„Haus der Statistik“

1000 Flüchtlinge sollen am Alexanderplatz unterkommen

Seit Jahren steht das „Haus der Statistik“ am Alexanderplatz leer. Nun soll es neu genutzt werden - als Flüchtlings-Künstler-Haus.

Das „Haus der Statistik“ soll ein Zentrum für Flüchtlinge, Soziales, Kunst und Kreative werden

Das „Haus der Statistik“ soll ein Zentrum für Flüchtlinge, Soziales, Kunst und Kreative werden

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Im „Haus der Statistik“ am Alexanderplatz sollen nach Wunsch von Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) künftig 700 bis 1000 Flüchtlinge leben. Er unterstütze den Plan mehrerer Berliner Initiativen, das leerstehende „Haus der Statistik“ in eine Art Flüchtlings-Künstler-Haus zu verwandeln, sagte Hanke am Freitag. „Das ist eine einmalige Chance für den Alexanderplatz.“ So könne eine „gentrifizierungsfeste Insel“ mitten im Zentrum geschaffen werden. Das Haus gehört gegenwärtig noch dem Bund.

Der am Freitag vorgestellte Plan sieht vor, in dem seit Jahren ungenutzten DDR-Plattenbau Ateliers und Wohnungen für Flüchtlinge und Studenten einzurichten. Der Umbau des Stahl-Beton-Baus mit rund 50.000 Quadratmeter Nutzfläche würde laut den Planern etwa 50 Millionen Euro kosten. Das Projekt sei „baulich vernünftig, preiswert und finanzierbar“, sagte Florian Schöttle vom Martinswerk e.V.. Jetzt komme es darauf an, den Senat von dem Projekt zu überzeugen, sagte Hanke. Man befinde sich in Verhandlungen.

Die Senatsfinanzverwaltung möchte das Gebäude zwar kaufen, wie eine Sprecherin mitteilte. Gespräche mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) liefen. Aber Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) wolle das „Haus der Statistik“ voraussichtlich für Verwaltungszwecke nutzen. Anstelle von Flüchtlingen könne beispielsweise die Bezirksverwaltung Mitte dort einziehen, die demnächst neue Räumlichkeiten brauche, sagte die Sprecherin.

Den Komplex in Wohnraum umzuwandeln, sei viel teurer: Im Fall einer sogenannten Mischnutzung würde die Bima das Gebäude dem Höchstbietenden geben, erklärte die Sprecherin. Würde der Komplex dagegen ausschließlich für Verwaltung genutzt, wäre der Preis viel geringer.

>>> Wie Sie Flüchtlingen in Ihrem Bezirk helfen können <<<


Der Newsblog: Die Flüchtlingskrise in Berlin: