Corona

Coronavirus in Berlin - Hier finden Sie alle Informationen

Das Coronavirus breitet sich aus. Es gibt Hunderte Fälle in der Region. Worauf man jetzt achten muss, steht in dieser Übersicht.

Job-Abbau: Droht die Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt?

Geschäfte & Fabriken bleiben geschlossen – Millionen Beschäftigte bangen um ihren Job. Was könnte ihnen helfen? Sehen Sie eine Zusammenfassung der aktuellen Lage im Video.

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  • In Berlin breitet sich das Coronavirus immer weiter aus. Informationen über den Umgang mit dem Coronavirus erhalten Berliner unter der Telefonnummer 030 90 28 28 28, der Hotline der Gesundheitsverwaltung.
  • Für Coronavirus-Verdachtsfälle hat zudem die Berliner Feuerwehr und die Kassenärztliche Vereinigung einen Fahrdienst gestartet. Betroffene können den Dienst über die Telefonnummer 116 117 anfordern.
  • In Berlin wurden mehrere Untersuchungsstellen für begründete Abklärungsfälle eingerichtet. Ein Liste mit Adressen, Öffnungszeiten und wichtigen Hinweisen finden Sie unten.
  • Der Berliner Senat reagiert mit einschneidenden Maßnahmen auf die Verbereitung von Covid-19, das öffentliche Leben ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Es gilt eine Kontaktsperre, viele Geschäfte müssen schließen. Was ist erlaubt, was ist verboten? Was empfehlen Experten? Wie reagieren die Bezirke? Alle Infos in unserer Übersicht unten.
  • Gefährdet das Coronavirus die Eröffnung des BER? Flughafen-Chef Lütke Daldrup hält bislang an der Eröffnung des Airports im Herbst 2020 fest.

Berlin. Das neuartige Coronavirus breitet sich in Berlin immer weiter aus. Wie sollte man sich verhalten, wenn man selbst Symptome wie Husten oder Fieber hat? Wie kann man sich vor dem Coronavirus schützen? Was tun bei Quarantäne? Welche wirtschaftlichen Folgen hat Covid-19?

An dieser Stelle fassen wir alle Informationen zusammen, die für Menschen in Berlin und Brandenburg rund um das neuartige Coronavirus und Covid-19 relevant sind.

In einem Newsblog informieren wir laufend über alle Entwicklung zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg. Alle überregionalen und internationalen Coronavirus-News lesen Sie hier.

Sehen Sie auf unserer interaktiven Karte, wie sich das Coronavirus in den Berliner Bezirken, in Deutschland, in Europa und weltweit ausbreitet. Die Karte zeigt die Anzahl der bestätigten Coronavirus-Fälle, die Anzahl der Genesenen und die Zahl der Todesfälle. Außerdem können Sie sich die zeitliche Entwicklung der Verbreitung anschauen. Die Daten dieser Darstellung stammen von der Johns Hopkins University und Meldungen der deutschen Behörden (Robert-Koch-Institut sowie Kreis- und Landesgesundheitsämter).

Neben der interaktiven Coronavirus-Karte der Berliner Morgenpost bietet auch die Berliner Senatskanzlei Zahlen und grafische Aufbereitungen zur Verbreitung der Fälle an. Die Covid-19-Karten für Berlin finden Sie hier.

Was ist das Coronavirus?

Das neuartige Coronavirus oder auch „Covid-19“ für „Corona virus disease 2019“ wird durch das bis Dezember 2019 unbekannte SARS-CoV-2 ausgelöst. Der Verlauf ähnelt einer Lungenentzündung. Bei den meisten Menschen treten allerdings nur schwache Symptome auf.

Um einer Ausbreitung in Staaten, die über weniger leistungsfähige Gesundheitssysteme verfügen, entgegenzuwirken, rief die Weltgesundheitsorganisation am 30. Januar 2020 die internationale Gesundheitsnotlage aus.

Wo befinden sich Coronavirus-Untersuchungsstellen in Berlin?

In Berlin sind mittlerweile acht Untersuchungsstellen für das Coronavirus eingerichtet worden. Diese Abklärungsstellen sind räumlich getrennt vom normalen Klinikbetrieb. Wer befürchtet, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte allerdings zunächst die Coronavirus-Hotline der Berliner Senatsverwaltung (030 - 90 28 28 28) oder den eigenen Hausarzt anrufen.

Die Hotline ist täglich von 8 bis 20 Uhr besetzt. Coronavirus-Tests werden nur in begründeten Verdachtsfällen vorgenommen. Ob eine Diagnostik sinnvoll ist, entscheiden Mediziner nach einem Beratungsgespräch. Der Hals- und Rachenabstrich für einen Test kann dann sofort dort gemacht werden.

Wedding: Campus Virchow-Klinikum

Öffnungszeiten: Täglich von 8 bis 16 Uhr (auch an den Wochenenden)
Adresse: Mittelallee 1 in 13353 Berlin
Telefonnummer: Bitte vor Besuch bei der Hotline 030 - 90 28 28 28 anrufen.

Prenzlauer Berg: Vivantes Prenzlauer Berg

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Adresse: Diesterwegstraße, 10405 Berlin
Telefonnummer: Bitte vor Besuch bei der Hotline 030 - 90 28 28 28 anrufen.

Tempelhof: Vivantes Wenckebach-Klinikum

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Adresse: Albrechtstraße, 12099 Berlin
Telefonnummer: Bitte vor Besuch bei der Hotline 030 - 90 28 28 28 anrufen.

Lichtenberg: Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH)

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Adresse: Herzbergstraße 79 in 10365 Berlin
Telefonnummer: 030 54 72 38 16 (KEH)

Spandau: Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr
Adresse: Kladower Damm 221 in 14089 Berlin
Telefonnummer: Bitte vor Besuch bei Klinik-Hotline 030 36501 7222 anrufen

Charlottenburg: DRK Kliniken Berlin Westend

Öffnungszeiten: ab 9 Uhr
Adresse: Spandauer Damm 130, Haus 10, 14050 Berlin
Telefonnummer: 030 30 350 (DRK Kliniken Berlin Westend)

Spandau: Vivantes Klinikum Spandau

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 10 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 17 Uhr
Adresse: Nicht auf dem Klinikgelände, bitte der Ausschilderung folgen: Neuendorfer Straße 69, 13585 Berlin

Köpenick: DRK Kliniken Berlin Köpenick

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag ab 9 Uhr
Adresse: Salvador-Allende-Straße 2-8, Haus 5.3. Der separate Eingang zur Abklärungsstelle ist nur über die Salvador-Allende-Straße zugänglich. Dieser befindet sich rechts, ca. 50 Meter entfernt vom Eingang des Ärztehauses der DRK Kliniken Berlin Köpenick.
Telefon-Hotline: Unter der (030) 3035 3770 erhalten Sie mehr Informationen zu dem Diagnostikzentrum.

Die Übernahme der Kosten für den Test ist bundesweit einheitlich geregelt. Wenn der Arzt den Test für notwendig hält, werden die Kosten (59 Euro) auf den neuartigen Coronavirus vom Gesundheitsamt bzw. den Krankenkassen übernommen. Menschen ohne deutsche Krankenversicherung müssten eine Kostenübernahme direkt mit ihrer Versicherung klären.

Coronavirus in Brandenburg - Wichtige Nummern im Überblick

Landesweite Hotline: Mo. bis Fr., 9 bis 15 Uhr, Tel. 0331/8683-777.

Bilder der Corona-Krise in Berlin: Die Hauptstadt steht still

Coronavirus in Berlin - Wichtige Informationen im Überblick:

Coronavirus in Berlin: Schließung und Verbote von Veranstaltungen

  • Der Berliner Senat hat beschlossen, dass in Berlin alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen ab 50 Teilnehmern verboten sind. Kneipen, Clubs, Spielhallen, Spielbanken, Messen, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen dürfen nicht mehr geöffnet werden. Dasselbe gilt für Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Ausstellungen und ähnliche Einrichtungen und Vergnügungsstätten, ebenso für Prostitutionsstätten. Auch Musikschulen, Volkshochschulen, Jugendkunstschulen und ähnliche Einrichtungen dürfen nicht mehr geöffnet werden.
  • Ausnahmen gab es in Berlin zunächst für Restaurants und Gaststätten. Gaststätten durften zunächst nur noch in der Zeit von 6 Uhr bis 18 Uhr, aber auch nur dann geöffnet werden, wenn die Abstandsregeln von 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet werden.
  • Am Freitag, 20. März, haben die Bundesländer beschlossen, alle Gastronomiebetriebe zu schließen. Es werde zunächst für die nächsten 14 Tage nur noch „to go, Drive-in und Lieferungen“ geben, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.
  • Für öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen bis 50 Personen muss der Veranstalter eine Anwesenheitsliste führen, die Name, Adresse, Anschrift und Telefonnummer erhält. Diese Liste muss mindestens vier Wochen aufbewahrt werden und auf Verlangen des Gesundheitsamtes vollständig ausgehändigt werden.
  • Für den Einzelhandel gilt: Öffnen darf der Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke einschließlich Spätverkaufsstellen, Abhol- und Lieferdienste, Wochenmärkte, Apotheken, Einrichtungen mit Sanitätsbedarf sowie zum Erwerb von Hör- und Sehhilfen, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf und Buchhandel, Einzelhandel für Bau-, Gartenbau- und Tierbedarf, Fahrradgeschäfte, Bestattungsunternehmen, Handwerk und Handwerkerbedarf und Großhandel. Eine Öffnung der genannten Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen.
  • Für Badeanstalten, Sportstätten und Sportbetrieb gilt, dass Ausnahmen für die Öffnung von Sportstätten, Badeanstalten und Sportbetrieb in besonders begründeten Einzelfällen ausschließlich durch schriftliche Genehmigung der für Sport zuständigen Senatsverwaltung zugelassen werden.
  • Auch der Besuch in Krankenhäusern und Hospizen wird eingeschränkt. Patientinnen und Patienten dürfen keinen Besuch empfangen. Ausgenommen sind Patientinnen und Patienten unter 16 Jahren und Schwerstkranke. Einmal am Tag dürfen sie für eine Stunde eine Person empfangen, allerdings keine, die eine Atemwegserkrankung vorweisen. Gebärende dürfen sich zur Geburt in einem Krankenhaus von einer Person eigener Wahl begleiten lassen. Neugeborene und deren Mütter dürfen einmal am Tag von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Kindern unter 16 Jahren, ausgenommen Geschwister des Neugeborenen, oder von Menschen mit Atemwegsinfektionen. Besuche von mit der Seelsorge betrauten Personen sind, gegebenenfalls unter Auferlegung erforderlicher Verhaltensmaßregeln, stets zulässig. Patienten in Einrichtungen der Sterbebegleitung sowie Bewohner von solchen Einrichtungen und Sterbende unterliegen keinen Beschränkungen für den Empfang von Besuch. Pflegeheimbewohner dürfen ebenfalls nur einmal am Tag Besuch empfangen, allerdings keine Kinder unter 16 Jahren oder Menschen mit Atemwegserkrankungen.
  • Krankenhäuser müssen, soweit medizinisch vertretbar, grundsätzlich alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe aussetzen, soweit dadurch personelle und sonstige Kapazitäten für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 oder Verdacht hierauf freigesetzt werden können.
  • Vom Senat ist weiterhin beschlossen worden, dass staatliche, private und konfessionelle Hochschulen einschließlich ihrer Einrichtungen nicht für den Präsenzlehrbetrieb und nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden dürfen. Bibliotheken dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Onlinedienste können angeboten werden. Mensen des Studierendenwerks dürfen nicht geöffnet werden. Das gilt auch für außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Land Berlin, ungeachtet ihrer Rechtsform. Gesetzliche Grundlage für diese Rechtsgrundlage ist das Infektionsschutzgesetz.

Die Verordnung ist am am 14. März 2020, nach § 2 Absatz 1 des Berliner Verkündungsgesetzes verkündet worden und damit unmittelbar in Kraft getreten. Am 17. März wurde sie um Maßnahmen ergänzt, die ab dem 18. März in Kraft getreten sind. Die Verordnung tritt mit Ablauf des 19. April 2020 außer Kraft.

Eine Übersicht aller Maßnahmen des Berliner Senats gegen das Coronavirus finden Sie auch hier.

Welche Geschäfte dürfen in Berlin öffnen? Und welche müssen schließen?

Um die Verbreitung des Coronavirus in Berlin zu verlangsamen, hat der Senat die Schließung von Ladengeschäften angeordnet. Die Versorgung der Bürger mit notwendigen Gütern soll dennoch gewährleistet bleiben. Aus diesem Grund gibt es einige ausdrückliche Ausnahmen.

Diese Liste zeigt, welche Geschäfte, Läden und Dienstleistungen in Berlin geöffnet haben dürfen - und welche geschlossen bleiben müssen.

Ausgangsbeschränkungen in Berlin - was darf ich und was nicht?

Seit Montag, 23. März 2020, 0 Uhr gelten in Berlin neue Ausgangsbeschränkungen. Demnach müssen sich alle Berliner „ständig in ihrer Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft“ aufhalten. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen, die Arztbesuche, den Einkauf, das Gassi-Gehen mit dem Hund oder Sport und Spaziergänge an der frischen Luft ermöglichen sollen - solange sich im Freien keine Ansammlungen von mehr als zwei Personen bilden. Für viele Berliner stellen sich nun allerdings etliche ganz praktische Fragen.

Darf ich im Supermarkt meiner Wahl einkaufen oder muss es der nächstgelegene sein?

Dazu gibt es in der am Sonntag vom Senat beschlossenen „Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin“ keine Festlegungen. Die Rede ist lediglich von „Besorgungen des persönlichen Bedarfs in Verkaufsstellen“. Man kann also, statt zum Discounter oder Späti in der Nähe auch zum Beispiel zu weiter weg gelegenen großen Verbrauchermärkten fahren, um sich mit Lebensmitteln oder Drogerieartikeln einzudecken.

Wo genau darf ich noch Spazierengehen, Joggen oder Fahrradfahren?

Auch hierzu gibt es in der Verordnung keine Definition. Man kann um den Block laufen, in den Park um die Ecke gehen oder sich auch in einen anderen Stadtteil begeben, um sich an der frischen Luft zu bewegen. Wichtig dabei: Keine Grüppchen von mehr als zwei Leuten bilden - zu dritt oder zu viert dürfen nur Menschen unterwegs sein, die zusammen leben und wohnen. Und: Zu anderen Personen 1,5 Meter Sicherheitsabstand wahren.

Was ist, wenn ich zum Arzt muss?

Das ist und bleibt erlaubt, ebenso medizinisch notwendige Besuche etwa beim Zahnarzt oder Psychotherapeuten.

Wie will die Polizei die Regeln durchsetzen?

Sie will vor allem kleinere und größere Gruppen von Menschen kontrollieren. Wer einzeln oder zu zweit unterwegs ist, steht nicht im Fokus der Kontrollen, wie die Polizei am Montag bei Twitter schrieb. „Wer heute an die frische Luft will, muss nicht ständig fürchten, in eine Kontrolle zu geraten. Unsere (Kollegen) kontrollieren vor allem Gruppen über 2 Personen, in denen deutlich gegen die Abstandsregelung verstoßen wird“, hieß es.

Muss ich den Ausweis dabei haben, wenn ich meine Wohnung verlasse?

Ja, Berliner sind jetzt dazu verpflichtet. Die Polizei kann verlangen, den Ausweis zu sehen, etwa um feststellen, ob die Gruppe von mehr als zwei Leuten, in deren Begleitung man unterwegs ist, tatsächlich zu der Familie gehört, bei der man lebt. Auf dem Ausweis ist die Anschrift vermerkt, die dann abgeglichen werden kann.

Im Freien sind Ansammlungen von mehr als zwei Leuten verboten - was ist mit der Wohnung? Darf ich die Familie meines Nachbarn zum Essen einladen?

Das ist laut Verordnung nicht erlaubt. Unter den dort aufgeführten Ausnahmen vom Kontaktverbot ist ein Besuch der Nachbarn nicht explizit erwähnt - also verboten. Fraglich ist, wie das durchgesetzt werden soll. Wenn sich nicht gerade ein anderer Nachbar etwa über Lärm beschwert, dürfte das keiner mitbekommen.

Darf ich in einen anderen Kiez fahren, um einen Freund oder eine Freundin zu besuchen?

Das sollte möglich sein. Denn grundsätzlich darf ja jeder alleine überall unterwegs sein, die Begründung dafür dürfte nicht allzu schwer sein: Bewegung, Einkaufen, Arztbesuch. Und die Polizei will ja - wie bereits erwähnt - nicht jeden Menschen auf der Straße kontrollieren. Klar ist auch: Besuche etwa beim kranken Vater in dessen Wohnung sind möglich und erlaubt.

Darf man kranke Angehörige oder Freunde im Krankenhaus besuchen?

Nein. Generell ist das nicht mehr erlaubt. Wer im Krankenhaus liegt, darf keinen Besuch empfangen.

Gibt es wenigstens Ausnahmen von der Regel?

Ja, aber nur sehr begrenzt: Wer schwerstkrank ist oder unter 16 Jahren, kann einmal am Tag Besuch bekommen. Dann aber auch nur von einer einzelnen Person und nur eine Stunde lang. Und der Besucher darf keine Atemwegsinfektion haben.

Wie ist das, wenn hochschwangere Frauen ins Krankenhaus kommen - muss ihr Partner dann draußen bleiben?

Nein, werdende Mütter dürfen sich zur Geburt ihres Kindes von einer Person eigener Wahl begleiten lassen, also zum Beispiel von ihrem Partner. Nach der Geburt gilt auch für sie: Besuch ist einmal am Tag erlaubt, allerdings nicht von Kindern. Mit einer Ausnahme: die Geschwister des Neugeborenen. Und auch hier gilt die Regel: Besucher mit Atemwegsinfektionen sind tabu.

Darf man Angehörige im Pflegeheim besuchen?

Ja, das ist nach der neuen Verordnung erlaubt, aber ebenfalls nur in sehr engen Grenzen: Wer im Pflegeheim lebt, darf einmal am Tag von einer einzelnen Person Besuch bekommen, die nach einer Stunde wieder gehen muss. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen nicht unter den Besuchern sein und auch keine Menschen mit Atemwegsinfektion.

Ist es erlaubt, sterbende Angehörige im Hospiz zu besuchen?


Ja, das lässt die Verordnung zu. Für Menschen in Einrichtungen der Sterbebegleitung gibt es keine Beschränkungen für den Empfang von Besuch.

Und was ist zum Beispiel mit Trauerfeiern?

Hierbei handelt es sich laut Verordnung um „Zusammenkünfte im privaten oder familiären Bereich von bis zu 10 Personen“ aus zwingenden Gründen - die ausnahmsweise erlaubt sind. Was noch unter diese Ausnahmeregelung fällt, ist unklar. Aber klar ist: Die maximale Teilnehmerzahl solcher Treffen liegt bei zehn Personen.

Was ist mit Demonstrationen? Sind die auch verboten?

Große Demos ja. Ausnahmen sollen „für Versammlungen unter freiem Himmel von bis zu 20 Teilnehmenden“ im Einzelfall möglich sein, wenn die Ansteckungsgefahr gering bleibt. Darüber befindet die Versammlungsbehörde nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt - nach welchen Kriterien, ist noch unklar. Hintergrund: Die Versammlungsfreiheit ist ein besonders hohes Gut in einer Demokratie.

Unsere Lese-Empfehlungen zum Coronavirus:

Coronavirus in Berlin: Das passiert bei BVG und S-Bahn

Der Berliner Senat versichert, dass Berlin auch während der Corona-Krise mobil bleibt. Busse, Straßen- und U-Bahnen fahren weiter durch Berlin. Das ÖPNV-Angebot wird jedoch an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens angepasst. So sind seit 18. März die zusätzlichen Schüler-Verstärkerverkehre eingestellt, die größtenteils touristische genutzte U55 fährt ab 19. März nicht mehr, auf anderen Linien gilt der Ferienfahrplan. Ein durchschnittlicher Zehn-Minuten-Takt bleibt aber bei allen Bus-, U-Bahn- und Straßenbahnlinien erhalten. Auch die S-Bahn reduziert ihr Angebot ab 19. März geringfügig.

Auf drei S-Bahn-Linien wird der Betrieb vollständig eingestellt. Betroffen von der Entscheidung sind die S-Bahnlinien S26 zwischen Waidmannslust und Teltow Stadt, S45 vom Südkreuz zum Flughafen Schönefeld sowie die zwischen Grünau und Pankow verkehrende S85. Die Sperrung der drei Linien gilt von Sonnabend bis zum Ende der Osterferien am 19. April und sei „in Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB)“ geschehen, teilte die S-Bahn mit. Streckeneinstellungen finden dadurch jedoch nicht statt, da auf allen Abschnitten parallele Linien verkehren. Der Takt auf den Strecken wird dadurch jedoch reduziert.

Wer während der Corona-Krise auf das Rad umsteigen möchte, kann Berlins Nextbike-Leihräder seit 17. März 2020 die erste halbe Stunde (auch mehrfach am Tag) kostenlos nutzen. Diese Regelung gilt zunächst bis 19. April 2020. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz bietet den Berlinern damit eine zusätzliche Möglichkeit, mobil zu bleiben und gesund durch die Stadt zu kommen. Ziel der öffentlichen finanzierten Alternative zum ÖPNV oder zum Auto ist es außerdem, Ansteckungsgefahren durch eine größere Verteilung der Mobilität zu reduzieren.

Hamsterkäufe in Berliner Supermärkten wegen des Coronavirus

Aus Angst vor dem Coronavirus haben viele Berliner Hamsterkäufe in den Supermärkten vorgenommen. Wie hier in einem Supermarkt an der Schnellerstraße in Niederschöneweide fehlen zahlreiche Produkte in den Regalen. Besonders begehrt: Toilettenpapier, Konserven, Mehl und Zucker. Manche Supermärkte begrenzen die Menge der Produkte, die Menschen kaufen dürfen, auf haushaltsübliche Mengen.

Gibt es Lieferengpässe in Berlin? Darf man eigentlich unbegrenzt Hamsterkäufe tätigen? Alle Antworten hier.

Für die Wirtschaft hat das Corona-Virus ebenfalls Folgen. Und auch die Börsen haben mit teils starken Kurseinbrüchen reagiert. Wie sicher Jobs, Aktien und Immobilien in der Corona-Krise sind, beantworten Experten hier. Unruhige Aktienkurse, niedrige Zinsen, Coronavirus: Mit diesen Strategien lässt sich in Krisenzeiten der Wert des Vermögens erhalten.

Der Hauptgeschäftsführer der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) geht davon aus, dass immer mehr Beschäftigte wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit gehen müssen. Besonders Berlins Kleinunternehmer geraten wegen des Coronavirus in Not. Und besonders betroffen sind die Berliner Flughäfen, die durch den Einbruch der Passagierzahlen erhebliche Einnahmeausfälle haben und eine Finanzspritze brauchen.

Coronavirus und der BER: Fahrplan für Eröffnung ändert sich nicht

Am Fahrplan für die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER ändere sich auch durch die weitere Verbreitung des Coronavirus nichts, betont Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup. Allenfalls müsse der Probebetrieb angepasst werden, bei dem Tausende Komparsen von Ende April an die Abläufe am neuen Flughafen testen sollen.

Es spreche im Moment einiges dafür, dass der Flughafen beim Start im Herbst mit einem geringeren Verkehrsaufkommen zu rechnen habe, sagte Lütke Daldrup. "Das wird natürlich auch die Inbetriebnahme insgesamt vereinfachen, weil wir nicht unter Volllast eröffnen müssen."

Lütke Daldrup betonte, dass weiterhin bis Ende März alle bauordnungsrechtlich notwendigen Mängel abgearbeitet würden, damit der Tüv seine Berichte darauf aufbauen könne. Zuvor war bekannt geworden, dass einige Tüv-Mitarbeiter aufgrund von Sars-CoV-2 nicht mehr auf der Baustelle arbeiteten. Das ändere am Zeitplan aber nichts, hieß es.

In der Coronavirus-Krise könnte in Zukunft auch die vorübergehende Schließung eines der beiden Berliner Flughäfen Tegel oder Schönefeld ein Thema werden. Das werde in den nächsten Wochen zu entscheiden sein, sagte Rainer Bretschneider, Aufsichtsratschef der Betreibergesellschaft, am Montag in Potsdam.

Wie kann man sich gegen das Coronavirus schützen?

Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion.

Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Deshalb gilt als beste Schutzmaßnahme: regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Körperkontakt und Händeschütteln sollte vermieden werden. Wer grippeähnliche Symptome hat, sollte zu Hause bleiben und einen Arzt kontaktieren. Es gilt – wie auch bei der Grippe – die Husten- und Niesetikette.