Abgeordnetenhaus

Grünen-Kandidatin Pop schließt Koalition mit CDU aus

Grünen-Spitzenkandidatin Ramona Pop will keine Koalition mit Berliner CDU. Ihre Partei wolle der CDU nicht zu einer Mehrheit verhelfen.

Ramona Pop, Fraktionschefin von Bündnis90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus

Ramona Pop, Fraktionschefin von Bündnis90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus

Foto: Paul Zinken / dpa

Die Spitzenkandidatin der Berliner Grünen, Ramona Pop hat ein Bündnis mit den Christdemokraten nach der Abgeordnetenhauswahl am 18. September ausgeschlossen. „Wir werden keine Koalition mit der CDU eingehen“, sagte Pop am Mittwoch. „Dieser Berliner CDU werden wir zu keiner Mehrheit verhelfen.“ Die CDU habe sich im jetzigen rot-schwarzen Bündnis bereits aus der Regierungsfähigkeit verabschiedet. Zudem sei die Erfahrung, dass große Koalitionen immer „wahnsinnig viel Geld ausgeben“, um damit ihre Differenzen zuzukleistern.

Zugleich betonte die 38-jährige Oppositionspolitikerin, es gebe „Gemeinsamkeiten programmatischer Art“ mit der SPD. Doch bislang sei vonseiten der Sozialdemokraten die „Liebe schlagartig nach dem Wahltermin erkaltet“.

Zweier-Bündnisse seien allerdings besser als Dreier-Konstellationen, so die Grünen-Fraktionschefin. Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) hatte auch eine rot-grün-rote Regierung ins Spiel gebracht. In einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel“ sprach sich der SPD-Politiker für eine Kooperation mit den Grünen aus. Rot-Grün habe das Potenzial, den Herausforderungen am besten gerecht zu werden.