Sicherheit

Große Rucksäcke sind auf Berliner Weihnachtsmärkten verboten

Angesichts der möglichen Terrorbedrohung ist die Sicherheit auf Weihnachtsmärkten ein wichtiges Thema. Es gelten neue Regelungen.

Der Lucia Weihnachtsmarkt in der Berliner Kulturbrauerei: Überall, wo viele Menschen zusammen kommen, ist es schwer alle Risisken auszuschließen

Der Lucia Weihnachtsmarkt in der Berliner Kulturbrauerei: Überall, wo viele Menschen zusammen kommen, ist es schwer alle Risisken auszuschließen

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin/Potsdam. Ob Konzerte, Sportveranstaltungen oder Weihnachtsmärkte. Wo auch immer zahlreiche Menschen auf engem Raum zusammenkommen, ist angesichts der abstrakten Terrorbedrohung die Sicherheit derzeit ein wichtiges Thema. Großveranstaltungen gelten für Sicherheitsexperten seit jeher als sogenannte weiche Ziele möglicher Anschläge.

Die Berliner Polizei sei gut vorbereitet, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich am Mittwoch. „Wir sind besonders wachsam. Berlin verfügt ohnehin über ein hohes Sicherheitsniveau“, so der Sprecher weiter. Auf den zahlreichen Weihnachtsmärkten werde die Polizei wie gewohnt Präsenz zeigen und Sicherheit gewährleisten, aber in jedem Fall auch wieder ein Auge auf Taschendiebe haben. Auch aus Brandenburg hieß es, die Sicherheitsvorkehrungen für Weihnachtsmärkte würden nicht pauschal erhöht. Man prüfe im Vorfeld aller öffentlicher Veranstaltungen mit den örtlichen Dienststellen, ob im Einzelfall besondere Maßnahmen erforderlich seien, um die Bevölkerung zu schützen, sagte am Mittwoch ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam.

Der Veranstalter des Weihnachtsmarktes auf dem Gendarmenmarkt in Mitte wies am Mittwoch darauf hin, dass schon 2011 Erfahrungen mit Terrorwarnungen gesammelt wurden und diese Erkenntnisse in die Sicherheitsvorkehrungen einfließen würden. Entgegen der Praxis vergangener Jahre werde das fachlich qualifizierte Sicherheitspersonal in diesem Jahr aber als solches erkennbar sein. „Aufgrund der augenblicklichen Lage werden wir unsere Wachsamkeit nochmals erhöhen“, sagt Veranstalter Helmut Russ.

Zum Sicherheitskonzept gehöre, dass es vier kontrollierte Zugänge gebe, Taschenkontrollen durchgeführt werden und das Mitbringen von Koffern, Trollis und größeren Rucksäcken nicht gestattet sei. Ähnlich verhalten sich die Verantwortlichen des überaus beliebten Besucherziels Berliner Dom. Nach den Attentaten von Paris sind dort die Sicherheitsbestimmungen für Besucher verschärft worden. „Unser Geschäftsführer hat unsere Sicherheitsfirma angewiesen, dass große Taschen und Rucksäcke nicht mehr mit hinein genommen werden dürfen – es sei denn, wir dürfen auf den Inhalt schauen“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Jährlich kommen rund 700.000 Touristen und 200.000 Gottesdienstbesucher in die größte Kirche Berlins.