Friedrichshain

Clubbetreiber fordern Runden Tisch zum RAW-Gelände

Die Betreiber der Sport- und Kultureinrichtungen auf dem RAW-Gelände fordern eine vertraglich geregelte Perspektive vom neuen Eigentümer.

Das RAW-Gelände in Friedrichshain-Kreuzberg

Das RAW-Gelände in Friedrichshain-Kreuzberg

Foto: dpa Picture-Alliance / Paul Zinken / picture alliance / dpa

Betreiber von Kultur- und Sporteinrichtungen auf dem RAW-Gelände in Berlin fordern einen Runden Tisch zur Zukunft des Areals – und stellen den bisherigen Plan des neuen Eigentümers infrage. Das teilte der Projektverbund Five-O, in dem dort ansässige Sport- und Kultureinrichtungen organisiert sind, am Montag mit.

Hintergrund ist eine ab Ende des Monats geplante Bürgerbeteiligung zur Nutzung des Westteils, den die Düsseldorfer Kurth-Gruppe gekauft hat. Die Gruppe will den Angaben zufolge Sport- und Kulturangebote erhalten. Five-O kritisiert jedoch, dass es für sie noch immer keine vertraglich geregelte Perspektive über 2020 hinaus gebe.

„Die bisher ergebnislosen Vertragsverhandlungen erscheinen uns vor allem als Folge des hohen Entwicklungsdrucks“, schreibt der Verbund.

Dabei gehe es um die Refinanzierung des Kaufpreises. Die Beteiligung von Nutzern und Anwohnern könne aber „nur dann produktiv durchgeführt werden, wenn aktuelle Vertragsverhandlungen die überwiegend auf Stadtplanung und Architektur ausgerichteten Workshops nicht belasten.“

Vor Beginn des Verfahrens regt Five-O daher einen Runden Tisch an, bei dem die Probleme diskutiert werden.

Die Kurth-Gruppe äußerte sich in einer Pressemitteilung "enttäuscht". Man habe keine Zweifel an der Zukunft des Biergartens, der Skatehalle und des Kletterfelsens geäußert. Allerdings sei man beim derzeitigen Stand der Planung noch nicht in der Lage, mit dem Biergarten einen Mietvertrag über 2020 hinaus zu schließen. Das liege daran, dass dort möglicherweise Freiräume, beispielsweise für eine Feuerwehrzufahrt benötigt würden. Die Kurth-Gruppe weiter: "Da das Verfahren gerade erst beginnt, können wir dem Biergarten zum jetzigen Zeitpunkt auch noch keinen weiterführenden Mietvertrag über die komplette bisher bewirtschaftete Fläche anbieten. Wir sehen es als unsere Verantwortung, das Gelände in Gänze langfristig und konstruktiv zu entwickeln und nicht lediglich basierend auf den Interessen der Five-O GmbH andere Bereiche zu gefährden."