Tiere

Futter und Schlafplätze für geschwächte Igel

Der Arbeitskreis Igelschutz Berlin nimmt Tiere auf, für die es keinen Unterschlupf gibt oder die alleine den Winter nicht überleben würden.

Kleine Igel werden oft mit Katzenfutter aufgepäppelt. Sie müssen genug Fettreserven anlegen, um zu überwintern

Kleine Igel werden oft mit Katzenfutter aufgepäppelt. Sie müssen genug Fettreserven anlegen, um zu überwintern

Foto: dpa Picture-Alliance / Wolfgang Kumm / picture alliance / dpa

Wenn die kalte Jahreszeit beginnt, macht sich auch der Igel bereit für den Winterschlaf. Doch leider fehlen den Tieren oft Verstecke oder sie sind zu schwach, um die Kälte zu überstehen. Um hilflose Igel in Berlin und Brandenburg kümmern sich ehrenamtliche Helfer vom Arbeitskreis Igelschutz Berlin e.V. Vier Stationen, meist in privaten Kellern, betreiben sie. Die in Hermsdorf gehört Gabriele Gaede, der ersten Vorsitzenden des Vereins. 40 Tiere befinden sich derzeit in ihrer Obhut.

Wenn ein neues Tier in die Igelstation kommt, wird es erst einmal gewogen und auf Verletzungen, Krankheiten und Flöhe untersucht. Meistens päppelt die Tierschützerin ihre Igel mit Hundefutter und Fencheltee auf. Im Keller der Igelstation wohnen die etwas größeren Igel. Manche haben eine Krankheit. Andere müssen sich von einer Verletzung erholen. Nach dem Aufpäppeln werden die Igel an kühlen, sicheren Orten einquartiert. Dort halten sie Winterschlaf. „Im Mai wachen unsere Gäste dann auf und werden wieder freigelassen“, sagt Gaede.

Eine „stationäre Aufnahme“ ist meist unnötig – telefonischer Rat reicht in der Regel

Jährlich werden rund 2000 kranke, verletzte und schwache Tiere von Ehrenamtlichen des Igelschutzvereins behandelt und betreut, bis sie wieder ausgewildert werden können. Wenn ein Igel in Not gefunden wird, beraten Helfer wie Gaede zunächst telefonisch. „Wir klären immer zuerst, ob der Igel überhaupt Hilfe benötigt. Denn die Tiere sind in der freien Natur viel besser aufgehoben als bei uns.“

Eine Aufnahme ist nur in dringenden Fällen möglich. Mit ihren 40 Igeln ist Gabriele Gaede bereits ausgelastet. Auch andere ehrenamtliche Helfer haben in ihren privaten Kellern nur begrenzt Platz. Unterstützung bekommt der Verein nur durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Mehr Informationen unter Tel. 404 92 51 oder www.igelschutzberlin.de/der-Verein.html