Nach den Anschlägen

Berlin trauert um die Opfer von Brüssel

Nach den Anschlägen in Brüssel herrscht auch in Berlin Trauer. Seit dem Abend erstrahlt Berlins Wahrzeichen in den belgischen Farben.

Berlin zeigte am Dienstag sein tiefes Mitgefühl mit den Opfern von Brüssel. Am Abend wurde das Brandenburger Tor in den belgischen Nationalfarben illuminiert. Auch andere europäische Städte hatten angekündigt, ihre Wahrzeichen zu beleuchten - etwa der Eiffelturm in Paris wurde als Zeichen der Solidarität schwarz-gelb-rot angestrahlt.

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Zuständig für die Beleuchtung ist der Lichtdesigner Andreas Boehlke. Er habe den Auftrag vom Senat erst kurzfristig am späten Mittag erhalten, sagte er der Beriner Morgenpost. Er habe schnell mit Generator und Beamern die Voraussetzungen für die Licht-Installation schaffen müssen. Auch mit Paris habe man nach den Terror-Anschlägen Solidarität gezeigt und das Brandenburger Tor in den Farben der Trikolore illuminiert. „Wir zeigen auch jetzt unsere Anteilnahme“, so Boehlke, der in Berlin auch für "Berlin leuchtet“ verantwortlich ist.

Für den Mittwoch wurde zudem Trauerbeflaggung an allen öffentlichen Gebäuden angeordnet. Auch die Bundesgebäude werden Trauerbeflaggung tragen, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière mitteilte.

Zuletzt wurde das Brandenburger Tor nach den Anschlägen in Paris am 13. November des vergangen Jahres in den französischen Farben illuminiert.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) zeigte sich tief betroffen über die Anschläge in Brüssel. "Unsere Gedanken sind in erster Linie bei den Todesopfern, den vielen Verletzten und ihren Familien", sagte er am Dienstag. "Berlin ist in Gedanken bei seiner Partnerstadt Brüssel, mit der wir uns in europäischer Solidarität eng verbunden fühlen."

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Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) bezeichnete die Anschläge als Alptraum. „Wir müssen gegen den barbarischen Terror zusammenstehen“, betonte er. Den Menschen in Brüssel gelte Mitgefühl und Solidarität.

An der Belgischen Botschaft an der Jägerstraße in Mitte hängen die Flaggen am Dienstag derweil auf Halbmast. Einige Menschen haben sich hier versammelt, legen Blumen nieder. Auch Reporterteams stehen hier. Ein Mann legt eine weiße Rose nieder. Sichtlich bewegt erzählt er, dass er drei Jahre in Brüssel gearbeitet habe und den betroffenen U-Bahnhof täglich benutzt habe.

Auch andere Städte beteiligten sich an der Lichtaktion. So wurden in Rom die Fontana die Trevi und in Paris der Eiffelturm in Schwar-Gold-Rot angestrahlt.