Arabische Großfamilie

Bericht: Clan-Angehörige als Dolmetscher am Lageso

Einem Bericht zufolge waren Mitglieder einer arabischen Großfamilie im Lageso tätig und hatten Zugang zu sicherheitssensiblen Daten.

Clan-Angehörige sollen für das Lageso gearbeitet haben, ein polizeiliches Führungszeugnis mussten sie offenbar nicht vorlegen.

Clan-Angehörige sollen für das Lageso gearbeitet haben, ein polizeiliches Führungszeugnis mussten sie offenbar nicht vorlegen.

Foto: Gregor Fischer / dpa

Fünf Mitglieder einer arabischen Großfamilie sind als Dolmetscher für Flüchtlinge vom Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) engagiert gewesen, das berichtet der rbb. Auch ein Bekannter des Clans aus der Türsteherszene soll für das Lageso tätig gewesen sein. Diese Personen seien auch in Kontakt mit sicherheitssensiblen Daten gekommen, so der rbb.

Mitte April hatte die Polizei bei einer Großrazzia mehrere Mitglieder arabischer Großfamilien festgenommen. Der Einsatz war im Zusammenhang mit mehreren schweren Straftaten erfolgt. Dazu gehörte auch die Anstiftung zu einem Auftragsmord.

Laut dem Bericht sollen im Lageso zum Zeitpunkt der Einstellung der Clanmitglieder keine polizeiliche Führungszeugnisse verlangt worden sein. "Wenn die Leute dort ohne Sicherheitsüberprüfung und Vorlage eines Führungszeugnisses arbeiten, dann ist das skandalös", zitiert der Sender Ralph Knispel von der Vereinigung Berliner Staatsanwälte.

Michael Böhl vom Bund Deutscher Kriminalbeamter sagte demnach: "Wir haben in Berlin festgestellt, dass sich die Bandenkriminalität - bezogen auch auf den Bereich der Bearbeitung von Flüchtlingen - ausweitet, zum Beispiel bei der Rekrutierung für den Drogenhandel. Die Leute [die Flüchtlinge] sind in der Not, wissen auch nicht wie sie weiterkommen sollen. Das nutzen die Täter aus."