Baumängel

Marie-Elisabeth-Lüders-Haus wird erst 2017 fertig

Risse im Beton der Bodenplatte - Der Erweiterungsbau für die Bundestagsabgeordneten an der Spree steht offenbar auf unsicherem Grund.

Noch bevor der Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus fertig ist, muss er auch schon saniert werden

Noch bevor der Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus fertig ist, muss er auch schon saniert werden

Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Der Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses im Berliner Regierungsviertel muss saniert werden, noch bevor die ersten Politiker einziehen. Die Bundestagsabgeordneten werden voraussichtlich erst 2017 die Parlamentsbibliothek sowie 300 Arbeitsplätze im Erweiterungsbau des Gebäudes beziehen können.

Wie das Bundesamt für Bauordnung und Bauwesen (BBR) am Mittwoch mitteilte, wird sich die Fertigstellung wegen Schäden an der Bodenplatte erneut verzögern. Ursprünglich sollte der Erweiterungsbau an der Luisenstraße 30 in Mitte 2013 bezogen werden.

Vor fünf Jahren starteten die Arbeiten an dem vom Architekten Stephan Braunfels geplanten Erweiterungsbau, für den 190 Millionen Euro bewilligt wurden. Doch gleich zu Beginn sorgte die Klage einer Baufirma gegen die Auftragsvergabe an einen Mitbewerber für Verzögerungen, dann verursachte ein strenger Winter weiteren Verzug. Ursprünglich sollte der Neubau 2014 fertig sein. Die Übergabe an den Deutschen Bundestag wurde auf Sommer 2016 verschoben. Doch auch daraus wird nun nichts.

"Im Untergeschoss treten zunehmend Mängel an der Bodenplatte aus Beton zutage, die ein uneinheitliches Schadensbild zeigen“, so die BBR-Sprecherin. Die Ursachen der Mängel und deren Beseitigungsmöglichkeiten müssten noch analysiert werden. Deshalb sei noch keine belastbaren Aussagen zur Ursache, zu den möglichen Mehrkosten und Verzögerungen möglich. Die Mängelbeseitigung wurde bereits ausgeschrieben und soll im Frühjahr 2017 abgeschlossen werden.

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus beherbergt unter anderem das wissenschaftliche Dienstleistungszentrum des Bundestags sowie einen großen Anhörungssaal. Der Erweiterungsbau entsteht an der Luisenstraße und soll das sogenannte Band des Bundes am östlichen Ende abschließen.