Verfahren eingestellt

Betrüger zwangen Frau, Autos zu mieten, die sie verkauften

Die Frau wurde von Betrügern unter Druck gesetzt und in Verbrechen verwickelt. Das Berliner Landgericht stellte das Verfahren gegen sie ein.

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Foto: Paul Zinken / dpa

Eine 28 Jahre alte Frau, die in illegale Autogeschäfte verwickelt war, bleibt straffrei. Gegen eine Geldauflage von 250 Euro stellte das Berliner Landgericht das Verfahren am Freitag ein. Der Frau wurde vorgeworfen von September 2009 bis September 2010 Fahrzeuge angemietet zu haben, um diese weiterzuverkaufen. Dafür verwendete die 28-Jährige falsche Papiere.

Von mehreren Männern unter Druck gesetzt

„Ich habe es nicht freiwillig gemacht“, erklärte die nicht vorbestrafte Pflegeassistentin. Die Angeklagte sagte, sie habe über eine Bekannte mehrere Männer kennengelernt, die sie unter Druck gesetzt hätten. Ihr Lohn für die betrügerischen Autogeschäfte seien 50 Euro gewesen. Bereits vor drei Jahren hatte die Angeklagte gegenüber der Polizei umfangreich ausgesagt. Auch diese Aufklärungshilfe sei zu berücksichtigen, sagte der Richter.

Gegen die Mittäter läuft ein gesondertes Verfahren. Drei Männer, die als Haupttäter gelten, sollen in der Hauptstadt neun Fahrzeuge im Wert von 190.000 Euro erlangt haben.