Wittenau

Polizei sucht mit Hunden und Hubschrauber nach Brandursache

Nach dem Feuer auf dem Gelände der Bonhoeffer-Nervenklinik ist die Ursache noch unklar. Die Polizei setzt Hunde und Hubschrauber ein.

Die Ermittlungen zur Ursache des Feuers auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Wittenau dauerten auch am Donnerstag an. Weiträumig war das Areal um die ehemalige Turnhallee mit Flatterband abgesperrt. Noch am Vormittag hielten dort Feuerwehrleute Brandwache. Denn lange bestand die Gefahr, dass bei einem erneuten Ausbruch des Feuers der zum Klinikgelände gehörende Baumbestand ebenfalls in Flammen geraten könnte. Erst gegen Mittag gab es dann für die Polizei grünes Licht, mit den Ermittlungen zur Brandursache zu beginnen.

Polizei sucht mit Hunden und Hubschrauber nach Brandursache

Weiterhin ist völlig unklar, ob es sich um mögliche Brandstiftung oder eine technische Ursache für das Feuer handelt. Auf dem Gelände leben derzeit rund 900 Flüchtlinge in vier Häusern, nicht aber in der betroffenen Turnhalle. Diese wird vor allem von Reinickendorfer Vereinen genutzt.

Zunächst suchten die Beamten am Donnerstag den Grünzug rings um die Brandstelle nach möglichen Spuren ab, die auf eine Brandstiftung schließen lassen könnten. Gegen 14.30 Uhr kreiste ein Hubschrauber über dem Areal. Aus der Luft verschafften sich die Ermittler ein zusammenhängendes Bild vom Ausmaß des Brandes. Kurze Zeit später kamen zwei ausgebildete „Brandmittelspürhunde“ der Polizei zum Einsatz. Ihre empfindlichen Nasen könnten den Spezialisten Hinweise auf die Brandursache oder auch den möglichen Einsatz eines Brandbeschleunigers geben.

Polizei steht am Anfang der Ermittlungen

„Die Arbeit kann sich über Tage erstrecken bis ein beweissicherer Befund zur Brandursache vorgelegt werden kann“, sagte ein Polizeisprecher. Man stehe jetzt erst am Anfang der Ermittlungen. Wie am Donnerstag außerdem bekannt wurde, hatte die Polizei bereits wenige Stunden nach Ausbruch des Feuers am Mittwoch einen Zeugen befragt. Doch ein dringender Tatverdacht bestätigte sich nicht.

Rund 100 Feuerwehrleute waren zur Brandbekämpfung im Einsatz. Sie mussten die Halle am Mittwochabend kontrolliert abbrennen lassen und konzentrierten sich auf den Schutz angrenzender Gebäude. Ein Sommerfest, das am Donnerstag auf der Freifläche zwischen Turnhalle und den Unterkünften der Flüchtlinge stattfinden sollte, wurde abgesagt. Auf dem Fest sollten sich die Anwohner des Kiezes und Flüchtlingsfamilien kennenlernen.