angaben der Gesundheitsverwaltung ist die Qualität aber nicht beeinträchtigt, deshalb soll auch der Moderna-Impfstoff ab Freitag genutzt werden.

Trotz einiger Schwierigkeiten zog Czaja eine positive Bilanz der bisherigen Impfaktion. „Im Großen und Ganzen läuft es für Berlin sehr, sehr gut“, sagte er. In einigen Fällen erschienen eingeladenen Berliner nicht zum Termin, zudem bräuchten manche Hochbetagte Hilfe bei den Terminvereinbarungen. Die Teams in den Zentren seien aber gut eingespielt. „Was fehlt, ist zusätzlicher Impfstoff.“

7.45 Uhr: Corona-Schnellteststation an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche eingerichtet

In der Gedenkhalle im Alten Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche hat seit Ende Dezember eine Corona-Schnellteststation geöffnet. Nachdem aufgrund des Lockdown die Gedenkhalle an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche nicht besichtigt werden kann, hat sich die Gemeinde entschieden, die Räumlichkeiten für eine Corona-Schnellteststation zur Verfügung zu stellen.

Martin Germer, Pfarrer an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche sagt:“ Ich bin sehr froh, dass wir durch die Teststation zur Früherkennung etwaiger Infektionen und damit zur Verringerung der Ansteckungsgefahr beitragen können.“

Die Schnellteststation ist jeden Tag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Um eventuelle Wartezeiten zu Stoßzeiten zu vermeiden, wird empfohlen, sich vorab online zu registrieren.

6.17 Uhr: Weniger Krebsbehandlungen im und nach Lockdown 2020

Im und nach dem ersten Lockdown 2020 hat es nach Daten eines großen deutschen Klinikbetreibers weniger Krebsbehandlungen gegeben als in der gleichen Zeit 2019. Der Rückgang der stationären Aufnahmen für Diagnostik und/oder Therapien betrage im Schnitt 10 bis 20 Prozent, heißt es in einer Studie von Autoren um den Mediziner Peter Reichardt vom Helios-Klinikum Berlin-Buch. Besonders betroffen seien Patienten über 75, bei denen im Schnitt ein Fünftel weniger Behandlungen durchgeführt worden seien.

Für die Studie wurden rund 69.000 Fälle von 75 Helios-Kliniken in 13 Bundesländern analysiert. Die Autoren halten die Ergebnisse für repräsentativ für Deutschland. Betrachtet wurden Krankenhausaufnahmen zwischen Mitte März und Ende April sowie der Zeit unmittelbar danach bis Mitte Juni 2020 - im Vergleich zu den entsprechenden Zeiträumen 2019. Helios ist nach eigenen Angaben Europas größter privater Klinikbetreiber.

3.32 Uhr: Abgeordnetenhaus debattiert über Corona-Hilfen

Die Corona-Pandemie steht einmal mehr im Mittelpunkt der Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses (10 Uhr). In einer Debatte soll es um Corona-Hilfen etwa für die Wirtschaft oder Kulturbetriebe gehen. In Zukunft will das Abgeordnetenhaus bei Entscheidungen des Senats im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stärker mitreden. Dazu beschließen die Abgeordneten ein „Covid-19-Parlamentsbeteiligungsgesetz“. Es sieht unter anderem vor, dass bestimmte Maßnahmen zum Infektionsschutz künftig nur nach Zustimmung des Parlaments in Kraft treten. Alle Fraktionen mit Ausnahme der AfD hatten sich auf den Gesetzentwurf verständigt.

+++ Mittwoch, 13. Januar 2021 +++

22.35 Uhr: Brandenburg plant sieben weitere Impfzentren

Die Kapazitäten für Impfungen gegen das Coronavirus sollen in ganz Brandenburg ausgeweitet werden. Darauf haben sich am Mittwochabend Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) mit den Landkreisen und kreisfreien Städten in einer Videokonferenz zur Impfkampagne verständigt. Wie Regierungssprecher Florian Engels auf Anfrage mitteilte, wurde vereinbart, die Zahl der Impfzentren von 11 auf 18 zu erhöhen. An der Konferenz nahmen auch das DRK, die Kassenärztliche Vereinigung, die Landeskrankenhausgesellschaft und die Landesärztekammer teil.

Impfzentren sind bisher in Potsdam, Cottbus und Schönefeld (BER) in Betrieb. Bis Anfang Februar sollen weitere in Elsterwerda, Frankfurt (Oder), Oranienburg, Eberswalde, Brandenburg an der Havel, Prenzlau, Kyritz und Luckenwalde starten. Weitere Impfzentren folgen voraussichtlich bis Ende Februar. Bis dahin sollen damit alle Kreise und kreisfreien Städte Ende entsprechend ausgestattet sein.

Die Zahl der mobilen Impfteams wird dem Regierungssprecher zufolge ebenfalls erhöht, auch unabhängig davon, wann die Impfzentren eingerichtet werden. Auf diese Weise soll es möglich sein, bis Mitte Februar allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheime ein Impfangebot zu machen.

16.36 Uhr: Berlin plant umfangreiche Schnelltests für die Schulen

In Berlin soll es nach dem Wunsch der Senatsverwaltung für Bildung bald regelmäßige Schnelltests für die Schulen geben. Das sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Mittwoch dem „Tagesspiegel“. „Nachdem wir bereits vor vielen Wochen Testzentren für das Dienstpersonal eingerichtet haben und nun auch mobile Testteams an Kitas und Schulen im Einsatz sind, wollen wir nun möglichst bald auch flächendeckende Schnelltests für das Schulpersonal und die Schülerinnen und Schüler einführen.“ Die Bildungsverwaltung sei dazu im Gespräch mit der Gesundheitsverwaltung, so die Senatorin. „Mehrere Anbieter wurden bereits in den Blick genommen, ein Konzept soll nun erstellt werden.“

Derzeit findet wegen der Corona-Pandemie kein Regelunterricht an den Schulen statt, die meisten Schülerinnen und Schüler lernen zu Hause. Ein Sprecher der Bildungsverwaltung sagte, ein Zeitpunkt, wann die flächendeckenden Schnelltests starten sollen, lasse sich noch nicht nennen. Auch wie häufig die Tests dann angeboten werden sollen, stehe noch nicht fest.

Dem „Tagesspiegel“ zufolge haben einzelne Schulen bereits Erfahrungen mit dem umfangreichen Einsatz von Schnelltests gesammelt, etwa das Humboldt-Gymnasium in Tegel. Die Reaktionen von der Schulleitung bis zu den Schülern seien positiv gewesen.

16.22 Uhr: CDU fordert Entlassung von Bildungssenatorin Scheeres

Angesichts der jüngsten Debatte um die Schulöffnungen und anderer Probleme fordert die CDU die Entlassung von Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres. Die SPD-Politikerin habe sich in der Corona-Krise als völlig untauglich erwiesen und versagt, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dirk Stettner. „Entgegen allen Beteuerungen sind unsere Schulen noch immer nicht gut vorbereitet auf die Pandemie.“ Pannen bei der digitalen Lernplattform Lernraum, die viele Berliner Schüler für das Homeschooling nutzen, seien ein trauriges Beispiel dafür.

Lesen Sie auch die Kolumne: Streit um Schulöffnung: Schlechter geht‘s nicht

In einem Dringlichkeitsantrag für die Sitzung des Abgeordnetenhauses am Donnerstag fordert die CDU den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf, mit der Entlassung von Scheeres „die Weichen für einen schulpolitischen Neuanfang zu stellen“. „Jeder weitere Tag mit Frau Scheeres im Amt ist ein verlorener Tag für die Zukunft unserer Kinder“, erklärte Stettner.

Die CDU hat in dieser Legislaturperiode schon mehrmals den Rücktritt von Scheeres beziehungsweise deren Entlassung gefordert - aus unterschiedlichsten Gründen. Zuletzt gab es viel Kritik am Plan der Senatorin zur schrittweisen Schulöffnung im Lockdown, die am vergangenen Freitag schließlich teilweise kassiert wurden. Nunmehr ist die Präsenzpflicht an den Schulen bis mindestens 25. Januar ausgesetzt.

16.16 Uhr: 76 weitere Todesfälle in Berlin, Inzidenz bei 199,2

In Berlin sind 76 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das ist ein trauriger Rekord. Der bisherige Höchstwert lag in Berlin bei 63 Todesfällen. Die Zahl der Todesfälle insgesamt seit Beginn der Corona-Pandemie steigt auf 1711.

1222 neue Infektionen wurden bestätigt, 1070 waren es am Dienstag. 16.987 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 17.269 waren es am Dienstag. 90.827 Menschen gelten inzwischen als genesen. Bisher wurden in Berlin laut aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts 35.893 Menschen geimpft.

420 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, zwei Patienten weniger als am Dienstag. 1527 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 38 weniger als am Dienstag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 32,5 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 199,2 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,97 wieder Grün.

Die Corona-Fallzahlen aus den Berliner Bezirken

Die 7-Tage-Inzidenz in den Bezirken

15.58 Uhr: Verstoß gegen Corona-Regeln - Partygäste verstecken sich vor Polizei

Bei einer illegalen Party in Frankfurt (Oder) haben sich Gäste ein Versteckspiel mit der Polizei geliefert. Die Feiernden hatten versucht, sich auf der Toilette einzuschließen oder sich in Schränken und Betten zu verkriechen. Am frühen Mittwochmorgen hatten Anwohner aus einer Wohnung Lärm gemeldet, der ihnen den Schlaf raubte. Als Polizisten am Ort des Geschehens eintrafen, fanden sie neben dem 20 Jahre alten Mieter sechs weitere Gäste der Feier, wie die Polizei weiter mitteilte.

Bis auf den 20-Jährigen erhielten alle Platzverweise. Zudem nahm die Polizei die Personalien wegen Verstoßes gegen die Corona-Eindämmungsverordnung auf. Die Daten leiten die Beamten an das Gesundheitsamt weiter.

15.30 Uhr: Müller: Länder brauchen Informationen zu Impfstoff-Lieferungen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat von der Bundesregierung klare Aussagen zu den Impfstofflieferungen gefordert. „Es wäre für uns alle eine Katastrophe, die vulnerablen Gruppen einzuladen, sie bekommen einen Termin, sie stehen vor dem Impfzentrum, aber der Impfstoff ist nicht da“, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch im Bundestag.

Der Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe große Hoffnungen gemacht und angekündigt, dass es voraussichtlich bis Sommer für alle ein Impf-Angebot geben werde. Da jeweils zwei Impfdosen nötig seien, bedeute das für Berlin, dass jeden Tag rund 28.000 Menschen geimpft werden müssten, rechnete Müller vor. „Aber diese 28.000 sind jetzt unsere Wochenlieferung und nicht die Tageslieferung“, sagte er.

Die Bundesländer seien auf die Organisation der Impfungen vorbereitet. Ein Einladungssystem und die Terminvergabe könnten aber erst funktionieren, wenn es verlässliche Informationen über die Impfstofflieferungen gebe.

15.05 Uhr: 35.893 Menschen in Berlin gegen das Coronavirus geimpft

In Berlin haben sich mittlerweile 35.893 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Das sind 2095 Geimpfte mehr als am Vortag. Diese aktuellen Zahlen meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch. Berlin hat damit eine Impfquote (Impfungen pro 1000 Einwohner) von 9,8. Insgesamt wurden in Deutschland nunmehr 758.093 Menschen geimpft. Die deutschlandweite Impfquote liegt bei 9,1. Die höchste Impfquote mit 18,1 hat weiterhin Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Zahlen zu den Impfungen in Deutschland erhalten Sie auf den Seiten des RKI.

14.58 Uhr: Brandenburg will mehr Tempo für die Impfungen

Die Brandenburger sollen nach dem Willen der Landesregierung zügiger als bisher gegen das Coronavirus geimpft werden. Am Mittwochabend berate die Landesregierung auf Initiative von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit den Landräten und Oberbürgermeistern Maßnahmen, „damit schneller möglichst viele Brandenburgerinnen und Brandenburger geimpft werden können“, teilte Regierungssprecher Florian Engels auf Anfrage mit. Dabei gehe es zunächst vor allem um Bewohnerinnen und Bewohner in Senioren- und Pflegeheimen sowie um über 80-Jährige, die zuhause leben.

Der Impfstart war bisher schleppend. Die Linksfraktion hatte der Regierung Scheitern vorgeworfen. Inzwischen hat Brandenburg im Ländervergleich etwas aufgeholt: Bei den Impfungen pro 1000 Einwohner lag das Land mit 7,8 nach Zahlen des Robert Koch-Instituts besser als Thüringen, Baden-Württemberg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Den letzten Platz bei der Impfung von Pflegeheimbewohnern gab Brandenburg an Thüringen ab. In Brandenburg sind bisher knapp 20.000 Menschen geimpft - 0,8 Prozent der Bevölkerung. „Das nimmt etwas Fahrt auf“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bei einer Videokonferenz des Landtags-Gesundheitsausschusses.

14.08 Uhr: Moderna-Vakzin ab Freitag in Berlin - Zweifel an Kühlung ausgeräumt

Berlin hat nach einer Entwarnung des Bundesgesundheitsministeriums mit Blick auf die Kühlung von Corona-Impfstoffen des Herstellers Moderna eingelenkt. Nach einer eigenen Prüfung in der Hauptstadt werde der neue Impfstoff ab Freitag in Berlin gespritzt, sagte der Sprecher der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung, Moritz Quiske. Zunächst hatte Berlin die Entwarnung des Bundesgesundheitsministeriums lediglich zur Kenntnis genommen und seine eigene Prüfung bis zum Ende fortgesetzt. Auch Brandenburg hat seine Bedenken inzwischen wieder aufgehoben.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte nach Zweifeln Berlins und Brandenburgs an der Kühlkette noch am Vormittag versichert, dass die Qualität der Impfstoffe durch den Transport nicht beeinträchtigt worden seien. Sie könnten unbedenklich verwendet werden, hieß es.

Das zweite Impfzentrum, das am Donnerstag im Erika-Hess-Stadion im Stadtteil Wedding eröffnen soll, werde am Donnerstag Biontech-Impfstoff, ab Freitag dann Moderna verwenden, sagte Quiske.

Die Berliner Zweifel an der Kühlkette des Moderna-Impfstoffs hätten sich am Kühllaster an der Verpackung entzündet, berichtete Quiske. Es sei in Berlin unklar gewesen, ob der Laster den technischen Standards für solche Lieferungen entsprochen habe. Der Impfstoff habe sich darüber hinaus „eher in Pappkartons“ befunden. Sonst seien Styropor- oder Metallverpackungen üblich.

Nach Angaben des Logistikunternehmens Hellmann lief dabei alles nach Plan, für die Lieferungen seien GPS-überwachte Tiefkühlfahrzeuge im Einsatz gewesen. Auch die Temperatur im Innenraum werde genau kontrolliert. Der Moderna-Impfstoff muss bei etwa minus 20 Grad Celsius gelagert werden. Er ist 30 Tage bei Kühlschranktemperatur und zwölf Stunden bei Raumtemperatur stabil.

13.56 Uhr: Nach Angriff auf Schul-Cloud ermittelt Polizei - System läuft wieder

Nach dem Cyber-Angriff auf die Schul-Cloud Brandenburg des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) ermittelt die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime des Landeskriminalamtes in Eberswalde. Am Dienstag waren Ermittler vor Ort, sagte ein Sprecher des Präsidiums in Potsdam am Mittwoch. Ob es bereits eine Spur zu den Tätern gibt oder nicht, wollte die Stelle in Eberswalde mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht bekanntgeben.

Am Montag war es wegen eines DDoS-Angriffs (Distributed Denial of Service Attack, wörtlich: verteilter Dienstverweigerungsangriff) bundesweit zu kurzzeitigen Ausfällen gekommen, wie eine Sprecherin des Instituts bestätigte. Die Ladedauer der Seiten verzögerte sich um mehrere Sekunden, Anfragen mussten erneut gestellt werden.

Auch am Dienstag kam es kurzzeitig zu Problemen bei der Schul-Cloud, wie HPI bestätigte. Das sei allerdings der enormen Anfrage im Distanzunterricht geschuldet und hätte nichts mit dem Cyber-Angriff zu tun, sagte Gudrun Schulz, Sprecherin der HPI Schul-Cloud. Das Institut hatte seine Abwehrkapazitäten erhöht. Am Mittwochvormittag lief die Lernplattform nach Institutsangaben wieder stabil. „Derzeit stellen wir keinerlei Einschränkungen der Verfügbarkeit und Nutzbarkeit fest“, so Schulz.

13.36 Uhr: Berliner Kitas im Corona-Lockdown voller als gedacht

Berliner Kitas sind im Corona-Lockdown gut gefüllt - obwohl sie eigentlich nur in Einzelfällen eine Notbetreuung von Kindern anbieten sollen. Darauf hat am Mittwoch die Gewerkschaft Verdi hingewiesen. Nach ihren Angaben liegt die Auslastung in den Kita-Eigenbetrieben bei 43 Prozent, für kommende Woche seien sogar 63 Prozent Auslastung zu erwarten.

Das Risiko für Berliner Erzieherinnen, an Corona zu erkranken, steige also dramatisch, erklärte die stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin Andrea Kühnemann. Von einer Notversorgung lediglich für außerordentlich dringliche Fälle, von der der Senat spreche, könne keine Rede sein.

„Wir erwarten, dass der Senat endlich Klarheit schafft, welche Regelung in Berlin gültig ist: Notversorgung für außerordentlich dringliche Fälle, systemrelevante Berufe oder Zwei-Drittel-Auslastung“, so Kühnemann. „Der Senat muss sich entscheiden. Das ist er Kindern, Eltern und Erzieherinnen schuldig.“ Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

13.35 Uhr: Brandenburg arbeitet an Nachweis von Corona-Mutationen

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat sich wegen der in Großbritannien aufgetauchten Coronavirus-Variante besorgt gezeigt. „Das ist natürlich eine große Bedrohung“, sagte Nonnemacher am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags in Potsdam. Bei einer deutlich ansteckenderen Mutation müssten alle angesichts der bisher „sowieso nicht sehr erfolgreichen Eindämmungsbemühungen deutschlandweit“ noch „viel, viel stärker bei der Eindämmung voranschreiten“. „Das könnte unsere Problemlage in Deutschland oder hier bei uns in Brandenburg nochmal erheblich verschärfen.“

Das Land plant nach Angaben der Gesundheitsministerin, dass solche Coronavirus-Mutationen schon bald auch in Brandenburg nachweisbar gemacht werden können. Derzeit geht das nicht: „Wir können das in Brandenburg bisher nicht durchführen“, sagte Nonnemacher. „Wir sind zuversichtlich, dass wir (...) möglicherweise Anfang Februar das dann auch in Brandenburg anbieten können.“ Es gebe intensive Gespräche unter anderem mit dem Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus. Die neue Mutation war in mehreren Bundesländern nachgewiesen worden, darunter Berlin. Nonnemacher sagte: „Was man dagegen tun kann, ist eindämmen, eindämmen, eindämmen.“

13.24 Uhr: Brandenburg - Moderna-Impfstoff nicht beeinträchtigt

Der nach Brandenburg gelieferte Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann trotz anfänglicher Befürchtung von Kühlproblemen nach Angaben der Landesregierung verwendet werden. „Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Qualität der Impfstoffe durch die Temperaturschwankungen und den Transport nicht beeinträchtigt worden sein sollen und die Impfstoffe unbedenklich verwendet werden können“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags und zitierte aus einer Information, die sie gerade erhalten hatte.

Der Moderna-Impfstoff wurde nach Darstellung der Ministerin am Dienstag an Berlin und Brandenburg vom zentralen Depot des Bundes geliefert. „Die Berliner Kollegen haben uns informiert, dass möglicherweise beim Transport Probleme mit der Kühlkette aufgetreten sein könnten“, sagte sie. „Deshalb haben wir gemeinsam mit Berlin eine Überprüfung veranlasst beim Hersteller, beim Bundesgesundheitsministerium.“ Das Bundesgesundheitsministerium hatte zuvor Entwarnung gegeben.

12.48 Uhr: Impfungen gegen Covid-19 beim Berliner Krankenhauspersonal laufen

Die Impfungen des Berliner Krankenhauspersonals gegen Covid-19 gehen auch in dieser Woche weiter. Nach den 2000 Dosen der Vorwoche hätten die Kliniken diese Woche 5000 weitere bekommen, teilte die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch auf Anfrage mit. Künftig sollen es wöchentlich 15 Prozent der landesweiten Biontech-Lieferungen sein. Die Verteilung der noch relativ geringen Impfstoffmengen richtet sich nach dem Anteil an der Versorgung von Covid-19-Patienten.

12.44 Uhr: Bund - Moderna-Impfstoff bei Transport nicht beeinträchtigt

Das Bundesgesundheitsministerium hat nach Zweifeln an der Kühlung von Corona-Impfstoffen des Herstellers Moderna für Berlin und Brandenburg Entwarnung gegeben. „Die Qualität der Impfstoffe wurde durch den Transport nicht beeinträchtigt, und die Impfstoffe können unbedenklich verwendet werden“, sagte ein Sprecher auf Anfrage am Mittwoch in Berlin. Demnach wurden die Verteilzentren der beiden Bundesländer darüber auch schon von der für die Impfstoff-Logistik verantwortlichen Bundeswehr informiert.

Die Berliner Senatsverwaltung hatte zuvor mitgeteilt, die ersten Moderna-Dosen zunächst zurückzuhalten. Es gebe Zweifel, ob der Transport und die Kühlung vor der Übernahme durch das Land Berlin sachgemäß erfolgt sei. Transporteur und Hersteller seien aufgefordert worden, für Aufklärung zu sorgen. Auch Brandenburg meldete Probleme. Dort sind ebenfalls 2400 Dosen angekommen.

12.22 Uhr: Weniger Bewegungsfreiheit für Berliner frühestens ab Sonnabend

Die für den Fall besonders hoher Corona-Zahlen geplante Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern um die Berliner Stadtgrenze greift frühestens am Wochenende. Das gilt auch, wenn der Grenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche schon früher überschritten werden sollte, wie die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch auf dpa-Anfrage erläuterte.

Grund: Die neue Regel ist in der aktualisierten Infektionsschutzverordnung verankert, die am Sonnabend in Kraft tritt, also rechtliche Wirkung entfalten soll. Somit wäre der im täglichen Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom nächsten Samstag festgestellte Inzidenzwert zur Infektionszahl der erste, auf dessen Grundlage die Regel umgesetzt werden könnte.

12.06 Uhr: Linke-Chefin kritisiert 15-km-Radius als "überflüssig"

Berlins Linke-Vorsitzende Katina Schubert hält die geplante Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern um die Stadtgrenze bei besonders hohen Coronazahlen für „überflüssig“. „Wir haben im Moment eine ziemliche Ungleichgewichtigkeit in der Krisenbewältigung zwischen Einschränkung privater individueller Rechte auf der einen Seite und auf der anderen Seite dem Aufbau krisenresilienter Strukturen und der Frage der Arbeitssicherheit“, sagte Schubert. „Die Leute sollen arbeiten, müssen sich privat aber sehr einschränken. Und da, finde ich, ist diese 15 km-Regelung in erster Linie eine symbolische Veranstaltung und weniger eine praktisch nachvollziehbare und kontrollierbare Sache, die ich persönlich für überflüssig halte.“

Für die Linke sei zentral, die sozialen Folgen der Krise bestmöglich abzufangen und krisensicherere Strukturen in der Gesellschaft zu schaffen, um die Pandemie zu bewältigen. „Und da kommen wir an Kontaktbeschränkungen selbstverständlich nicht vorbei, zumal wenn sich dieses mutierte Virus jetzt offensichtlich ja auch ausbreitet“, so Schubert. Aber dabei müsse Politik die richtige Balance halten. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass Corona-Regeln und Einschränkungen zunehmend an Akzeptanz verlieren.

„Ich möchte nicht eine Situation erleben, wo die gesamte Stadtgrenze von Polizei abgeriegelt wird“, unterstrich Schubert. „Wir haben eine schwierige Situation, wie haben eine sehr ernsthafte Situation in der Pandemie. Aber ein Polizeistaat darf nicht die Antwort sein.“

Der rot-rot-grüne Senat hatte am Dienstag die drastische Beschränkung auf einen 15 km-Radius für den Fall beschlossen, dass die Zahl von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten wird. Am Dienstag lag Berlin mit einem Wert von 199,9 knapp darunter. Die neue Regel greift frühestens am Samstag.

12.03 Uhr: SPD-Fraktion will Abiturtermine verschieben

Die Berliner SPD-Fraktion möchte die Berliner Abiturtermine um mindestens „sechs Wochen“ zeitlich nach hinten verschieben. Die Abiturtermine sollen „deutlich später stattfinden, um eine Rückkehr zum Präsenzunterricht sowie eine ausreichende Vorbereitung für die Prüfungen zu ermöglichen“, heißt es in einem Beschluss des SPD-Landesvorstandes. Gerade die Abiturienten der Bundesländer, die frühe Abiturtermine haben, drohten „Nachteile aus dem Lockdown“ zu haben. Das will man mit der Verschiebung verhindern. Bildungssenatorin Scheeres und ihre Mitarbeiter müssten das Thema bei der Kultusministerkonferenz ansprechen. Außerdem wird die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie aufgefordert, bei den Kitas „wieder zu einer geregelten Notbetreuung mit transparenten Regeln zu kommen“. Berliner SPD will Abiturtermin verschieben - lesen Sie hier den kompletten Artikel.

11.41 Uhr: Verdacht auf Qualitätsmängel bei 2400 Moderna-Impfdosen in Berlin

Die am Dienstag planmäßig angelieferten 2400 Dosen des Corona-Impfstoffs der US-Firma Moderna können nach Angaben der Gesundheitsverwaltung noch nicht verwendet werden. Es bestehe der Verdacht auf Qualitätsmängel. Die Gesundheitsverwaltung habe nach einer ersten Qualitätskontrolle Zweifel, ob der Transport und die Kühlung des Impfstoffs vor der Übernahme durch das Land Berlin sachgemäß erfolgt ist. "Transporteur und Hersteller sind aufgefordert worden, für Aufklärung zu sorgen", hieß am Mittwoch in einer Mitteilung.

Wie vorgesehen, wird das Corona-Impfzentrum Erika-Heß-Stadion in Wedding aber am 14. Januar 2021 eröffnet. Das Impfzentrum wird zunächst mit dem Biontech-Impfstoff beliefert werden.

11.32 Uhr: Brandenburg prüft Kühlprobleme bei erstem Moderna-Impfstoff

Die ersten 2400 Dosen des Corona-Impfstoffs der US-Firma Moderna sind in Brandenburg eingetroffen, können aber nach Angaben der Landesregierung noch nicht verwendet werden. „Während des Transportes in Verantwortung des Bundes vom bundesweiten Zentraldepot in Quakenbrück zur zentralen Anlaufstelle in Brandenburg könnte es zu Problemen bei der Kühlung gekommen sein“, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, am Mittwoch auf Anfrage mit. „Das müssen wir jetzt prüfen. Erst wenn absolut sicher festgestellt ist, dass bei diesem Transport keine Fehler passiert sind, werden wir den Impfstoff verwenden.“

11.10 Uhr: Höchste Zahl an Todesfällen von Covid-Patienten in Brandenburg

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung hat in Brandenburg den bisher höchsten Stand erreicht. Innerhalb eines Tages seien 63 Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Potsdam mit. Vor einer Woche waren es 61 Todesfälle.

Auch bei den neuen Infektionen gibt es keine Entspannung: Die Gesundheitsämter meldeten von Dienstag auf Mittwoch 956 neue Ansteckungen. Im Landkreis Spree-Neiße kamen mit 159 die meisten neuen Infektionen hinzu. Derzeit werden 1104 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, davon 246 auf Intensivstationen.

Einen positiven Trend gibt es allerdings: Die Zahl neuer Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche liegt in den drei Kreisen Märkisch-Oderland, Oberhavel und Potsdam-Mittelmark sowie in Frankfurt (Oder) mittlerweile unter der wichtigen Marke von 200. Am Dienstag lag nur der Kreis Oberhavel unter dem Wert von 200. Hotspot in Brandenburg bleibt der Kreis Elbe-Elster mit 477 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche - der Wert rutschte immerhin unter 500. Landesweit hat Brandenburg hier ein Durchschnittsniveau von 270.

11.05 Uhr: CDU-Fraktion fordert Müller auf, Bildunssenatorin Scheeres zu entlassen

Mit drei Dringlichkeitsanträgen für die Parlamentssitzung am Donnerstag will die Berliner CDU den Lauf der Schulpolitik in der Hauptstadt ändern. So fordert die CDU-Fraktion den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf, seine Senatorin und Parteigenossin Sandra Scheeres – die für Bildung zuständig ist – zu entlassen.

„Zum unendlich wiederholten Mal zeigt sich, wie falsch eine Schulpolitik ist, die beratungsresistent mit dem Kopf durch die Wand will“, heißt es in dem Antrag in Bezug auf das Kommunikations-Chaos um eine begrenzte Schulöffnung, das in der letzten Woche stattfand. Aber auch in anderen Bereichen wie der Schulbauoffensive, der Lehrkräfterekrutierung und beim digitalen Lehren gebe die Politikerin ein schlechtes Bild ab. Ein „Weiter-so“ dürfe es nicht mehr geben, die Bildungssenatorin sei „mit der Pandemie überfordert“.

Außerdem stellt die CDU einen Antrag auf eine Corona-Schnellteststrategie, die zweimal die Woche eine Testung aller Schüler und Schulangehöriger vorsieht. Der Preis dafür liege monatlich bei etwa 20 Millionen Euro, doch diese Summe sei bei „einem Recht auf Bildung“ angemessen. Außerdem solle der Senat „unverzüglich“ mobile Luftfilter in ausreichender Zahl beschaffen. „Die letzte Woche hat mich tief beeindruckt", sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Dirk Stettner. „Das war ein Chaos mit Ansage.“

10.51 Uhr: Michael Müller kritisiert Bund wegen schleppender Corona-Hilfen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die Bundesregierung für die schleppende Auszahlung der Corona-Hilfen an Unternehmen kritisiert. "Die Bundesregierung macht wahnsinnig viel, die Länder genauso", sagte Müller im Ausschuss Bund/Brandenburg des Berliner Abgeordnetenhauses. Aber es ärgere ihn, dass auf Bundesebene die Abwicklung "überbürokratisiert" sei, sagte Müller mit Blick auf das Antrags- und Auszahlungsverfahren für die Hilfspakete. "Zu wenige profitieren von den Milliarden", sagte Müller. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

8.37 Uhr: Studie - Start-ups überstehen Corona-Krise bisher relativ gut

Die deutsche Start-up-Landschaft hat die Corona-Krise laut einer Studie bislang recht gut verkraftet. Viele Jungunternehmen hätten zwar mit großen Problemen gekämpft, das von vielen befürchtete große „Start-up-Sterben“ sei im vergangenen Jahr aber ausgeblieben, heißt es in einer Studie der Beratungsgesellschaft EY, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Das liege auch an den weiter fließenden Geldern von Investoren für Gründer hierzulande.

2020 erhielten Start-ups 5,3 Milliarden Euro von Investoren und damit 15 Prozent weniger als im Rekordjahr 2019, zeigt die Studie. Große Deals über 100 Millionen Euro gab es seltener. Die 5,3 Milliarden waren aber der zweithöchste Wert der vergangenen Jahre, und es kamen auch mehr Start-ups an Investorengeld: Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg um sechs Prozent auf 743 - ein Höchststand.

4.32 Uhr: Kassenärzte-Chef sieht Fortschritte nach Fehlstart bei Hotline

Nach dem chaotischen Start der Vergabe von Terminen in den Corona-Impfzentren über die Rufnummer 116 117 sehen die Kassenärzte in Brandenburg eine Besserung. „Wir sind immer noch unzufrieden mit der Hotline“, sagte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Peter Noack. „Aber wir können in den letzten Tagen eindeutig erkennen, dass das besser wird.“ Am ersten Tag hätten rund 23.000 Menschen die Hotline angerufen, unter zehn Prozent der Anrufe seien angenommen worden. „Jetzt hat es sich eingependelt auf rund 3500 bis 3700 eingehende Anrufe pro Tag.“ Das sei eine Annahmequote von 85 bis 90 Prozent.

3.32 Uhr: Landtagsausschuss debattiert über Impfungen in Brandenburg

Nach wachsender Kritik am eher schleppenden Tempo der Impfungen in Brandenburg beraten die Gesundheitspolitiker des Landtags mit der Landesregierung über den Stand. Zu der Videokonferenz am Mittwoch wird Ministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) erwartet. Sie hatte darauf verwiesen, dass die Kapazitäten Schritt für Schritt ausgebaut werden, aber vom Impfstoff abhängen. Die Impfquote pro 1000 Einwohner war am Dienstag nur in Sachsen und Thüringen geringer als in Brandenburg, bei den Impfungen in Pflegeheimen war das Land auf dem letzten Rang.

Mehrere Fraktionschefs, aus der Kenia-Koalition und der Opposition, machten am Dienstag Vorschläge, wie die Impfstrategie verbessert werden kann. Dazu zählen eine stärkere Einbindung von Krankenhäusern und die Möglichkeit des Transports zu den Impfzentren für diejenigen, die nicht so mobil sind und sich dort impfen lassen möchten. Drei von elf geplanten Impfzentren für über 80-Jährige und für Personal aus dem Gesundheits- und Pflegesektor sind bereits offen. Termine gibt es dafür über die Hotline 116 117. Weil Impfstoff fehlt, ist das Angebot aber begrenzt.

+++ Dienstag, 12. Januar 2021 +++

19.56 Uhr: Bundeswehrsoldaten in Mitte sollen abgezogen werden

In Berlin Mitte sollen die Bundeswehrsoldaten, die bei der Kontaktnachverfolgung helfen, ab Ende Februar abgezogen werden. Das geht aus einer Ausschusssitzung am Dienstagabend hervor. Beim Bezirksamt gebe es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr genügend Arbeitsplätze, da die neue Impfhotline mit 600 Leuten besetzt müsse. Im Bezirk Mitte helfen derzeit rund 100 Soldaten aus. Mittes Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe (SPD) hatte immer wieder betont, wie wichtig die Arbeit der Soldaten sei, angesichts der hohen Infektionszahlen im Bezirk. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, Benjamin Fritz, kritisierte das Vorhaben. „Die wegfallende Unterstützung bei der Corona-Kontaktverfolgung durch die Bundeswehr ist ein herber Verlust für den Bezirk Mitte“, sagte er der Berliner Morgenpost. „Fehlende Arbeitsplätze können keine Begründung sein - hier muss der zuständige Stadtrat dringend handeln.“

18.41 Uhr: FDP unterbricht Unterschriftensammlung für Tempelhofer Feld

Die Berliner FDP sammelt vorerst keine Unterschriften für ein neues Volksbegehren zur Zukunft des Tempelhofer Felds mehr. Die Aktion werde vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemieentwicklung unterbrochen, sagte der Sprecher des FDP-Landesverbands, Peter Kastschajew, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie solle voraussichtlich Anfang April wieder starten.

„Wir haben lange mit uns gerungen“, sagte Kastschajew. Schon seit Mitte Dezember wurden keine Unterschriften mehr auf der Straße gesammelt. Die Berliner Liberalen wollen mit dem Volksbegehren erreichen, dass das Gelände des 2008 geschlossenen Flughafens Tempelhof am Rand bebaut werden darf.

Es sei aus rechtlichen Gründen leider immer noch so, dass Unterschriften für ein Volksbegehren nicht online gesammelt werden könnten, sagte Kastschajew. „Wir regen an, das möglich zu machen - mit einem entsprechenden Verifizierungsprozess.“ Ein Teil der bisher gesammelten Unterschriften werde voraussichtlich verfallen, sagte der FDP-Sprecher. „Die Unterschriften bleiben nur sechs Monate gültig.“

Die Unterschriftensammlung hat Anfang Oktober begonnen. 20.000 Unterschriften sind notwendig, damit das Volksbegehren eingeleitet werden kann. Wie viele Unterschriften die FDP bisher zusammenhat, sagte Kastschajew nicht. „Wir haben noch nicht die Hälfte erreicht, aber wir sind nicht weit davon entfernt.“

Bei einer Volksabstimmung 2014 hatte sich eine Mehrheit dafür ausgesprochen, die Freifläche im Stadtteil Tempelhof so zu belassen, wie sie ist. Die FDP will zusammen mit der Initiative „Baut auf diese Stadt“ das Bebauungsverbot kippen, das nach der Volksabstimmung im Tempelhofer-Feld-Gesetz festgeschrieben wurde.

18.03 Uhr: Rund 1000 Anrufe mehr bei Telefonseelsorge

Die Kirchliche Telefonseelsorge in Berlin und Brandenburg hat während der Corona-Pandemie gut zu tun. Im Dezember vergangenen Jahres verzeichnete sie rund 1000 Anrufe mehr als im Vorjahr, wie das Erzbistum Berlin und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz (EKBO) am Dienstag mitteilten. „Das Thema Einsamkeit und Isolation nimmt immer mehr Raum ein“, so Uwe Müller, Mitarbeiter beim Diakonischen Werk und Leiter der Telefonseelsorge in Berlin und Brandenburg.

Hinzu kämen familiäre Probleme, depressive Verstimmungen, Ängste, Stress, Ärger und Suizidalität. Rund 340 Ehrenamtliche nehmen in Berlin, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam rund um die Uhr an den Telefonen in den jeweiligen Geschäftsstellen Anrufe unter den Rufnummern 0800 1110111 und 0800 111 0 222 entgegen. Seit März 2020 gibt es zusätzlich das Corona-Seelsorgetelefon. „Covid-19 ist in den Gesprächen immer präsent. Der Lockdown funktioniert wie ein Brennglas“, so Pfarrer Justus Münster, EKBO-Beauftragter für Notfallseelsorge in Berlin. „Wir sind so etwas wie die Seelsorge-Feuerwehr.“ Von März bis Dezember führten die rund 43 ehrenamtlich Mitarbeitenden mehr als 2600 Gespräche, 10 bis 15 am Tag, durchschnittlich 30 Minuten dauerten die Telefonate. Das Corona-Seelsorgetelefon ist von 8 Uhr bis 24 Uhr kostenfrei unter der Rufnummer +49 30 403665885 erreichbar.

Beim ersten Lockdown im Frühjahr habe der Schwerpunkt auf konkreten Ängsten wie beispielsweise Existenzängsten, gelegen, so Münster. Jetzt verspüre man bei den Anrufern eher eine tiefe Melancholie. Viele seien in einer depressiven Phase, andere werden ungeduldig und machten sich am Telefon Luft. Die Unsicherheit über die Situation sei für viele Menschen schwer zu ertragen.

17.28 Uhr: Nonnemacher - Kliniken müssen Betten für Covid-Patienten frei halten

Wegen der weiter steigenden Infektionszahlen hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) die Krankenhäuser angewiesen, Betten für Covid-Patienten frei zu halten. Seit dem 9. Januar gebe es dazu eine Allgemeinverfügung, wie ihr Ministerium am Dienstag mitteilte. Für die Aufnahme und Behandlung von Covid-Patientinnen und Patienten sei jedes Krankenhaus verpflichtet, Bettenkapazitäten vorzuhalten, teilte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse am Dienstag mit.

Es müssten sowohl Betten auf den normalen Stationen als auch intensivmedizinische Betten, insbesondere mit Beatmungsmöglichkeit, für die Behandlung zur Verfügung stehen. „Die Botschaft ist klar: Wir müssen jetzt alle Reserven nutzen und aktivieren“, sagte Hesse.

17.08 Uhr: Das soll im Rahmen der 15-Kilometer-Regel gelten

Sollte die Zahl von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche in Berlin überschritten werden, dürfen sich die Hauptstädter von der Stadtgrenze nur noch maximal 15 Kilometer entfernen. Das reicht für Potsdam, Bernau oder Falkensee, nicht jedoch für Oranienburg, Oderbruch oder Spreewald.

Was wäre außerhalb der Zone noch möglich?

  • Berufliche Tätigkeiten
  • Arzt- oder Zahnarztbesuche
  • Aufenthalte im Krankenhaus
  • die Wahrnehmung von Gerichts- und Behördenterminen
  • die Pflege von Angehörigen
  • Fahrt zur und Aufenthalt in der eigenen Datsche

Was wäre außerhalb der Zone nicht mehr erlaubt?

  • Besuche bei Eltern, Großeltern oder Kindern
  • Einkaufen
  • Kirchenbesuche
  • sportliche Aktivitäten
  • Flugreisen

17.02 Uhr: Senat sieht beim Arbeiten im Homeoffice noch Luft nach oben

Aus Sicht des Berliner Senats werden beim Thema Arbeiten im Homeoffice viele Möglichkeiten noch nicht genutzt. Darüber solle mit den Wirtschaftsverbänden in den nächsten Tagen gesprochen werden, um dort noch mehr zu erreichen, sagte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Dienstag nach der Sitzung des Senats.

„Wir wollen noch einmal sehr deutlich machen, dass es wichtig ist, dass das Thema so weit wie möglich mobiles Arbeiten und so weit wie möglich Arbeiten von zu Hause auch tatsächlich umgesetzt wird“, so der Senator.

„Wir haben das sehr weitgehend im Bereich der Landesverwaltung umgesetzt“, sagte Kollatz. Allerdings haben nicht alle Mitarbeiter der Verwaltung, die nicht mehr ins Büro gehen, zu Hause tatsächlich vergleichbare Möglichkeiten für die Arbeit.

16.42 Uhr: Berliner Senat ist gegen Impfpflicht für Pflegekräfte

Eine Impfpflicht für Pflegekräfte in Altenheimen ist in Berlin aktuell nicht geplant. „Der Weg, den wir gehen, der ist erfolgreich“, sagte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) im Anschluss an die Senatssitzung am Dienstag. „Dann ist es auch besser, diesen Weg weiterzugehen, als sich noch irgendwie ein anderes Zwangsmoment zu überlegen.“ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte eine Debatte um eine solche Impfpflicht angeregt.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci warnte am Dienstag ebenfalls davor, eine Impfpflicht für Pflegekräfte in Altenheimen ins Gespräch zu bringen. „Die Diskussion kommt zur Unzeit“, teilte die SPD-Politikerin auf Anfrage mit. „Priorität muss die Beschaffung von mehr Impfstoff haben.“

Kollatz verwies außerdem auf den Vortrag von Gesundheitssenatorin Kalayci im Senat, nach dem es bei den Impfungen in Berlin „sehr gut“ laufe. Berlin setze auf freiwilliges Impfen beim Pflegepersonal. „Wir haben nicht die Diskussion in Berlin, dass es da eine ernsthafte Zurückhaltung gibt“, sagte Kollatz. Das höre er auch von allen Kliniken, mit denen er auch als Aufsichtsratsmitglied im Gespräch sei.

16.41 Uhr: Impfungen für Mitarbeitende der Christlichen Kliniken Potsdam gestartet

Die Christlichen Kliniken Potsdam wurden zum Wochenbeginn mit den ersten Impfdosen des mRNA-Impfstoffes „Comirnaty“ der Hersteller Biontech/Pfizer beliefert, um das medizinische Personal in den Einrichtungen impfen zu können. Dafür wurden in allen drei Häusern Impfstellen eingerichtet. "Derzeit helfen rund 75 Mitarbeitende der Oberklinik und des Evangelischen Zentrums für Altersmedizin auf der Corona-Station im St. Josefs-Krankenhaus aus", sagt Oliver Pommerenke, Geschäftsführer des Klinikverbunds.

Bis Freitag sollen rund 1300 Angestellte aller Berufsgruppen ihre erste Schutzimpfung erhalten. Die Impfbereitschaft sei mit mehr als 80 Prozent "außerordentlich hoch", wie es in einer Mitteilung weiter heißt. „Wir haben alle Kolleginnen und Kollegen im Vorfeld umfänglich informiert und individuelle Fragen beantwortet“, sagt Manuel Anhold, Chefarzt im Evangelischen Zentrum für Altersmedizin. Geschäftsführer Pommerenke hoffe, "dass wir die Schutzimpfungen im nächsten Schritt auch zügig in den Seniorenpflegeeinrichtungen durchführen können."

16.40 Uhr: 1070 neue Infektionen, 44 weitere Tote, Inzidenz bei 199,9

In Berlin sind 44 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 1635.

1070 neue Infektionen wurden bestätigt, 1036 waren es am Montag. 17.269 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 17.455 waren es am Montag. 89.399 Menschen gelten inzwischen als genesen. Bisher wurden in Berlin laut aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts 33.798 Menschen geimpft.

422 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, vier Patienten weniger als am Montag. 1565 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 21 weniger als am Montag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 32,5 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 199,9 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 1,19 wieder Gelb.

16.20 Uhr: Testpflicht vor Einreise nach Brandenburg aus ausländischem Risikogebiet

Bei der Einreise nach Brandenburg aus ausländischen Corona-Risikogebieten ist künftig zuzüglich zu einer zehntägigen Quarantäne auch ein Corona-Test vorgeschrieben. Diese Änderung der Quarantäneverordnung habe das Kabinett am Dienstag beschlossen, teilte die Staatskanzlei mit.

Zu den ausländischen Risikogebieten gehöre auch Brandenburgs Nachbarland Polen. Die neue Verordnung trete am Mittwoch in Kraft und gelte zunächst bis Ende Januar. Ausnahmen gelten jedoch weiterhin für Berufspendler, Schüler sowie für Besuche bei engen Verwandten oder Lebenspartnern.

„Mit der generellen Testpflicht vor Einreise und der Pflicht zur Registrierung hoffen wir, die unkontrollierte Einschleppung aus dem Ausland stoppen zu können“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Diese Regelung gelte bundesweit. Es sei wichtig, die Verbreitung des Coronavirus und vor allem der neuartigen Mutationen zu bremsen. „Deshalb ist ab morgen die Einreise aus Risikogebieten nur mit frischem Negativ-Test in der Tasche möglich“, betonte Nonnemacher.

16.14 Uhr: Brandenburgs Wirtschaftsminister - Komplette Auszahlung von Novemberhilfen kann beginnen

Nach technischen Problemen kann die Auszahlung der „Novemberhilfen“ für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen nach Angaben von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach beginnen. „Ich bin froh, dass die letzten technischen Schwierigkeiten nun ausgeräumt sind, so dass die Auszahlung der vollen Novemberhilfen jetzt starten kann“, sagte Steinbach am Dienstag im Kabinett. Es sei wichtig, dass das Geld in voller Höhe schnell bei den Unternehmen und Selbstständigen ankomme. „Aufgrund der bundesweit einheitlichen Systematik war eine frühere Auszahlung jedoch leider nicht möglich.“ Voraussichtlich ab Ende Januar sollen laut Steinbach die Anträge auf „Dezemberhilfe“ bearbeitet werden können.

Insgesamt lagen der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) 7868 Anträge auf Unterstützung aus den „Novemberhilfen“ vor. Davon erhielten 92,3 Prozent der Antragsteller einen Abschlag. Beantragt wurden laut Steinbach rund 85 Millionen Euro Förderung. Davon seien über die Abschlagsregelung 28,6 Millionen ausgezahlt worden - also rund ein Drittel. Zudem wurden 3424 Anträge auf „Dezemberhilfe“ gestellt, davon haben 95 Prozent einen Abschlag erhalten. Rund 32,6 Millionen Euro Förderung beantragt worden. Davon seien 14,7 Millionen Euro ausgezahlt gezahlt worden - rund 40 Prozent, sagte Steinbach.

16 Uhr: Berlin schreibt keine FFP2-Masken in ÖPNV und Einzelhandel vor

Anders als in Bayern gibt es in Berlin vorerst noch keine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Der Senat habe darüber bei seiner Sitzung nicht diskutiert, sagte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Dienstag. Die Meldung über den Kabinettsbeschluss aus München, in Bayern eine FFP2-Maskenpflicht vom kommenden Montag an einzuführen, hätten die Senatsmitglieder allerdings erst gegen Ende ihres Treffens erfahren. „Ich bin sicher, dass das auf der nächsten Senatssitzung diskutiert wird“, sagte Kollatz.

Der Senator ließ allerdings Bedenken erkennen: Von Krankenhäusern und Wissenschaftlern sei zu dem Thema regelmäßig zu hören gewesen, dass FFP2-Masken nach relativ kurzer Zeit wieder abgesetzt werden müssten und sich mit allgemein zugänglichen Mitteln nicht leicht reinigen und wiederverwenden ließen, sagte Kollatz. „Insofern muss man dann schon sehen, wie man damit umgeht.“

15.36 Uhr: Anbieter weitet Corona-Tests an Flughäfen aus

Wegen geplanter neuer Vorschriften zur Einreise aus Risikogebieten weitet der Dienstleister Centogene seine Corona-Testangebote aus. An den Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg sowie in den Innenstädten von Berlin, Frankfurt und Wiesbaden erwartet das Unternehmen eine höhere Nachfrage.

Geplant sind je nach Standort längere Öffnungszeiten oder größere Flächen, wie Centogene am Dienstag mitteilte. Zudem sollen verstärkt Antigen-Tests eingesetzt werden neben den präziseren PCR-Tests. Reisende aus Risikogebieten sollen künftig bei der Einreise verpflichtend einen negativen Corona-Test vorlegen müssen und danach eine Quarantäne einhalten.

14.52 Uhr: Brandenburg plant keine FFP2-Maskenpflicht für Nahverkehr und Handel

Brandenburg plant derzeit keine Pflicht für das Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und im Einzelhandel wie in Bayern. „Eine FFP-2-Maskenpflicht im ÖPNV war heute kein Thema im Brandenburger Kabinett“, sagte Regierungssprecher Florian Engels der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Eine derartige Maskenpflicht ist derzeit auch nicht vorgesehen.“ In Bayern hatte das dortige Kabinett eine solche Verpflichtung am Dienstag beschlossen.

Ein Mund-Nasen-Schutz gilt in Brandenburg wie auch in anderen Bundesländern unter anderem in öffentlichen Bussen und Bahnen und im Einzelhandel, aber unabhängig von einer Schutzkategorie. Bayern hatte am Dienstag einen Wert von rund 160 neuen Corona-Infektionen je
100.000 Einwohner in einer Woche, in Brandenburg lag der Wert am Dienstag bei 286.

14.38 Uhr: Berlin plant Winterschule für die Ferien im Februar

In den Ferien Anfang Februar soll es in Berlin für bis zu 4400 Schüler eine sogenannte Winterschule geben. Das Projekt beschloss der Senat in seiner Sitzung am Dienstag auf Vorlage von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD), wie deren Verwaltung mitteilte. Das Angebot gilt den Angaben zufolge vor allem für Schülerinnen und Schüler, die in beengten Wohnverhältnissen leben und nicht ausreichend Hilfe durch erwachsene Bezugspersonen erhalten, während die Schulen wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind.

Das Projekt, bei dem Unterrichtsstoff nachgeholt werden kann, soll es für allgemeinbildende (4000 Plätze) und berufliche Schulen (400 Plätze) geben. Dafür stehen laut Bildungsverwaltung zunächst 650.000 Euro zur Verfügung.

14.30 Uhr: CDU-Fraktionschef - Impfpflicht für Pflegekräfte kein Thema

Für den Brandenburger CDU-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Jan Redmann, ist eine Impfpflicht für Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen kein Thema. „Nach meiner Kenntnis macht es einen erheblichen Unterschied, ob die Pflegekräfte vorher informiert wurden über die Impfstoffe - das erhöht die Impfbereitschaft um zweistellige Prozentwerte“, sagte Redmann am Dienstag in Potsdam. „Mein Eindruck ist, dass das noch nicht überall geschehen ist. Insofern ist es auch nicht notwendig, über eine Impfpflicht zu reden.“

Ihn erschrecke es allerdings, dass die Impfbereitschaft gerade unter dem medizinisch vorgebildeten Pflegepersonal so gering sei, bemerkte Redmann. „Ich halte das teilweise auch für verantwortungslos.“ Nötig sei mehr Aufklärung.

Auch SPD-Fraktionschef Erik Stohn sprach sich gegen eine Impfpflicht aus und verlangte ebenfalls mehr Werben für das Impfen. „Wir haben im Osten eine hohe Impfbereitschaft und die gilt es jetzt zu stärken durch entsprechende Kampagnen, um möglichst schnell die Herdenimmunität zu bekommen.“

Auch für die Brandenburger Landtagsopposition steht eine solche Verpflichtung nach Angaben der Fraktionsspitzen nicht an. AfD-Fraktionschef Hans-Christoph Berndt sieht - auch angesichts einer kurzen Entwicklungszeit - Risiken im Impfen gegen Corona, deshalb sei dies kein Thema. Für den Vorsitzenden der Linksfraktion, Sebastian Walter, steht eine Impfpflicht zum jetzigen Zeitpunkt „überhaupt nicht zur Debatte“. „Wir brauchen erst einmal genügend Impfstoffe“, sagte Walter. Der Fraktionsvorsitzende von BVB/Freie Wähler, Péter Vida, sagte, seine Fraktion spreche sich gegen eine Impfpflicht aus.

13.58 Uhr: Mehr Ausnahmen bei Kontaktbeschränkungen für Familien mit Kindern

Der Berliner Senat hat sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf mehr Ausnahmen bei den strikten Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verständigt. Sie sollen lebensnäher ausgestaltet werden und wechselseitige Kinderbetreuung von zwei Haushalten ermöglichen, wie es am Dienstag aus Senatskreisen hieß.

Seit Sonntag sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Ist diese Person alleinerziehend, werden deren Kinder nicht mitgezählt.

Nunmehr soll die Regel dahingehend geändert werden, dass Kinder unter zwölf Jahren aus maximal zwei Hausständen wechselseitig von den Erwachsenen betreut werden können.

13.46 Uhr: Senat einigt sich auf Einschränkung der Bewegungsfreiheit

Berlinerinnen und Berliner dürfen sich von der Stadtgrenze künftig nur noch 15 Kilometer entfernen. Der Senat hat sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei seiner Sitzung am Dienstag angesichts der weiterhin großen Zahl von Corona-Neuinfektionen auf eine entsprechende Beschränkung der Bewegungsfreiheit verständigt. Die Regelung soll voraussichtlich ab einer Zahl von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gelten. Am Montag lag der Wert bei 190,8. Details sollen bei einer Pressekonferenz nach der Senatssitzung mitgeteilt werden. In Brandenburg und anderen Bundesländern gilt die neue Regel schon.

So sind touristische Reisen für Bewohner von Brandenburger Corona-Hotspots außerhalb eines Radius von 15 Kilometern um ihren Landkreis oder ihre kreisfreie Stadt seit Samstag untersagt. Das gilt bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Weg zur Arbeit, Einkäufe und Arztbesuche bleiben erlaubt. Die Regelung geht auf eine Vereinbarung von Bund und Ländern zur Verlängerung des Lockdowns in der Vorwoche zurück.

13.36 Uhr: Angriff auf Schul-Cloud - HPI fährt Server-Kapazitäten hoch

Nach einem Cyber-Angriff auf die Schul-Cloud des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam hat der Betreiber nach eigener Darstellung zusätzliche Abwehr-Kapazitäten aktiviert. „Zur Sicherstellung des Betriebs haben wir mit unseren Hosting-Dienstleistern kurzfristig umfangreiche Anpassungen vorgenommen und die Server-Kapazitäten nochmals deutlich erhöht“, teilte der HPI-Direktor und Leiter des HPI Schul-Cloud-Projekts, Christoph Meinel, am Dienstag mit.

Es seien Firewalls angepasst und die Server im Vergleich zur Vorwoche nochmals verdoppelt worden. Vergangene Woche wurden demnach 100 Server zusätzlich bereitgestellt, um den Betrieb der Schul-Cloud zu gewährleisten. Am Montag war es wegen eines sogenannten DDoS-Angriffs bundesweit zu kurzzeitigen Ausfällen gekommen, wie eine Sprecherin des Instituts bestätigte.

13.25 Uhr: 729 neue Corona-Fälle - Kreis Elbe-Elster ist weiter Hotspot

In Brandenburg sind dem Gesundheitsministerium 729 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Allerdings lieferte der Landkreis Spree-Neiße am Dienstag fehlende Daten nach. Allein dort kamen 199 neue Corona-Fälle hinzu, wie aus einer Statistik des Ministeriums hervorgeht. Vor einer Woche waren es 758 neue Fälle im gesamten Land.

Damit haben sich seit März 56.134 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Binnen 24 Stunden kamen 55 neue Todesfälle hinzu. Insgesamt starben bislang 1569 Menschen in Brandenburg im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion. Aktuell sind 16.380 Menschen erkrankt. Bisher wurden 15 091 Impfungen verabreicht; am Montag waren es 14.063 Impfungen.

Besonders kritisch bleibt die Lage im Kreis Elbe-Elster mit einem Wert von rund 536 neuen Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Es folgen Cottbus mit 418,3 und die Kreise Ostprignitz-Ruppin (409,7) und Oberspreewald-Lausitz (407,8). Für ganz Brandenburg beträgt dieser Inzidenzwert rund 286.

1075 Patienten werden derzeit wegen einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 239 von ihnen intensivmedizinisch betreut; 178 Patienten müssen beatmet werden. 38.185 Menschen gelten als genesen, 1362 mehr als einen Tag zuvor. Landesweit sind 635 von 726 Intensivbetten belegt, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom Sonntag hervorgeht. 91 Intensivbetten sind demnach noch frei, weitere 312 könnten binnen einer Woche aufgestellt werden.

13.20 Uhr: Erneut weniger neue Asylbewerber in Berlin

Im Corona-Jahr 2020 sind in Berlin deutlich weniger Asylbewerber angekommen als 2019. Wie das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten am Dienstag mitteilte, wurden 4589 Asylsuchende registriert. Im Jahr zuvor waren es 6316. Das entspricht einem Rückgang um rund ein Viertel. Damit setzte sich der rückläufige Trend der Vorjahre fort. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 hatten in Berlin 55.000 Zuwanderer Asyl beantragt. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

13.00 Uhr: Am Kriminalgericht wird auch im Lockdown weiter prozessiert

Am Kriminalgericht in der Hauptstadt wird auch im Corona-Lockdown weiter prozessiert. „Wir halten den Geschäftsbetrieb aufrecht, wenn auch reduziert“, sagte Sprecherin Lisa Jani am Dienstag. Gerichte als Teil des Rechtsstaates seien dazu verpflichtet.

Vorrangig werden demnach Strafsachen am Landgericht verhandelt, bei denen Verdächtige in Untersuchungshaft sitzen. Würden diese Prozesse nicht stattfinden, könnten Angeklagte wegen zu langer Untersuchungshaft entlassen werden. Die meisten anderen Hauptverhandlungen würden aber zunächst zurückgestellt.

Allein am Amtsgericht Berlin-Tiergarten, das zu dem Gerichtskomplex Moabit an der Turmstraße gehört, gab es am Montag dieser Woche 71 Termine. Am zweiten Montag im Januar 2020 seien es hingegen 197 Verfahren gewesen, sagte die Sprecherin.

Im gesamten Gericht gelten weiter strenge Hygienevorschriften. In den Sälen ist bei öffentlichen Verhandlungen die Zahl der Besucher und Pressevertreter begrenzt, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Zusammen mit dem arbeitsmedizinischen Zentrum der Charité wurden laut Jani Mindestabstände festgelegt.

12.46 Uhr: Quarantänepflicht bei Einreise aus Risikogebieten in Brandenburg

Wer aus Corona-Hochrisikogebieten im Nachbarland Brandenburg ohne triftigen Grund nach Mecklenburg-Vorpommern einreist, muss mit einer mehrtägigen Quarantäne rechnen. Darauf hat der Schweriner Innenminister Torsten Renz (CDU) bei einer Polizeikontrolle an der Autobahn 19 in Leizen (Mecklenburgische Seenplatte) am Dienstag hingewiesen.

Inzwischen gehören drei der vier nördlichen Kreise in Brandenburg zu dieser Kategorie: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche wurde am Dienstag für die Prignitz mit 347, den Kreis Ostprignitz-Ruppin 409 und die Uckermark mit 293 angegeben. In Mecklenburg-Vorpommern lag diese Inzidenz am Montag bei 129,2.

Die Beamten kontrollierten in Leizen vor allem die seit wenigen Tagen an der Seenplatte geltende 15-Kilometer-Regel und die eingeschränkte Einreise in den Kreis. Einige Fahrzeuge, auch aus Brandenburg, wurden wieder zurückgeschickt. An der Seenplatte liegt die Wochen-Inzidenz bei 236. Es ist der einzige MV-Kreis über 200.

12.44 Uhr: Mehrere Fraktionen fordern schnelleres Impfen in Brandenburg

Die Kritik am schleppenden Impfbeginn in Brandenburg nimmt zu - auch aus der Kenia-Koalition selbst. „Der Impfstart ist sehr holprig in Brandenburg verlaufen, gerade auch im Vergleich mit anderen Bundesländern“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Jan Redmann, am Dienstag in Potsdam.

Mehrere Oppositionsfraktionen dringen auf ein deutlich höheres Tempo. „Wir brauchen eine grundsätzliche Änderung der Strategie“, sagte Linksfraktionschef Sebastian Walter. „Sonst wird die Impfstrategie scheitern und das Impfchaos wird weitergehen.“ Walter schlug vor, wohnortnahe Impfungen und Transporte zu organisieren und mit den Kommunen Risikogruppen anzuschreiben. Einige Städte wie Potsdam und Templin machten das bereits von sich aus.

12.43 Uhr: Homeschooling - Reinickendorfer Schulen reichen Eilantrag ein

Die Schulleiter der Reinickendorfer Oberschulen haben die teilweise Rückkehr der Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen in den Präsenzunterricht mit großer Sorge zur Kenntnis genommen. Aus diesem Grund haben sie sich mit einem Eilantrag auf Fortsetzung des schulisch angeleiteten Lernens zu Hause an den Berliner Senat gewandt.

"Wir befinden uns aktuell in der wohl schwierigsten Phase der Pandemie mit einer schwer einzuschätzenden Virusmutation und unzuverlässigen Inzidenzwerten", heißt es in dem Eilantrag, "ein Haushalt darf nur eine weitere Person treffen, aber wir holen zeitgleich hunderte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte gleichzeitig in die Schule", schreiben die Schulleiter und beantragen für die Reinickendorfer Oberschulen vorerst eine Verlängerung des schulisch angeleiteten Lernens zu Hause bis zum 29. Januar. Mehr dazu lesen Sie HIER.

12.42 Uhr: 33.798 Menschen in Berlin gegen das Coronavirus geimpft

In Berlin sind mittlerweile 33.798 Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. Das sind 1784 mehr als am Vortag, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Insituts (RKI) hervorgeht. Berlin hat damit eine Impfquote (Impfungen pro 1000 Einwohner) von 9,2. Der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei 8,3. Spitzenreiter unter den Bundesländern ist weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit einer Impfquote von 16,7. Brandenburg zählt mit einem Wert von 6,0 zu den Schlusslichtern.

12.25 Uhr: Moderna-Impfdosen in Berlin angekommen

Die ersten Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna sind am Dienstagvormittag im Erika-Heß-Eisstadion angeliefert worden. Das bestätigte ein Mitarbeiter vor Ort der Berliner Morgenpost. Am Mittag hätten Mitarbeiter noch Sicherheitseinweisungen im Stadion bekommen.

Zu sehen waren Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei, wie sie durch das Gebäude liefen. Im Impfzentrum waren Trennwände aufgebaut. Nebenan holten Eltern ihre Kinder vom Eishockeytraining ab. Sicherheitsleute kontrollierten die Eingänge zu dem Impfzentrum in Wedding.

Ab Donnerstag sollen Berlinerinnen und Berliner in dem Eisstadion geimpft werden. Nach Informationen der Morgenpost sollen zunächst 120 Menschen täglich geimpft werden.

11.47 Uhr: Wirtschaftssenatorin Pop - Verzögerungen bei November-Hilfen „Fehlleistung“

Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hat die Verzögerungen bei den Auszahlungen der Novemberhilfen scharf kritisiert. „Was für eine Fehlleistung, dass die Online-Plattform des Bundes noch immer nicht funktioniert und die Novemberhilfe nicht ausgezahlt werden kann“, sagte sie der Berliner Morgenpost.

Die Unternehmen und die Selbständigen seien schon längst am Limit und würden schon viel zu lange auf die Hilfen warte. Berlin habe im Frühjahr gezeigt, wie schnell und unbürokratisch geholfen werden könne, sage sie mit Blick auf die damaligen Soforthilfen für die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am Montag die Verschiebung des Auszahlungsstarts bestätigt. Aktuell liefen die letzten technischen Tests an den Schnittstellen im Antragssystem. Ein konkretes Datum, bis wann die technischen Probleme behoben sind, wurde allerdings nicht genannt.

11.36 Uhr: 13 Millionen Euro für Betrieb der Corona-Klinik auf dem Messegelände

Der Betrieb der bisher noch nie benutzten Reserveklinik zur Behandlung von Corona-Patienten auf dem Messegelände verursacht beträchtliche Kosten. Der landeseigene Krankenhauskonzern Vivantes als Betreiber hat der Senatsverwaltung für Gesundheit für das Jahr 2020 dafür insgesamt 13,1 Millionen Euro in Rechnung gestellt. Das hat Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) dem für die Finanzen zuständigen Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses mitgeteilt. Die Zahlungen decken die Monate zwischen Februar und Dezember 2020 ab. Abgedeckt werden damit Betriebs- und Personalausgaben sowie Kosten für Geräte und Ausstattung.

Derzeit verhandelt die Senatsverwaltung mit Vivantes um eine Verlängerung des Betreibervertrages, der Ende 2020 ausgelaufen war. Man wolle zunächst bis Ende Mai 2021 verlängern, heißt es in dem Bericht an das Abgeordnetenhaus. Weiterhin soll Vivantes seine Leistungen nach den üblichen Regeln zur Krankenhausfinanzierung bezahlt bekommen.

In der Messehalle 26 an der Jafféstraße stehen insgesamt 500 Notfall-Betten zur Behandlung nicht intensivpflichtiger Corona-Patienten bereit. Die Klinik aufzubauen hatte 31 Millionen Euro gekostet. ​

11.04 Uhr: Dilek Kalayci - Falsche Zeit für Impfpflicht-Diskussion

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hält nichts davon, gegenwärtig eine Impfpflicht für Pflegekräfte in Altenheimen ins Gespräch zu bringen. „Die Diskussion kommt zur Unzeit“, teilte die SPD-Politikerin am Dienstag auf Anfrage mit. „Prioriät muss die Beschaffung von mehr Impfstoff haben.“ Kalayci widersprach damit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), der eine Debatte darüber gefordert hatte.

„Wir müssen uns überlegen, ob wir für die besonders hochsensiblen Bereiche, das sind die Alten- und Pflegeheime, den Schutz besonders erhöhen“, sagte Söder am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Wenn man höre und lese, dass sich dort wenige Pflegekräfte impfen lassen wollten, müsse man darüber diskutieren. „Der deutsche Ethikrat sollte sich damit beschäftigen.“ Der CSU-Chef hatte sich bereits in der „Süddeutschen Zeitung“ entsprechend geäußert.

10.46 Uhr: Zunächst täglich nur 120 Impfungen im Erika-Heß-Eisstadion

Die Impfungen im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding sollen nach Informationen der Berliner Morgenpost am Donnerstagmorgen beginnen. Zunächst sollen dort 120 Impfungen täglich durchgeführt werden. In Abständen von 1,5 Stunden sollen Personengruppen geimpft werden. Verimpft wird lediglich der neu zugelassene Impfstoff des US-Herstellers Moderna. Die erste Lieferung von 2400 Impfdosen ist nach Angaben der Senatsgesundheitsverwaltung am Dienstag in Berlin eingetroffen. Anschließend sollen alle zwei Wochen Lieferungen mit größeren Mengen nach Berlin kommen.

9.21 Uhr: Ministerin - Vor Hackerangriffen niemand geschützt

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat nach dem Hackerangriff auf eine Schulplattform von einer kriminellen Handlung gesprochen. „Also ehrlicherweise: Vor Hackerangriffen aus dem Ausland ist überhaupt niemand geschützt“, sagte sie am Dienstagmorgen im rbb-Inforadio. „Das kann passieren. Da wird mit Hochdruck dran gearbeitet, um das zu beseitigen.“

Die Schul-Cloud des Hasso-Plattner-Instituts war Ziel eines Hackerangriffs geworden. Wegen eines DDoS-Angriffs kam es zu „kurzzeitigen Ausfällen“, wie eine Sprecherin des Instituts bestätigte. Bei solchen Angriffen wird eine Seite von vielen Computern gleichzeitig angefragt und damit blockiert.

6 Uhr: Berliner Senat berät über Einschränkung der Bewegungsfreiheit

Der Berliner Senat berät über neue Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie (Pressekonferenz 13 Uhr). Konkret geht es um eine neue Regel zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern ab der Stadtgrenze. In Brandenburg und anderen Bundesländern gilt die neue Regel schon. Angesichts der weiterhin großen Zahl von Corona-Neuinfektionen wird Berlin sie wohl ebenfalls einführen.

Für Bewohner von Brandenburger Corona-Hotspots sind touristische Reisen und Sport außerhalb eines Radius von 15 Kilometern um ihren Landkreis oder ihre kreisfreie Stadt seit Samstag untersagt. Das gilt bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Weg zur Arbeit, Einkäufe und Arztbesuche bleiben erlaubt. Die Regelung geht auf eine Vereinbarung von Bund und Ländern zur Verlängerung des Lockdowns in der Vorwoche zurück.

Im Gespräch sind dem Vernehmen nach auch mehr Ausnahmen bei den strikten Kontaktbeschränkungen. Seit Sonntag sind private Zusammenkünfte in Berlin nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Ist diese Person alleinerziehend, werden deren Kinder nicht mitgezählt. Geprüft wird nun, ob die Kinderregelung erweitert wird.

Interaktive Karte: Das würde der 15-km-Radius für Sie bedeuten

5.30 Uhr: Zweiter Corona-Impfstoff in Berlin und Brandenburg erwartet

In Berlin und Brandenburg sollen am Dienstag die ersten Chargen Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna eintreffen. Nach Angaben der Gesundheitsverwaltung handelt es sich jeweils um 2400 Dosen für die beiden Länder. Das bedeutet Impfstoff für 1200 Menschen, weil für jeden zwei Impfungen notwendig sind. Weitere Lieferungen sind demnach alle zwei Wochen geplant.

Der Moderna-Impfstoff nicht so anspruchsvoll, was die Tiefkühlung angeht, aber dafür noch empfindlicher beim Transport. Deshalb sei er nicht für Impfungen im mobilen Bereich geeignet. Stattdessen soll er in den neu eingerichteten Impfzentren eingesetzt werden. In Berlin gehen sie an das Impfzentrum im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding, das am Donnerstag öffnen soll.

+++ Montag, 11. Januar 2021 +++

22.42 Uhr: KMK-Chefin wirbt um Verständnis bei frustrierten Schülern und Eltern

Angesichts andauernder Schwierigkeiten mit überlasteten Lernplattformen für Schulen wirbt die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, um Verständnis bei frustrierten Kindern und Eltern. Dass Server in Schulen manchmal nicht funktionierten, sei ärgerlich, sagte die brandenburgische Bildungsministerin (SPD) am Montagabend in den ARD-„Tagesthemen“. „Aber was wir in den vergangenen fünf bis acht Jahren versäumt haben an Initiativen für die digitale Bildung, holen wir nicht in sechs bis neun Monaten auf.“ Sie fügte an: „Ich gebe zu, wir wären gerne woanders.“

Auf die Frage, warum nicht leerstehende Theater oder Messehallen für die Schulen angemietet werden können, sagte Ernst, die Idee sei gut, aber begrenzt umsetzbar, weil beim Unterricht ja nicht eine Gruppe den ganzen Tag zusammenkomme. Zum Thema Schulschließungen sagte sie, die Kultusminister wollten keinen Automatismus anhand der Infektionsstatistik. „Wir möchten genau hingucken und die Gesamtsituation beurteilen.“

21.58 Uhr: Schul-Cloud in Brandenburg von Hackern angegriffen

In Brandenburg ist die Schul-Cloud des Hasso-Plattner-Instituts am Montag Ziel eines Hackerangriffs geworden. Auf der Seite wurde nach einem Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) ein Hinweis eingeblendet, wonach es infolge eines DDoS-Angriffs zu Verzögerungen und Erreichbarkeitsproblemen komme. Bei solchen Angriffen (Distributed Denial of Service Attack, wörtlich: verteilter Dienstverweigerungsangriff) wird eine Seite von einer Vielzahl von Computern gleichzeitig angefragt und damit blockiert.

Eine Sprecherin des Instituts bestätigte dem RBB den Angriff. Im Laufe des Tages habe es massenhafte Zugriffe aus dem Ausland gegeben. Mittlerweile soll die Cloud aber wieder uneingeschränkt funktionieren. Die Schul-Cloud wird in Brandenburg nach früheren Angaben des Bildungsministeriums von mindestens 562 Schulen für den Distanzunterricht genutzt. Namensgeber des Hasso-Plattner-Instituts ist der Gründer des SAP-Konzerns.

20.56 Uhr: Corona-Gegner demonstrieren mit Autokorso

Am Montagabend haben Corona-Kritiker in Berlin mit einem Autokorso gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern protestiert. Angemeldet war die Demonstration von 19 bis 21 Uhr, teilte das Lagezentrum der Berliner Polizei auf Anfrage mit. Wie viele Autofahrer an der Aktion teilnahmen, konnte das Lagezentrum am Abend nicht sagen. Die Demonstration wurde von Beamten begleitet.

Auf Twitter-Videos war zu sehen, wie die Demonstranten mit eingeschalteter Warnblinkanlage laut hupend durch die Wohnstraßen fuhren. Einige Teilnehmer hatten auch Fahnen dabei. Sie fuhren u.a. auf dem Südwestkorso und über die Kantstraße. Twitter-User schrieben, dass auch durch Steglitz und Friedenau (Tempelhof-Schöneberg) der Autokorso rollte.

18.26 Uhr: Studie in Mitte könnte Auswirkung auf Impfstrategie haben

Die Ergebnisse der Corona-Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) im Bezirk Mitte könnten auch in eine Anpassung der Impfstrategie einfließen. Das sagte Studienleiterin Dr. Claudia Santos-Hövener auf Nachfrage der Berliner Morgenpost. Bis spätestens Anfang Februar sollen die ersten Eckdaten ausgewertet sein. Anhand dieser könne man etwa abschätzen, welche Gruppen in der Bevölkerung besonders von schweren Verläufen einer Covid-19-Erkrankung betroffen sind. Außerdem wollen die Wissenschaftler mithilfe der Studie herausfinden, wie hoch die Dunkelziffer und der Anteil symptomloser Infizierter in der Bevölkerung ist.

Der Bezirk Mitte ist einer von vier untersuchten Gebieten der Studie „Corona Monitoring lokal“. Neben Mitte sind dies Kupferzell (Baden-Württemberg), Bad Feilnbach und Straubing (beide Bayern). Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

17.35 Uhr: Senat teilt Krankenhäusern 15 Prozent des Impfstoffes zu

Berlins Krankenhäuser werden in den kommenden Wochen jeweils 15 Prozent der angelieferten Mengen des Impfstoffes von Biontech und Pfizer erhalten, um ihr medizinisches Personal zu schützen. Das geht aus einem Schreiben von Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz an die Berliner Notfallkrankenhäuser hervor. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

16.45 Uhr: Kita-Erzieher wollen Brandbrief an Bildungssenatorin Scheeres schreiben

Ein weiterer Brandbrief soll bald Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) erreichen – diesmal von den Erziehern. Für die Kitas gebe es weiterhin keine klaren Lösungen, die Schutzmaßnahmen dort seien ungenügend, es fehle auch an Schnelltests, heißt es von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

„Das Haus von Frau Scheeres weigert sich, klare Regeln dafür zu schaffen, welche Kinder auch im Lockdown Anspruch auf Betreuung haben – eine Zumutung für Beschäftigte und Eltern“, sagt die Berliner GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik.

Tatsächlich bieten die Kitas in Berlin aktuell eine „Notversorgung“ und keine Notbetreuung an. Die Eltern müssen den Kitaleitungen gegenüber nur ihren „außerordentlich dringlichen Betreuungsbedarf“ erläutern, um das Kind weiterhin in der Kita abzugeben. Dazu gehört auch die „Vermeidung von Verdienstausfällen“.

16.30 Uhr: BVG bietet Fahrdienst zum Impfzentrum in Treptow

Die BVG hat für Berliner mit einem Termin im Impfzentrum Arena in Treptow einen kostenlosen Fahrservice mit Kleinbussen vom Parkhaus des Einkaufszentrums „Park-Center“ eingerichtet. Direkt am Impfzentrum gebe es keine Parkplätze, hieß es. Die beiden Kleinbusse sind laut BVG täglich von 8 Uhr bis 18.30 Uhr unterwegs.

Abfahrt ist an der Haltestelle Beermannstraße (wie Linien 104, 166, 194). Das Impfzentrum ist - mit einem Fußweg von etwa 600 Metern - auch mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar. Neben den Buslinien empfiehlt sich laut BVG vor allem die Anbindung mit der S-Bahn (Bahnhof Treptower Park)

16.15 Uhr: Alle drei Corona-Ampeln in Berlin jetzt auf Rot

In Berlin sind 26 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 1591.

1036 neue Infektionen wurden bestätigt, 340 waren es gestern. 17.455 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 17.870 waren es gestern. 88.187 Menschen gelten inzwischen als genesen. Bisher wurden in Berlin laut aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts 32.014 Menschen geimpft.

426 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, einer weniger als gestern. 1586 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 14 weniger als gestern.

Zum ersten Mal steht Berlins Corona-Ampel bei allen drei Kriterien auf Rot. Auch bei der sogenannten Reproduktionszahl (R-Wert) ist mit 1,47 nun der als kritisch definierte Bereich erreicht. Der R-Wert beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Um die Pandemie zu bremsen, müsste der Wert deutlich kleiner sein als 1. Bei den anderen beiden Indikatoren der Ampel, den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (aktuell 190,8) und der Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten (derzeit 33 Prozent), steht die Ampel schon länger auf Rot.

„Die drei roten Ampeln werfen die Frage auf, ob die Beschränkungen, die wir uns auferlegt haben, reichen werden“, erklärte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). „Wir müssen unsere Mobilität weiter einschränken. Bis der Impfschutz für uns alle greifen kann, sollten wir so die Infektionen in den Griff bekommen.“

Fallzahlen in den Bezirken

15.40 Uhr: Umfrage - Mehrheit der Hotels und Gaststätten bangen um Existenz

Die Mehrheit der Hotels und Gaststätten in Brandenburg sieht sich in der Corona-Pandemie laut einer Umfrage in ihrer Existenz gefährdet - auch wegen fehlender finanzieller Hilfen. 70 Prozent der Betriebe befürchteten eine Pleite, wie eine Befragung des Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg (Dehoga) ergab. Rund 17 Prozent der Befragten denken demnach über die Aufgabe ihres Betriebes nach.

15.20 Uhr: Bezirksamt warnt vor gefälschten Impf-Einladungen

Aufforderungen zum Impfen gegen das Coronavirus versendet in Berlin ausschließlich die Senatsgesundheitsverwaltung. In Tempelhof-Schöneberg kursieren Fälschungen. Den ganzen Artikel lesen Sie HIER!

15.06 Uhr: Impfstoff ist in Brandenburg schon verplant

Die Menge an Corona-Impfstoff ist in Brandenburg vorerst so begrenzt, dass über die Hotline nur noch wenige neue Termine vergeben werden. „Die Impfungen in stationären Pflegeeinrichtungen haben Priorität“, teilte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montag mit. Allen rund 25.000 Bewohnern von Pflegeheimen solle bis Mitte Februar ein Impfangebot gemacht werden. „Es wird perspektivisch aber genug Impfstoff für alle Impfwilligen zur Verfügung stehen.“

Bis Mitte Februar könnten laut Ministerium 84.000 Menschen geimpft werden. Das wären etwas mehr als drei Prozent der Bevölkerung. Insgesamt rund 280.000 Menschen sollen zuerst geimpft werden - das sind über 80-Jährige, Pflegeheimbewohner, Pflegepersonal, Gesundheitspersonal mit hohem Ansteckungsrisiko.

14.51 Uhr: Kassenärztliche Vereinigung lehnt Wahlmöglichkeit für Impfstoff ab

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hält nichts von der in Berlin geplanten Wahlmöglichkeit für Corona-Impfstoff. „Dieser Vorschlag verwirrt die Bevölkerung mehr, als dass er hilft“, sagt eine Sprecherin der KV Berlin am Montag auf Anfrage und verwies auf die aktuelle Knappheit der Vakzine. „Da nicht bekannt ist, dass ein Impfstoff besser als der andere ist, sollte den Menschen vielmehr vermittelt werden, dass man allen zugelassenen Impfstoffen vertrauen kann.“

14.38 Uhr: Kerzen sollen an Corona-Tote erinnern

Eine Berliner Initiative will die bisher mehr als 40.000 Corona-Toten in Deutschland mit Kerzen sichtbar machen. Seit Anfang Dezember zünden Menschen in nunmehr etwa 25 Städten und Gemeinden jeweils sonntags zum Sonnenuntergang an öffentlichen Plätzen Kerzen für die Toten an. „Wir haben das angestoßen. Jetzt nimmt es hoffentlich breitere Formen an“, sagte der Journalist Christian Y. Schmidt über die Initiative „Corona-Tote sichtbar machen“. Er hat sie gemeinsam mit der Künstlerin Veronika Radulovic ins Leben gerufen und am Stierbrunnen im Berliner Prenzlauer Berg die ersten Kerzen aufgestellt.

13.46 Uhr: Polizei: 191 Corona-Verstöße in Brandenburg

Die Brandenburger Polizei hat am vergangenen Wochenende bei Kontrollen 191 Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt - allerdings nicht gegen den neuen 15-Kilometer-Radius. „Es wurden insgesamt acht Strafanzeigen und 199 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gefertigt“, teilte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, am Montag in Potsdam mit. „Damit liegt das letzte Wochenende etwa im Schnitt unserer Feststellungen der vergangenen Wochenenden.“ Er nannte mehrere Versammlungen als Beispiele für Strafanzeigen.

12.45 Uhr: 32.014 Menschen in Berlin gegen das Coronavirus geimpft

In Berlin haben sich mittlerweile 32.014 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Das sind 1026 Geimpfte mehr als am Vortag. Diese aktuellen Zahlen meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmittag. Berlin hat damit eine Impfquote (Impfungen pro 1000 Einwohner) von 8,7. Insgesamt wurden in Deutschland nunmehr 613.347 Menschen geimpft. Die deutschlandweite Impfquote liegt bei 7,4. Die höchste Impfquote mit 15,6 hat weiterhin Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Zahlen zu den Impfungen in Deutschland erhalten Sie auf den Seiten des RKI.

13.27 Uhr: Besuchereinbruch in der Gedenkstätte Hohenschönhausen

Mit der Corona-Pandemie sind im einstigen Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit in Hohenschönhausen die Besucherzahlen drastisch gesunken. 2020 kamen genau 107 051 Interessierte, teilte die Gedenkstätte am Montag mit. Das seien etwa 350 000 Besucher weniger gewesen als noch 2019.

Die Gedenkstätte mit original erhaltenen Verhörräumen und Zellen war dreieinhalb Monate für das Publikum komplett geschlossen. Von Juni bis Oktober gab es demnach Führungen in kleinen Gruppen mit besonderen Hygiene- und Schutzvorschriften. Nur im Januar und Februar sei der Zustrom ähnlich wie 2019 gewesen, hieß es.

12.35 Uhr: Berlin plant zahlreiche Ausnahmen bei Bewegungseinschränkung

Berlin plant zahlreiche Ausnahmen, sollte die Bewegungsfreiheit wegen einer erhöhten Ansteckungszahl eingeschränkt werden. Bei einer Corona-Inzidenz von mehr als 200 sollen sich Berliner nicht weiter als 15 Kilometer aus der Stadt bewegen. Aktuell liegt die Zahl bei 191. Sie war in den vergangenen Tagen jeweils stark gestiegen, so dass die Regel schon ab Dienstag gelten könnte.

Allerdings plant der Senat zahlreiche Ausnahmen, zum Beispiel für Fahrten zum Arbeitsplatz, einen Arztbesuch oder die Pflege eines Gartengrundstücks. Berlin will sich damit an der bereits seit diesem Wochenende in Brandenburg geltende Regel orientieren.

Senatssprecherin Melanie Reinsch verwies darauf, dass die Menschen in Berlin im Zuge des bis Ende Januar verlängerten Lockdowns schon jetzt ihre Wohnung nur aus triftigem Grund verlassen dürften. „Das gilt auch heute schon.“

12.02 Uhr: Berliner CDU will aktuelle Stunde zum Schulchaos

Das Chaos um die schnelle Öffnung für einen Wechselunterricht für die Schulen soll am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus ein Thema werden. Die Berliner CDU beantragte zum Thema „Schulöffnungschaos“ eine Aktuelle Stunde. „Bildungssenatorin Scheeres und ihre führenden Parteifreunde haben sich in der Krise als untauglich erwiesen, die Senatorin steht zunehmend alleine da“, sagt Dirk Stettner, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Diese „Panne“ sei „beispielgebend für das miserable Krisenmanagement der SPD-Bildungssenatorin“. Tatsächlich hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) heute Morgen Fehler in der Kommunikation beim Thema der geplanten Schulöffnung eingeräumt.

11.50 Uhr: Ministerin hält Öffnung der Grundschulen für unsicher

Eine Öffnung der Grundschulen in Brandenburg noch im Januar für den Wechsel mit dem Lernen zuhause ist nach Ansicht der Landesregierung wegen der hohen Corona-Infektionszahlen nicht sicher. „Sollte es in der nächsten Woche zu einer deutlichen Senkung kommen, gäbe es die Möglichkeit, schon in der Woche vor den Ferien die Grundschulen zu öffnen“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) im Gesundheitsausschuss des Landtags. Sie betonte aber: „Im Moment geben die Werte keinerlei Anlass, eine Schule zu öffnen.“

11.30 Uhr: FDP-Fraktionschef Czaja: Senat hat sich zu lange um Teststrategie gedrückt

Der Oppositionspolitiker und FDP-Fraktionsvorsitzende in Berlin, Sebastian Czaja, sagte der Berliner Morgenpost, es sei notwendig, dass die Politik pragmatische Lösungen finde, die eine mittelfristige Perspektive für eine schrittweise Öffnung des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens eröffneten. Der Senat allerdings habe sich viel zu lange um eine Teststrategie gedrückt.

11.15 Uhr: Brandenburg auf Platz drei der Neuinfektionen - Regierung besorgt

Die Brandenburger Landesregierung hat sich wegen der hohen Zahl der Corona-Ansteckungen sehr besorgt gezeigt. „Wir sind im bundesdeutschen Ranking danach hinter Sachsen und Thüringen die Drittbetroffensten im Moment“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Der Wert neuer Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche liege bei 299. Die Infektionszahlen nähmen zu, es gebe teils noch Nachmeldungen von Silvester und Neujahr.

„Die Richtung geht im Moment weiterhin nach oben“, stellte Nonnemacher fest. Von Sonntag bis Montag kamen 511 neue Fälle hinzu, einige Daten fehlten aber. Am Sonntag hatte das Land 669 neue Corona-Ansteckungen gemeldet, vor einer Woche noch 296. Seit Samstag gelten in Brandenburg schärfere Corona-Regeln.

10 Uhr: Berliner Wirtschaft fordert mehr Corona-Schnelltests

Die Wirtschaft in Berlin fordert einen verstärkten Einsatz von Schnelltests, um die Rückkehr zu einem normaleren wirtschaftlichen Leben schneller zu ermöglichen. Die Präsidentin der Berliner Industrie und Handelskammer (IHK), Beatrice Kramm, sagte im Doppel-Interview mit Handwerkskammer-Präsidentin Carola Zarth der Berliner Morgenpost, sie hielte das für sinnvoll. „Schnelltests sind fast unverzichtbar, solange wir nicht ein Impfstadium erreicht haben, das ein entspanntes Miteinander ermöglicht“, so Kramm weiter.

Auch Handwerkskammer-Präsidentin Zarth sprach sich für den Einsatz von Schnelltests aus. Im Gebäudereiniger-Handwerk für Einsatzorte wie Krankenhäuser oder den Flughafen BER werde bereits heute mit den Antigen-Tests gearbeitet.

9.56 Uhr: Polizei stellt 11.000 Ordnungswidrigkeiten seit Pandemieausbruch fest

Die Polizei hat seit Beginn der Corona-Pandemie rund 11.000 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung des Berliner Senats festgestellt. Hinzu kämen die Verstöße, die von den Ordnungsämtern der Bezirke festgestellt worden seien, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. „In der großen Masse folgen die Berlinerinnen und Berliner den Regeln“, sagte Geisel. Im öffentlichen Raum seien aber deutlich mehr Menschen unterwegs als im ersten Lockdown im Frühjahr dieses Jahres. Die Auslastung der BVG liege bei etwa 50 Prozent. Das sei „deutlich mehr“ als im ersten Lockdown. Die Maßnahmen des zweiten Lockdown hätten daher noch nicht dazu geführt, dass die Pandemie so eingedämmt werden konnte, wie es gewünscht sei.

9.30 Uhr: Müller sieht keine Chance für Impfstoff-Produktion in Berlin

Der Regierende Bürgermeister und Wissenschaftssenator hält es für praktisch unmöglich, in Berlin eine Produktionsstätte für einen Corona-Impfstoff aufzubauen. "Es ist kompliziert, das aus dem Boden zu stampfen", sagte Müller am Montagmorgen im Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses. Biontech sei dabei, eine bestehende Produktionsstätte umzurüsten. Eine ganz neue Fabrik zu etablieren, würde "mehrere Monate" dauern. "Wir wären nicht schneller mit der Impfstoffversorgung", sagte Müller.

Müller reagierte auf eine Anfrage der CDU. Die Union bezog sich auf die Aussage der Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) zu Forderungen, der Staat solle Lizenzen für die Impfstoffproduktion an andere Unternehmen die Versorgung mit dem Vakzin verbessern. Pop hatte der Morgenpost gesagt, es gehe dabei nicht um ein "Apfelkuchenrezept", das weiter gegeben werde und jeder könne es nachmachen. Müller sagte, neben den richtigen technischen Anlagen fehle es in Berlin auch an Fachpersonal. "Ein Impfstoff macht sich nicht nebenbei", sagte Müller.

8.35 Uhr: Müller räumt Fehler bei Plänen zur Schulöffnung ein

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat Fehler bei den Vorbereitungen zur raschen Wiedereröffnung der Schulen eingeräumt, die am vergangenen Freitag nach viel Kritik schließlich abgeblasen wurde. „Erstmal muss man sagen, dass es natürlich nicht gut gelaufen ist und wir da einen Fehler gemacht haben in der Kommunikation“, sagte der SPD-Politiker am Montag im rbb-Inforadio. „Weil der Eindruck erweckt wurde, als ob ab heute nun alle Schulen wieder öffnen sollen. Das ist natürlich überhaupt nicht der Fall gewesen.“

Ziel sei immer gewesen, analog zu gemeinsamen Bund-Länder-Beschlüssen und abhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen zunächst den Abschlussklassen zu ermöglichen, „im Präsenzunterricht in die Schulen zu kommen, weil es einfach für die wichtig ist, dass sie da einen entsprechenden Rahmen haben vor ihren Schulabschlüssen“, so Müller. „Und wir wollten einfach darstellen, wie schrittweise ein Beschulen aussehen kann, dass erst die Abschlussklassen kommen, dann die kleineren Jahrgänge von 1 bis 3, dann von 3 bis 6.“ Zumal andere Bundesländer hier „nicht so strikt wie wir“ vorgegangen seien und schon im Dezember oder Anfang Januar Abschlussklassen in den Schulen gehabt hätten und Mitte Januar die Grundschulen hätten öffnen wollen.

„Aber die Verunsicherung war groß“, so Müller. „Viele Eltern und Lehrer hatten Sorge, dass auf einmal zu viele sich wieder in der Schule treffen. Und da musste man es eben auch korrigieren.“ Mehr zum Thema lesen Sie hier.

6.25 Uhr: Erhöhtes Arbeitsaufkommen in den Berliner Krematorien

In den Krematorien in Berlin und Brandenburg werden immer mehr Corona-Tote eingeliefert. In den Krematorien in Berlin sei ein erhöhtes Arbeitsaufkommen deutlich spürbar, sagte der Sprecher der Bestatter-Innung Berlin-Brandenburg, Fabian Lenzen. Man könne den Anforderungen aber uneingeschränkt gerecht werden. Die beiden Berliner Krematorien Ruhleben und Treptow verfügten über verhältnismäßig umfangreiche Kühlkapazitäten. In beiden Bundesländern sei über die Feiertage zum Teil ein Rückstau entstanden, weil durch die geschlossenen Standesämter nicht die notwendigen Papiere ausgestellt werden konnten.

Die Bestatter-Innung Berlin-Brandenburg und der Bundesverband Deutscher Bestatter forderten, dass Bestatter sowie Friedhofs- und Krematorienpersonal bei den Corona-Impfung bevorzugt berücksichtig werden sollten. Schließlich seien sie für die Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung unverzichtbar, sagte Fabian Lenzen.

6 Uhr: Reinickendorfer Amtsarzt kritisiert mangelndes Impfkonzept

Der Amtsarzt von Reinickendorf, Patrick Larscheid, vermisst ein Impfkonzept für die breite Bevölkerung. Der Impfstoff des Herstellers AstraZeneca werde wahrscheinlich zeitnah zugelassen, sagte er. Anders als die Impfstoffe der Hersteller Biontech und Moderna lasse er sich wegen einer einfacheren Logistik auch in Arztpraxen einsetzen. „Für diese Breite gibt es in Berlin aber bisher kein Impfkonzept“, kritisierte Larscheid.

5.30 Uhr: Novemberhilfen sollen in wenigen Tagen ausgezahlt werden

Viele Berliner Hotels, Restaurants und Geschäfte warten seit Wochen auf die Auszahlung der beantragten Novemberhilfen - nun könnte es in wenigen Tagen soweit sein. „Wir gehen davon aus, dass uns die Bearbeitung der Anträge ab der nächsten Woche möglich ist“, teilte die Investitionsbank Berlin (IBB) mit. Bis zum vergangenen Donnerstag sind laut IBB aus Berlin etwas mehr als 24.000 Anträge auf Novemberhilfe mit einem Fördervolumen von rund 319,2 Millionen Euro eingegangen.

5.02 Uhr: Erst fünf Grippe-Fälle in Berlin gemeldet

Die Grippe-Saison 2020/21 ist in Berlin nach bisherigen Meldedaten äußerst verhalten angelaufen. Die Gesundheitsämter meldeten seit Anfang Oktober nur fünf bestätigte Fälle, wie aus einer Online-Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht (Stand 8. Januar). Eine Sprecherin des Berliner Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lageso) bestätigte die Korrektheit der Angabe. Vor rund einem Jahr waren etwa zu der Zeit bereits rund 300 Nachweise für die Saison erfasst worden - 60 Mal mehr.

+++ Sonntag, 10. Januar 2021 +++

18.30 Uhr: Weiteres Impfzentrum eröffnet im Erika-Heß-Eisstadion

In Wedding (Mitte) eröffnet am Donnerstag ein weiteres Impfzentrum im Erika-Heß-Eisstadion. Dort wird ausschließlich der Impfstoff des Herstellers Moderna gespritzt, in der Arena in Treptow das Mittel von Biontech/Pfizer. Die Berliner können sich damit mit der Wahl des Impfzentrums für einen Hersteller entscheiden.

Nach der Öffnung des Standortes im Erika-Heß-Eisstadion am Donnerstag könnte als nächstes ein Zentrum mit dem Biontech-Impfstoff auf dem Messegelände in Charlottenburg folgen. Im Velodrom in Pankow soll es erst Ende Februar losgehen. Insgesamt plant Berlin sechs Impfzentren.

17.32 Uhr: Drittes Brandenburger Impfzentrum startet im Flughafen Schönefeld

Im alten Flughafen Schönefeld (Dahme-Spreewald) wird am Montag (12.45 Uhr) das dritte Brandenburger Impfzentrum eröffnet. Dort solle medizinisches Personal der Bundeswehr die Impfungen gegen das Coronavirus vornehmen, hatte das Gesundheitsministerium erklärt. Am vergangenen Dienstag waren in Potsdam und Cottbus die ersten beiden Impfzentren für die Bürger in Betrieb gegangen. Bis Anfang Februar sollen in Brandenburg insgesamt elf Impfzentren am Netz sein. Das alte Flughafengebäude gehört als Terminal 5 zum neuen Flughafen BER.

Der Zutritt zu einem Impfzentrum ist nur nach einer Terminbestätigung möglich. Derzeit können nur Termine für über 80-Jährige und besonders gefährdete Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vereinbart werden. Weitere Bevölkerungsgruppen sollen folgen. Im Land Brandenburg werden Termine für die Corona-Schutzimpfung nur telefonisch über die Rufnummer 116 117 vergeben.

17.26 Uhr: SPD-Fraktionschef rügt AfD-Aufruf zur Öffnung von Geschäften

Der SPD-Fraktionschef im Brandenburger Landtag hat den AfD-Landtagsabgeordneten Dennis Hohloch scharf gerügt, weil dieser trotz des Lockdowns einen Aufruf zur Öffnung von Geschäften und der Gastronomie in einem sozialen Netzwerk veröffentlicht hat.

Es sei schlimm genug, wenn AfD-Politiker immer wieder die Corona-Regeln ignorierten und an Demonstrationen ohne Abstand und Masken teilnähmen, sagte Erik Stohn. „Jetzt ist ein neuer Höhepunkt von Rücksichtslosigkeit erreicht, wenn Dennis Hohloch mit Menschen sympathisiert, die den offenen Rechtsbruch zum Ziel haben“, sagte Stohn.

17.20 Uhr: Betrugsprozess um Corona-Soforthilfen beginnt

Mutmaßlich erschlichene Coronahilfen beschäftigen am Montag das Landgericht München I. Ein 31 Jahre alter Mann ist angeklagt, in mindestens 91 Fällen unberechtigterweise Corona-Soforthilfe beantragt zu haben - und zwar auch gleich in mehreren Bundesländern. Die Klage bezieht sich auf Fälle in Bayern, Berlin, Baden-Württemberg, Saarland, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Der Gelsenkirchener, der zuletzt in London lebte, soll mit Scheinidentitäten mehr als 2,5 Millionen Euro beantragt haben. Knapp 68.000 davon wurden ausgezahlt.

16.15 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich in Berlin 200

In Berlin sind fünf weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 1565. 340 neue Infektionen wurden bestätigt, 732 waren es gestern. 17.870 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 18.064 waren es gestern. 86.762 Menschen gelten inzwischen als genesen. 427 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, 21 weniger als gestern. 1600 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern. Vier Bezirke (Mitte, Neukölln, Pankow und Treptow-Köpenick) meldeten allerdings keine aktuellen Zahlen. Die Nachmeldungen kommen dann in den folgenden Tagen.


Die Berliner Corona-Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 1,52 Grün. Die Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 33,2 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 190,6 auch weiter auf Rot. Vor Weihnachten hatte der Wert in Berlin deutlich über 200 gelegen und war danach gesunken. Inzwischen liegt er in fünf Bezirken wieder über 200 (Charlottenburg-Wilmersdorf, Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf, Spandau, Treptow-Köpenick). In Spandau erreicht er sogar den Wert von 300,2.

Der Senat hatte angekündigt, bei so hohen Infektionszahlen zu prüfen, ob ähnlich wie in Brandenburg auch für die Hauptstadt eine neue Regel zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit gelten soll.

Fallzahlen in den Bezirken

7-Tage-Inzidenz in den Bezirken

16 Uhr: Wir starten unser neues Newsblog zum Coronavirus in Berlin. Alle bisherigen Entwicklungen finden Sie hier.