Es wird Sommer

Hier kann man in Berlin am besten Sonnenuntergänge genießen

Endlich ist es warm genug, um auch abends noch draußen zu sitzen. Das sind die schönsten Aussichtspunkte auf die untergehende Sonne.

Am Abend ist der Blick auf den Fernsehturm besonders schön.

Am Abend ist der Blick auf den Fernsehturm besonders schön.

Foto: Hannibal Hanschke / picture alliance / dpa

Am Wochenende geht es weiter mit den sommerlichen Temperaturen. Sonnig und trocken, bei über 20 Grad soll es am Sonnabend und Sonntag werden. Da ist es auch am Abend noch angenehm, mit einem kühlen Getränk draußen zu sitzen. Welche zehn Aussichtspunkte in Berlin am schönsten sind, hat die Berliner Morgenpost für Sie zusammen gestellt.

Viktoriapark

Der Wasserfall plätschert den Hügel durch die Wolfsschlucht runter, die Großbeerenstraße gibt die Sicht Richtung Innenstadt frei. Auf 66 Meter vor dem Schinkel-Denkmal lässt sich auf dem Kreuzberg der Sonnenuntergang genießen. Der „Golgatha“-Biergarten schenkt Getränke aus.

Anfahrt: Bus 140 bis Kreuzberg/ Wasserfall

Klunkerkranich

„Klunkerkranich“ heißt die Bar auf dem Dach des Parkdecks der Neukölln Arcaden. Da gibt es Pflanzen in Holzkisten, Biertische, einen Sandkasten, ein Planschbecken, einen Grill und immer Musik und Getränke. Und natürlich: Einen Weitblick über Neukölln und Kreuzberg bis nach Mitte, wo sich der Fernsehturm am Horizont erhebt.

Karl-Marx-Str. 66, tgl. Ab 10-1:30 Uhr (So. ab 12 Uhr), bis 16 Uhr Eintritt frei

Modersohnbrücke

Für die Friedrichshainer ist klar: An der Elsenbrücke und der Oberbaumbrücke sitzen die Touristen, die Einheimischen treffen sich auf der Modersohnbrücke. Da gibt es zwar keinen Fluss, dafür ist sie kleiner, schnuckeliger und ruhiger. Die Gleise geben dem Blick Weite und lassen von der Ferne träumen.

Ca. sieben Gehminuten ab S-Bahn Warschauer Straße

Freizeitpark Lübars

Die Reinickendorfer nennen ihre Erhebung liebevoll „Müllberg“, offiziell heißt sie aber „Freizeitpark Lübars“. Tatsächlich besteigen Besucher 85 Meter begrünten Abfall, denn die Erhebung ist eine ehemalige Mülldeponie. Wer sie erklimmt, wird mit einem Blick über die Wiesen und die Skyline des Märkischen Viertels belohnt.

Anfahrt: S- und U-Bahn Wittenau, weiter mit Bus X 21 bis Quickborner Straße

Volkspark Humboldthain

Die zwei verbunkerten Flaktürme im Humboldthain wurden im Zweiten Weltkrieg schwer umkämpft. Bis zu 10.000 Berliner konnten in ihnen Schutz suchen. Heute dient der nördliche Gefechtsturm unter dem Namen „Humboldthöhe“ als Aussichtsplattform. Wer die Anhöhe über die Serpentinen durch den bewaldeten Park erklimmt, blickt aus 85 Meter über Wedding, Mitte und den Humboldthain.

S-Bahn 1,2,25 oder Bus 247 bis Humboldthain

Tempelhofer Feld

Das stillgelegte Flugfeld lässt einen Weitblick zu, für den andere Großstädter die Berliner beneiden. Wer es gesellig mag, kann sich unter die Gemüsebauern in den Gemeinschaftsgärten mischen oder neben der Startbahn grillen. Wer es einsamer bevorzugt, sucht sich in der Mitte des Feldes ein Plätzchen im hohen Gras.

Bus 104 bis Friedhöfe Columbiadamm, S-Bahn bis Tempelhof, U6 bis Tempelhof oder Paradestraße, U8 bis Leinestraße

Freiluft Rebellen

Rebellisch muss man nicht sein, um auf das Parkdeck der Schönhauser Allee Arcaden zu gelangen. Besucher können ganz bürgerlich den Aufzug in den siebten Stock nehmen und in der höchsten Strandbar Berlins durchatmen. Mit Blick über die Gethsemanekirche, auf den Fernsehturm.

S- und U-Bahn Schönhauser Allee, tägl. 10-0 Uhr (So. Ab 12 Uhr)

Drachenberg

Wer den Teufelsberg mit der ehemaligen Abhörstation schon kennt, kann sich für den Sonnenuntergang auch auf dem benachbarten Drachenberg einfinden. Dort gibt es auf knapp 100 Meter Höhe eine Ebene, auf der Besucher ihre Picknickdecken auslegen. Der Blick schweift über den Grunewald, die Havel und den Fernsehturm.

S5 bis Heerstraße, dann 15 Minuten zu Fuß

Hahneberg

Auch die beiden Erhebungen des Hahnebergs bestehen wie fast alle Hügel Berlins aus Trümmern und Müll. Wer aber auf 70 Meter begrünter Höhe über Gatow, das Olympiastadium bis nach Mitte blickt, vergisst schnell, woraus der Untergrund besteht.

S5 bis Heerstraße, weiter mit Bus X49 bis Hahneberg

Wannseeterrassen

Wer sich für den Sonnenuntergang nicht auf eine Brücke oder eine Wiese setzen will, sondern gediegen an einen Tisch mit Essen und Getränken, der ist im Ausflugslokal „Wannseeterrassen“ richtig. Die Sonne versinkt hinter dem See, während sie ihre letzten Strahlen auf dem Wasser glitzern lässt.

S7 bis Nikolassee, weiter mit Bus 312 bis Strandbad Wannsee