Nach Brandstiftung

Auto von Pflegedienst angezündet - Chef schreibt Spottbrief

In Steglitz wurde das Auto eines Pflegeunternehmens in Brand gesetzt. Der Chef verspottet die Täter - allerdings die falschen.

Am Sonntagmorgen brannten in Steglitz fünf Fahrzeuge - darunter der Wagen eines ambulanten Pflegedienstes. Der Chef des Unternehmens veröffentlichte auf deren Internetseite ein offenes Schreiben an die mutmaßlichen Täter. "Gleichermaßen mutig wie kompromisslos wurde in der Nacht 10. Juli 2016 das Auto des Ambulanten Pflegedienstes angegriffen und vernichtet", schreibt er.

Weil es seit Wochen immer wieder zu Brandstiftungen von Linksextremisten in Zusammenhang mit der Rigaer Straße gab, waren für den Mann die Täter eindeutig. "Die Reha-Steglitz gGmbH gratuliert den Revolutionärinnen und Revolutionären zu diesem effizienten Schlag gegen die unterdrückende Klasse! Was trifft diese unmenschliche Gesellschaft mehr ins Mark, als ein brennendes Pflegeauto!" Und weiter: "Es stabilisiert dieses System, indem es hilft, Menschen daran zu hindern ins Heim zu gehen, um von dort aus für ihre Befreiung zu kämpfen."

Doch offenbar richtet sich die Wut des Geschäftsführers gegen die Falschen. Laut Polizei gibt es bei den Bränden in Steglitz keinen Hinweis darauf, dass die Autos von kriminellen Linksextremisten verursacht wurden.

Dem Tagesspiegel zufolge ist das dem zornigen Chef aber auch egal. Wer zu Brandstiftungen aufrufe, müsse sich auch Nachahmertaten ankreiden lassen.