In Berlins Bezirksämtern blicken die für Wohnen und Mieten zuständigen Politiker und Verwaltungsleute voller Sorgen auf die Diskussion auf der Landesebene. Den Kommunalvertretern schwant, dass sie es sein werden, die sich mit der Umsetzung der Regeln herumschlagen müssen. Unabhängig davon, wie die Diskussion in der rot-rot-grünen Koalition ausgeht, ist der Tenor aus den Rathäuser schon jetzt einhellig: Dass zu Beginn des Jahres 2020, also in gut vier Monaten, die Strukturen stehen, um den Mietendeckel umzusetzen, sei illusorisch, heißt es.

Die Bezirke sollen nach den Plänen aus dem Hause Lompscher die Miethöhe auf Antrag der Mieter prüfen und gegebenenfalls per Verfügung absenken. Außerdem sollen sie wirtschaftliche Härtefälle ermitteln und entscheiden, welche Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben noch zu genehmigen sind und welche nicht.