Reisen

Portal Wimdu.de klagt gegen Berliner Ferienwohnungsverbot

Privatleute bieten Reisenden ihre Wohnung an, das ist das Wimdu-Konzept. Nun klagt das Portal gegen Berlins Ferienwohnungsgesetz.

Das Online-Portal für Ferien-Apartements Wimdu.de hat wegen des Verbots von Ferienwohnungen Klage gegen die Stadt Berlin eingereicht.

Am 1. Mai tritt in Berlin das Verbot von Ferienwohnungen in Kraft. Dagegen hat Wimdu.de in dieser Woche in Kooperation mit der Apartement-Allianz offiziell Klage eingereicht. Eine erste Entscheidung könnte es aus Sicht der Kläger im Idealfall noch vor dem Sommer geben.

"Wir sind vorsichtig optimistisch, dass es uns gelingt, diese ungerechte Regelung auszuhebeln. Nicht wenige unserer Gastgeber werden durch das neue Gesetz in ihren Grundrechten verletzt und in ihrer Existenz bedroht. Das wollen wir verhindern.", sagte der Justiziar des Unternehmens, Péter Vida. "Ferienwohnungen haben gerade in einer offenen und pluralen Stadt wie Berlin absolut eine Existenzberechtigung und dafür kämpfen wir ab sofort entschlossen."

Von der Appartment-Allianz hieß es, durch das Verbot der privaten Vermietung von möbliertem Wohnraum werde "im Keim" erstickt, was für Berlin so wertvoll sei: der sanfte Tourismus "sowie eine wichtige Nebeneinkommensquelle für zahlreiche Haushalte". Neben den privaten Betreibern von Ferienwohnungen gebe es außerdem weitaus mehr Gewerbetreibende, die attraktiven Wohnraum laut Verordnung zweckentfremden, etwa Rechtsanwälte, Ärzte, Steuerberater, Physiotherapeuten oder Bordelle. Diesen Berufsgruppen sei jedoch ein praktisch unbefristeter Bestandsschutz eingeräumt worden.

Am 1. Mai dieses Jahres läuft auch die zweijährige Übergangsfrist für Wohnungseigentümer aus, die ihre vier Wände als Ferienwohnung gemeldet hatten.

Auf Wimdu.de können Privatleute ihre Wohnungen Ferienreisenden anbieten.

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