Alles kaputt

Skurrile Warnung: Berlins marodeste Straße ist in Neukölln

Wie das Foto von einem Straßenschild zu einem Symbol für die Misere Berlins wurde. Es steht im angesagten Weserkiez in Neukölln.

Mehr Schäden gehen eigentlich nicht. Alle müssen hier aufpassen

Mehr Schäden gehen eigentlich nicht. Alle müssen hier aufpassen

Foto: Steffen Pletl / BM

„Berlin in einem Bild“ – besser kann man es eigentlich nicht formulieren. Gemeint ist ein Schild an einer Straßenkreuzung in Neukölln, es zeigt drei Warnungen an gleich alle Verkehrsteilnehmer: Achtung vor Straßenschäden, Radwegschäden, Gehwegschäden. Eigentlich kommt hier also keiner mehr gefahrlos durch.

Zuerst machte die Berliner Journalistin Maike Wetzel bei Twitter auf das Schild aufmerksam. Sie teilte es beim Kurznachrichtendienst Twitter, Hunderte andere griffen das Bild auf. Von Wetzel stammt auch der Satz „Berlin in einem Bild“. Das Schild ist damit ein Symbol dafür, dass vieles nicht funktioniert in der Stadt. Dass Straßen marode sind. Oder die Bürgerämter überfüllt. Oder für international bekannte Desaster wie das um den BER.

Das Schild steht an der Kreuzung Weserstraße/Roseggerstraße – also in einem der beliebtesten Kieze Berlins, vor allem bei Zugezogenen.

Auf dem Bürgersteig sind am Dienstag tiefe Pfützen zu sehen, durch die kein Fußgänger trockenen Fußes durchgehen kann. Auch auf der Straße finden sich Schlaglöcher.

Kurioses Detail: Die Schilder stehen nur an der Straßeneinfahrt von der Roseggerstraße. Wer von der anderen Seite in die Straße einbiegt, wird nicht gewarnt.