Corona-Pandemie

Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Berlin

Der bundesweite Teil-Lockdown ist in Kraft getreten. Zusätzlich gelten in Berlin weitere Regeln. Wir geben einen Überblick.

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

Beschreibung anzeigen
  • Der bundesweite Teil-Lockdown wegen der Corona-Pandemie ist seit dem 2. November 2020 in Kraft getreten und gilt bis zum 30. November.
  • Die deutschlandweiten Regeln gelten auch in Berlin, mit einigen wenigen Abweichungen.
  • Gastronomische und touristische Einrichtungen müssen schließen - genau wie etwa Theater, Konzerthäuser oder Kinos.
  • Im öffentlichen Raum kommt es zu neuen Kontaktbeschränkungen, an vielen Orten gilt eine Maskenpflicht.
  • Die Berliner Morgenpost listet die Corona-Regeln auf, die in Berlin gelten.

Berlin. Der bundesweite Teil-Lockdown ist in Kraft getreten: Wegen der stetig steigenden Zahl der Coronavirus-Infektionen haben sich die Ministerpräsidenten der Länder bei einer Video-Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf weitreichende Beschränkungen des öffentlichen Lebens verständigt. Der Berliner Senat beschloss, die Bund-Länder-Vereinbarungen für die Hauptstadt weitestgehend zu übernehmen. In einzelnen Punkten gibt es allerdings Abweichungen.

Welche Folgen haben die Beschränkungen für das öffentliche Leben in Berlin? Wie genau sehen die Corona-Maßnahmen aus? Welche Einrichtungen müssen geschlossen werden? Was darf geöffnet bleiben? Welche weiteren Einschränkungen gelten in Berlin? Auf welchen Straßen gilt die Maskenpflicht? Welche Kontakte in der Öffentlichkeit bleiben erlaubt?

Alle Nachrichten zum Coronavirus in Berlin, Deutschland und der Welt: In unserem Newsblog berichten wir über die aktuellen Corona-Entwicklungen in Berlin und Brandenburg. Die deutschlandweiten und internationalen Coronavirus-News können Sie hier lesen. Welche Corona-Regeln im Teil-Lockdown in Berlin gelten, erfahren Sie hier. Zudem zeigen wir in einer interaktiven Karte, wie sich das Coronavirus in Berlin, Deutschland, Europa und der Welt ausbreitet.

Die Berliner Morgenpost listet an dieser Stelle die Verschärfungen der Corona-Regeln und die bereits bestehenden Maßnahmen auf.

Berliner Corona-Regeln - was im November geschlossen oder verboten ist

  • Restaurants, Bars, Kneipen, Clubs und ähnliche Einrichtungen. Erlaubt ist die Lieferung und Abholung von Speisen.
  • Touristische Übernachtungsangebote im Inland sind verboten. Zwingende Dienstreisen bleiben erlaubt.
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum und im Innenraum ist nur allein oder mit Personen des eigenen Haushalts und zwei weiteren Personen aus verschiedenen Haushalten oder ein Haushalt plus ein weiterer Haushalt (maximal zehn Personen) erlaubt. Diese Regelung gilt nicht für Kinder bis zwölf Jahren aus einer gemeinsamen Betreuungs- und Unterrichtsgruppe.
  • Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kinos, Messen
  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 50 gleichzeitig Anwesenden sind verboten. Unabhängig davon sind Konzerte, Theater-, Opern- und Konzerthausaufführungen, musikalische und künstlerische Darbietungen vor körperlich anwesenden Publikum einschließlich Tanzveranstaltungen und Veranstaltungen, die dem Kultur-, Freizeit- und Unterhaltungsbereich zuzuordnen, verboten.
  • Freizeitparks
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen
  • Bordelle, erotische Massagesalons
  • Freizeit- und Amateursport
  • Tanzstudios
  • Schwimmbäder, Saunen, Spaßbäder, Dampfbäder, Thermen
  • Fitnessstudios, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios
  • Im Profisport sind nur Geisterspiele erlaubt
  • Weihnachts- und Jahrmärkte
  • Aquarium und Tierhäuser im Zoologischen Garten und im Tierpark
  • Das Alkoholverkaufsverbot zwischen 23 und 6 Uhr bleibt bestehen

Teil-Lockdown in Berlin - Was geöffnet oder erlaubt bleibt

  • Schulen und Kitas
  • Groß- und Einzelhandel mit maximal einem Besucher pro 10 Quadratmeter
  • Friseursalons
  • Physiotherapien
  • Kirchen/Gottesdienste
  • Leihbetrieb in Bibliotheken
  • Zoo und Tierpark (Aquarium und Tierhäuser bleiben aber geschlossen)
  • Restaurants dürfen rund um die Uhr Speisen zum Mitnehmen anbieten
  • Kantinen dürfen öffnen. Zwei Personen dürfen an einem Tisch sitzen
  • Kinder bis zwölf Jahre dürfen in festen Gruppen von maximal zehn Personen im Freien Sport betreiben

Eine ausführliche Auflistung der Geschäfte und Gewerbe, die geschlossen werden müssen, finden Sie auf den Seiten der Berliner Senatskanzlei.

Kontaktbeschräkungen wegen Corona in Berlin - das sind die Ausnahmen

Im öffentlichen und privaten Raum gelten bis zum Ablauf des 30. November 2020 strenge Kontaktbeschränkungen. Der Aufenthalt dort ist nur allein, mit Angehörigen des eigenen Haushalts und maximal zwei weiteren Personen verschiedener Haushalte sowie für Personen aus maximal zwei Haushalten gestattet. In jedem Fall dürfen nicht mehr als zehn Personen zeitgleich anwesend sein. Ausnahmen von diesem Zerstreuungsgebot gelten in folgenden Fällen:

  • Für Kinder unter 12 Jahren, sofern sie einer gemeinsamen Betreuungs- oder Unterrichtsgruppe angehören.
  • Für die Durchführung von pädagogisch begleiteten Außenaktivitäten von Schulen, Kitas oder im Rahmen privat organisierter Kinderbetreuung oder Jugendhilfe.
  • Für Vertreter der Presse und Medien, sofern der Aufenthalt im öffentlichen Raum der Berichterstattung dient.
  • Bei der Benutzung des öffentlichen Personalverkehrs sowie in Fahrzeugen.
  • Bei der Ausübung beruflicher, mandatsbezogener oder ehrenamtlicher Tätigkeiten.
  • Für wohnungslose Menschen, sofern die zulässige Personenobergrenze von zehn Personen nicht überschritten wird.
  • Bei Beerdigungen und dazugehörigen Feierlichkeiten dürfen in Außenbereichen bis zu 50 Personen und in geschlossenen Räumen bis zu 20 Personen zusammenkommen. Die für die Durchführung der Beisetzung und der zugehörigen Feierlichkeiten erforderlichen Personen werden nicht mit einberechnet.

Maskenpflicht auf 33 Berliner Straßen

Der Berliner Senat zudem die Ausweitung der Maskenpflicht für Straßen in Berlin betroffen. Zunächst galt auf zehn Straßen die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Am Sonnabend, 31. Oktober 2020, sind 23 weitere Straßen hinzugekommen.

Der Senat hat in der Sitzung zudem klargestellt, dass die Maskenpflicht nur für Fußgänger gilt, nicht zum Beispiel für Fahradfahrer.

Lesen Sie auch: Maskenpflicht auf belebten Straßen: „Das versteht niemand“

Maskenpflicht in Berlin: Auf diesen Straßen muss man eine Maske tragen

Auf diesen Straßen gilt bereits eine Maskenpflicht:

  • Tauentzienstraße (Schöneberg, Charlottenburg)
  • Wilmersdorfer Straße (Charlottenburg)
  • Kurfürstendamm (Charlottenburg, Halensee, Wilmersdorf)
  • Altstadt Spandau
  • Schloßstraße (Steglitz)
  • Bergmannstraße (Kreuzberg)
  • Friedrichstraße (Mitte)
  • Karl-Marx-Straße (Neukölln)
  • Bölschestraße (Friedrichshagen)
  • Alte Schönhauser Straße (Mitte)

Auf diesen Berliner Straßen gilt seit 31. Oktober eine Maskenpflicht

  • Rosa-Luxemburg-Platz (Mitte)
  • Alexanderplatz (Mitte)
  • Rathausstraße im Ortsteil Mitte
  • Hermannplatz (Neukölln)
  • Hermannstraße (Neukölln)
  • Sonnenallee (Neukölln)
  • Breitscheidplatz (Charlottenburg)
  • Wittenbergplatz (Schöneberg)
  • Olympischer Platz (bei Veranstaltungen oder Spielen von Hertha BSC)
  • Hardenbergplatz (Charlottenburg)
  • Kottbusser Tor (Kreuzberg)
  • Lausitzer Platz (Kreuzberg)
  • Boxhagener Platz (Friedrichshain)
  • Potsdamer Platz (Mitte)
  • Rosenthaler Platz (Mitte)
  • Washingtonplatz/Europaplatz (Mitte)
  • Bebelplatz (Mitte)
  • Hackescher Markt (Mitte)
  • Lustgarten (Mitte)
  • Leipziger Platz (Mitte)
  • Pariser Platz (Mitte)
  • Unter den Linden und Karl-Liebknecht Straße beidseitig vom Pariser Platz bis zum Alexanderplatz
  • Turmstraße (Tiergarten)
  • Maskenpflicht gilt außerdem auf Wochenmärkten, Flohmärkten, Weihnachtsmärkten und in Warteschlangen und Shoppingmalls.

Weitere Corona-Regeln in Berlin - die Übersicht

Der Senat hat zudem weitere Corona-Regeln beschlossen, die am Sonnabend, 31. Oktober, in Kraft getreten sind. Bei einigen Regeln handelt es sich um Aktualisierungen und Präzisierungen bereits bestehender Maßnahmen.

  • Hochschulen müssen ihren Publikumsverkehr bis zum 31. März 2021 einstellen. Ausnahmen gebe es da, wo kein digitales Format möglich ist: Laborräume, medizinisch-klinische Lehre, künstlerischer Unterricht, Sportpraktischer Unterricht, Einführung von Studienbeginnenden.
  • Tankstellen, Bäckereien oder Verkaufsstellen auf Bahnhöfen dürfen bestimmte Waren, wie etwa Backwaren, Blumen und Zeitungen auch zwischen 23 und 6 Uhr verkaufen.
  • Maskenpflicht in Bürogebäuden
  • Maskenpflicht in Geschäften, Bussen, Bahnen, Gaststätten abseits des Tisches, Schulen.
  • Die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, für Personen, die aufgrund einer ärztlich bescheinigten gesundheitlichen Einschränkung keinen entsprechenden Schutz tragen können, für gehörlose und schwerhörige Menschen sowie für Personen, die durch eine anderweitige Vorrichtung den Ausstoß von Tröpfchenpartikeln und Aerosolen verhindern.