Vorräte

Wohin mit dem Zeug? So reagiert das Netz auf den Hamsterkauf

20 Liter Wasser pro Kopf, kiloweise Nährmittel: Das empfiehlt die Regierung für den Krisenfall. So diskutiert das Netz die Hamsterkäufe

Die Bundesregierung empfiehlt den Bürgern einen Vorrat an Nahrungsmitteln für den Ernstfall zu bunkern

Die Bundesregierung empfiehlt den Bürgern einen Vorrat an Nahrungsmitteln für den Ernstfall zu bunkern

Foto: Rundfunk Berlin-Brandenburg

Lebensmittel für zehn und Wasser für fünf Tage als Vorräte für den Krisenfall? Zum ersten Mal seit 1989 rät die Bundesregierung wieder dazu, Vorräte anzulegen. Was als Zivilschutz bezeichnet wird, soll der Bevölkerung bei einem möglichen Angriff oder einer Katastrophe ermöglichen, sich selbst für mehrere Tage zu versorgen. Die sogenannten Hamsterkäufe haben für kontroverse Diskussionen im Netz gesorgt.

Manche der Facebook-Nutzer nehmen die Empfehlung gelassen. "Habe ich auch alles, steht nur noch im Supermarkt um die Ecke. Sollte die Welt untergehen, gehe ich noch schnell einkaufen", sagt Patrick P. Sven K. meint dazu: "Klaue ich beim Nachbarn". Auch Mohammad M. hält die Empfehlung für übetrieben und sagt einfach: Bleibt mal locker!" Bodo S. möchte wohl auf die Hamsterkäufe verzichten und sagt nur: "Das nenne ich dann Diät." Andere wiederum finden, dass zum Überleben weder Fisch, Fleisch oder Milchprodukte nötig seien. Denn auch diese finden sich als Empfehlungen auf der Liste der Bundesregierung. Fred K. sagt, dass er als Familienvater sowieso immer Essen vorrätig hätte: "So ist man wenigstens für eventuelle Notfälle erst einmal auf der sicheren Seite und muss dann nicht sofort nach Hilfe schreien."

Wohin bloß mit den ganzen Sachen?

Die meisten User fragen sich jedoch, wo genau sie die vielen Dinge überhaupt lagern sollen. "Wo soll man das denn lagern und frisch halten?", fragt Sandy M. Auch Joerg Z. ist sich unsicher, wo er "140 Kilogramm Lebensmittel in einer normalen Wohnung" unterbringen soll. Auch Stella A. findet, dass die Wohnungen heutzutage einfach zu klein seien, um eine solche Menge an Lebensmitteln zu lagern. Maja K. empfiehlt daraufhin "einen Bunker im Garten zu graben".

Doch es gibt auch verunsicherte Facebook-Nutzer, die sich fragen, warum diese Empfehlung herausgegeben wird. Timo B. wundert sich darüber, ob "wir einen Krieg erwarten" würden. Auch Cornelia S. vermutet, dass die "Bunderegierung mehr wisse als wir". Andere hingegen heben die Diskussion gleich auf eine Ebene der sozialen Ungleichheit. So fragt Sören N., ob die "Bundesregierung überhaupt wisse, dass es Familien gibt, die sich gerade so über den Monat mit Lebensmitteln retten" können. Huppi D. möchte sich lieber gleich nach Australien absetzen und in einer Kängurutasche leben.

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