Klimaschutz

„Parking Day“ - Plätze in Berlin werden autofrei

Beim „Parking Day“ werden Parkplätze kurzzeitig in öffentliche Parks umgewandelt. Zudem findet an diesem Tag eine Demonstration statt.

Beim sogenannten „Parking Day“ wird Berlin teilweise autofrei.

Beim sogenannten „Parking Day“ wird Berlin teilweise autofrei.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin autofrei: Was eher nach Utopie klingt, wird diesen Freitag Realität. Zumindest ein bisschen. Am sogenannten „Parking Day“, der jedes Jahr am dritten Freitag im September stattfindet, werden stadtweit 18 Plätze und Straßen für Autos gesperrt – und für einige Stunden zu öffentlichen Plätzen umgewandelt. An der weltweiten Aktion, die ihren Ursprung 2005 in den USA hatte, beteiligt sich seit 2009 auch Berlin.

Die zentrale Kundgebung findet dieses Jahr an der Kreuzberger Wrangelstraße statt. Zwischen 10 bis 13 Uhr heißt es dann hier für Autos: Wir müssen leider draußen bleiben. Verschiedene Initiativen – darunter der ADFC, Volksentscheid Fahrrad oder Changing Cities – und Anwohner werden dann die Wrangelstraße in einen Begegnungsort ohne Autos verwandeln. Anschließend fahren die Aktivisten gemeinsam mit dem Fahrrad zu der Großdemonstration von Fridays for Future in Mitte. Weltweit wird an diesem Tag für das Klima demonstriert.

Weltweite Fridays-for-Future-Demonstrationen am Freitag

In Berlin haben die Veranstalter eine Demonstration und eine Kundgebung am Brandenburger Tor angemeldet. Am Freitag um 12 Uhr geht es zunächst mit einer Kundgebung am Brandenburger Tor los. Danach ist ein Rundmarsch durch den Bezirk Mitte geplant, der nach drei Stunden wieder am Brandenburger Tor enden soll.

Ebenfalls an der Wrangelstraße, nur einige Häuser weiter, an der Nummer 92, wird am Freitag zudem eine temporäre Spielstraße eingerichtet. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hat versprochen vorbeizuschauen. Ebenfalls gesperrt sein werden Teile der Ohlauer Straße sowie der Mariannenstraße.

Diese Straßen und Plätze werden am autofreien Tag in Berlin gesperrt

  • In Charlottenburg-Wilmersdorf wird der Ernst-Reuter-Platz, zwischen Otto-Suhr-Allee, Marchstraße, Straße des 17. Juni und Hardenbergstraße, zwischen 14 und 18 Uhr gesperrt. Eine Autofahrspur wird hier für einige Stunden zu einem geschützten Radweg umfunktioniert. Damit soll laut den Veranstaltern illustriert werden, wie ein möglicher Gegenrichtungs-Radverkehr möglich werden kann.
  • In Neukölln verwandeln Anwohner und Aktivisten den Richardkiez den der Ecke Hertzbergstraße und Böhmische Straße zwischen 14 und 20 Uhr in ein Fußgängerparadies. Inklusive Snacks, Getränken und Infoständen zur Verkehrswende.
  • In Schöneberg werden die Apostel-Paulus-Straße und die die Belziger Straße gesperrt. In Marzahn-Hellersdorf zudem der Kurt-Weill-Platzund in Spandau die Lutherstraße samt Lutherplatz. In Treptow-Köpenick ist der Baumschulenweg betroffen, in Steglitz-Zehlendorf der Steglitzer Damm sowie die Schlosstraße. In Pankow wird der Teutoburger Platz vor dem Stadtteilzentrum autofrei und die Woelckpromenade. In Mitte in Moabit ist die Turmstraße ab 16 Uhr für Autos dicht und in Tempelhof-Schöneberg ab 10 Uhr der Tempelhofer Damm.