Brandenburg

Streit um Bonnie - Paar aus Bayern muss Dackel herausgeben

Vier Jahre lang stritten ein Paar aus Brandenburg und ein Paar aus Bayern um Bonnie. Nun hat das Landgericht Potsdam entschieden.

Dackel Bonnie als Welpe

Dackel Bonnie als Welpe

Foto: Enrico Bellin / dpa

Ein Dackel entläuft in Brandenburg, bayerische Touristen nehmen ihn mit nach München und wollen das Tier nicht wieder rausrücken: Der Streit um Dackel Bonnie beschäftigte seit längerem die Justiz in Brandenburg. Am Mittwoch hat das Landgericht Potsdam entschieden. Das Paar aus Bayern muss Bonnie nach vier Jahren an die Eigentümer aus Brandenburg zurückgeben. Das Gericht legte zudem fest, dass die Brandenburger den Bayern 3271,16 Euro für Futter und andere Auslagen zahlen müssen.

Bonnie lief den Berichten zufolge im April 2012 in Klaistow (Potsdam-Mittelmark) weg - Touristen aus München fanden die damals neun Monate alte Dackeldame und nahmen sie mit nach Hause. Zwei Jahre später beantragte das Paar beim Züchter neue Papiere und brachte so die alten Besitzer auf die Spur. Denn der Züchter benachrichtigte die eigentlichen Herrchen - einen Jäger aus Ferch (Potsdam-Mittelmark) und seine Frau. Die hatte ihm den Rauhaardackel zum 70. Geburtstag geschenkt. Die Münchner wollten Bonnie aber nicht mehr herausrücken - auch nicht, nachdem das Amtsgericht Potsdam in erster Instanz den Dackel dem Jäger zugesprochen hatte.