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Erschossener Hund - Besitzer macht Polizei Vorwürfe

Ein Polizist hat in Humboldthain einen Hund erschossen. Der Vorfall wird im Netz kontrovers diskutiert. Ein Auszug.

Im Humbodthain in Wedding haben Spaziergänger an dem Ort ein gerahmtes Bild von Hund Danti aufgestlellt und Blumen abgelegt.

Im Humbodthain in Wedding haben Spaziergänger an dem Ort ein gerahmtes Bild von Hund Danti aufgestlellt und Blumen abgelegt.

Foto: privat

Am Montagnachmittag hat ein Polizeibeamter im Volkspark Humboldthain in Gesundbrunnen einen Hund erschossen. Das Tier soll nicht angeleint gewesen sein. Die Polizei ermittelt.

Auf Facebook wird das Thema heiß diskutiert. Es gibt Unterstützung für das Vorgehen des Beamten – aber auch eine Menge Kritik. So schreibt zum Beispiel Daniela Schönborn: „Da könnte ich kotzen, wenn ich so was lese! Einfach die Knarre gezuckt und drauf los geknallt. Sofort und für immer vom Dienst suspendieren!!!! Wenn jemandem so locker die Dienstwaffe sitzt!!! Vor allem auch ein total ungefährlicher Hund. Wenn der Polizist schon bei so einem Hund die Waffe zuckt, möchte ich nicht wissen, wie der in richtig gefährlichen Situationen reagiert.“

Karin Dieckmann weist darauf hin, dass „man in öffentlichen Grünanlagen einen Hund anleinen“ muss. Weiter schreibt sie: „Ich habe einen tollen schwarzen Labrador und nehme ihn immer an meine Seite, wenn Menschen in der Nähe sind. Schließlich möchte nicht jeder von einem Hund schwanzwedelnd begrüßt werden. Ich denke mit gegenseitiger Rücksichtnahme würde so etwas nicht passieren.“

Bei dem Hund soll es sich um einen Rhodesian Ridgebacks handeln. Laut Nutzer Marz Kpown eine Rasse, die „würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend, aber ohne Anzeichen von Aggressivität oder Scheu“ daherkommt.

David Holesch äußert sich zurückhaltend: „Ich kann jetzt nichts herauslesen, warum alles sich wieder aufregen. Der Hund ist auf den Beamten zu gelaufen, der hat sein eigenes Wohl geschützt und auf den Hund geschossen. Niemand weiß, ob ein Warnschuss gereicht hätte. In solchen Momenten zählen Sekunden und man muss schnell handeln.“

Und Jette Anderspree mutmaßt, dass die Panikmache vor Hunde schuld am Todesschuss sein könnte: „Sogar Polizisten bekommen Schiss und schießen um sich, nur weil ein Hund der größer als ein Brot ist auf ihn zuläuft.“

Mittlerweile hat sich auch der mutmaßliche Eigentümer des Hundes auf Facebook geäußert. Ein Nutzer Namens Marc Siemers veröffentlichte ein kurzes Video von einem spielenden Hund am Strand und schrieb dazu seine Sicht der Dinge.

„Da ich aus beruflichen Gründen mehrere Stunden täglich das Haus verlassen muss, brachte ich meinen Danti früh zu einem Hundesitter/ guten Freund. Dieser machte sich gestern Mittag auf den Weg in den Volkspark Humboldthain um den beiden Hunden eine Abkühlung zu verschaffen.

Als er die Hunde los machte, damit die beiden sich ein wenig erfrischen können, rannten sie zur Wasserstelle. Es waren schließlich über 30°C. Plötzlich schrie ein Polizist sofort los, dass er die Hunde wieder an die Leine nehmen soll. Diese Möglichkeit bot der Beamte meinem Freund allerdings nicht. Eine Sekunde später war mein Danti tot. Hingerichtet, aus 25m, von einem sogenannten „Ordnungshüter“.“

Den gesamten Beitrag gibt es hier: