Streik bei Softwarefirma

Mittwoch bleiben die Knöllchen in Berlin liegen

Die Beschäftigten von ATOS sind am Mittwoch zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Softwarefirma bearbeitet die Strafzettel der Polizei.

Am Mittwoch werden die Knöllchen der Berliner Polizei nicht verarbeitet. Denn die Beschäftigten der Firma ATOS, die die Knöllchen eingeben, legen ihre Arbeit nieder. Also, fröhliches Falschparken für alle?

Dass deshalb keine Knöllchen ausgestellt werden, ist leider ein Trugschluss. Martin Dahms, Sprecher der Polizei, erklärt: "Alles, was liegen bleibt, muss dann eben nachher abgearbeitet werden".

Hintergrund der Aktion ist ein Streikaufruf der IG Metall. Dieser zufolge geht es dem Unternehmen blendend - dennoch wolle die ATOS-Geschäftsführung die vereinbarte Tariferhöhung nicht zahlen. Der Streik dauere von Mittwoch 10:30 Uhr bis Donnerstag um 8 Uhr.

„Dieser eintägige Warnstreik ist die richtige und notwendige Reaktion der Softwarespezialisten von ATOS auf die Weigerung des Managements, eine anständige Tariferhöhung zu zahlen“, sagt Klaus Abel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin.