Notunterkunft

Flüchtlinge ziehen aus zwei Berliner Sporthallen aus

Noch leben mehrere Hundert Menschen in zwei Notunterkünften an der Glockenturmstraße in Charlottenburg. Doch nun ziehen sie um.

Zahlreiche Betten stehen in Berlin in einer großen Sporthalle am Olympiapark in Charlottenburg für die Unterbringung von Flüchtlingen

Zahlreiche Betten stehen in Berlin in einer großen Sporthalle am Olympiapark in Charlottenburg für die Unterbringung von Flüchtlingen

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Die Arbeiten für den Freizug des Horst-Korber-Sportzentrums (HKS) und der Rudolf-Harbig-Halle an der Glockenturmstraße in Charlottenburg, die seit September 2015 als Flüchtlingsunterkunft dienen, haben begonnen. Das teilte der Landessportbund (LSB) am Mittwoch mit. Nach Informationen der Berliner Morgenpost leben dort derzeit noch mehrere Hundert Flüchtlinge.

Einrichtungen, die für das Leben der Menschen dort aufgebaut wurden, wie Fußbodenbelag und Kinderspielecke, würden in den nächsten Tagen wieder entfernt, heißt es. Nach LSB-Informationen werden die Flüchtlinge bis zum 9. Mai aus dem HKS ausziehen und laut Senatsplänen in der Messehalle 26 am Funkturm unterkommen.

Böger: ein „wichtiger Schritt für den Sport“

Das Horst-Korber-Zentrum und die Rudolf-Harbig-Halle sind Sitz der Landesleistungszentren Handball, Hockey und Leichtathletik. Von der Beschlagnahme dieser Hallen seien aber nicht nur sehr viele Spitzen- und Nachwuchsathleten betroffen, sondern auch eine sehr große Zahl von Breiten- und Freizeitsportlern und der Schulsport, so der LSB. Außerdem sei das HKS ein bedeutendes nationales und internationales Zentrum für Sportveranstaltungen.

LSB-Präsident Klaus Böger spricht von einem „wichtigen Schritt für den Sport“. „Das Horst-Korber-Sportzentrum soll jetzt schnell wieder für den Sport zur Verfügung stehen. Es kommt auf eine zügige Registrierung möglicher Schäden und deren Beseitigung an, damit das HKS unverzüglich wieder in Betrieb gehen kann“, so Böger.