European Maccabi Games

Makkabi Spiele in Berlin starten mit ersten Wettkämpfen

Am Abend werden die jüdischen Sportspiele offiziell in Berlin eröffnet. Schon zuvor traten die ersten Athleten an.

Die Schwimmerin Sarah Poewe  auf dem Washingtonplatz: Die Figur gehört zur Ausstellung "Jüdische Stars im deutschen Sport"

Die Schwimmerin Sarah Poewe auf dem Washingtonplatz: Die Figur gehört zur Ausstellung "Jüdische Stars im deutschen Sport"

Foto: Soeren Stache / dpa

Schon vor der offiziellen Eröffnung durch Bundespräsident Joachim Gauck haben in Berlin die 14. Europäischen Makkabi Spiele begonnen. Im Basketball, Hockey, Fußball, Tennis, Futsal und Volleyball traten am Dienstagvormittag die ersten der insgesamt 2300 Amateur-Athleten an. Bis zum 5. August werden bei den Spielen in 19 Sportarten 166 Medaillensätze vergeben.

70 Jahre nach Ende des Holocaust richtet Deutschland erstmals die jüdischen Sportspiele aus. Hauptaustragungsstätte ist der Olympiapark, wo 1936 jüdischen Sportlern der Start bei den Olympischen Spielen verwehrt worden war. In der Waldbühne eröffnet Bundespräsident Gauck am Abend die mit einem Etat von fünf Millionen Euro ausgestatteten Europawettkämpfe.

Auftakt zu den Maccabi Games
Video: Abendschau, RBB

„Historisches Zeichen“

Der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eberhard Gienger, wertete die Spiele als „historisches Zeichen“. Sie „zeigen, dass jüdisches Leben in Deutschland wieder pulsiert“, sagte der frühere Turn-Weltmeister und befand: „Wie bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 heißt es auch heute: ‘Die Welt zu Gast bei Freunden’.“

Die jüdischen Spiele werden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ausgetragen. Bis zu 600 Polizisten sichern die Wettkämpfe ab. „Keine Frage. Es ist eine Herausforderung für die Sicherheit, wenn über 2000 jüdische Sportler, Trainer, Funktionäre in der Stadt sind“, sagte Berlins Innen- und Sportsenator Frank Henkel (CDU) der „Bild“.

Rekordbeteiligung in Berlin

Sportlich haben die Wettkämpfe bei weitem kein internationales Niveau. Auf dem Programm stehen auch ungewöhnliche nichtolympische Sportarten wie Bridge, Futsal und Schach. Mit fast 2300 Teilnehmern aus 38 Ländern erlebt Berlin eine Rekordbeteiligung.

Das sei „ein Zeichen dafür, wie neugierig man auf Deutschland ist und wie positiv man gestimmt ist auf Deutschland und Berlin“, erklärte der Hockey-Betreuer und Sohn des früheren „Dalli-Dalli“-Moderators Hans Rosenthal, Gert Rosenthal.