Hauptstadtairport

BER: Sondersitzung zum Regierungsairport

Der geplante Regierungsterminal am neuen Hauptstadtflughafen sorgt erneut für Streit. Dazu tagt der BER-Aufsichtsrat am 11. März.

Blick in die Empfangshalle des Terminalgebäudes des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg

Blick in die Empfangshalle des Terminalgebäudes des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg

Foto: Patrick Pleul / dpa

Weniger als vier Wochen nach seiner jüngsten Beratung tritt der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg (FBB) erneut zusammen. Termin ist nach Informationen der Berliner Morgenpost der 11. März. Hintergrund der Sondersitzung ist der eskalierte Streit zwischen dem Bund und der Flughafengesellschaft über den sogenannten Regierungsflughafen.

Geplant war, zunächst das Terminal A des heutigen Flughafens Schönefeld für den Empfang von Staatsgästen in Berlin zu nutzen. Anfang Februar jedoch kündigte die FBB einen dazu mit der Bundesimmobiliengesellschaft (Bima) bereits 2011 abgeschlossenen Mietvertrag. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) empörte sich darüber und forderte umgehend eine Sondersitzung des Aufsichtsrats.

Schönefeld-Alt muss auch nach der BER-Eröffnung offen bleiben

Der Flughafen begründet der Bima die Kündigung mit Eigenbedarf. Um die erwarteten 30 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen zu können, müsse Schönefeld-Alt auch nach der BER-Eröffnung offen bleiben. Dem Bund wurde für seine Zwecke ein abseits gelegener Alternativstandort angeboten. Die Pläne dafür hatte der Flughafen-Aufsichtsrat indes bereits Mitte 2015 bestätigt.

In dem Gremium sind neben den Ländern Berlin und Brandenburg auch der Bund vertreten. Für Aufregung bei Dobrindt sorgte indes eine Formulierung, in der die FBB dem Bund ein Verzicht auf den geplanten Neubau für den Regierungs-Airport nahelegt. Der Bund aber will das 48 Millionen Euro teure Interimsgebäude maximal für fünf Jahre nutzen.