Facebook-Reaktionen

Verkehr in Berlin - "Es wird Zeit für eine Helmpflicht"

Laut einer neuen Studie fühlen sich viele Berliner Radfahrer von Autofahrern bedrängt. So reagieren Facebook-Nutzer auf das Ergebnis.

Berlin ist die Hauptstadt der Fahrradfahrer - allerdings führt unvorsichtiges Fahren der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer offensichtlich zu einer Art Kleinkrieg. Laut einer Studie im Auftrag der Versicherung CosmosDirekt fühlen sich 64 Prozent der 150 befragten Berliner von rücksichtslosen Autofahrern bedrängt. Ganze 59 Prozent beklagen sich des Weiteren über unvorsichtige „Mitfahrer“ im Fahrradverkehr.

Dass sich die Radfahrer von ihrer eigenen Gruppe der Verkehrsteilnehmer gestört fühlen, könnte daran liegen, dass viele die Verkehrsregeln schlicht ignorieren. Jeder vierte Radfahrer in der Hauptstadt hält sich nach eigener Aussage „eher häufig“ oder gar „sehr häufig“ nicht an die geltenden Verkehrsregeln. Jeder Dritte (36 Prozent) räumt zudem ein, dass er schon einmal alkoholisiert gefahren ist.

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Und so schätzen unsere Facebook-User die Sitution ein. Eine Auswahl:

Dag Gutsch: "Es ist nicht nur anstrengend und nervig , den Radfahrern auf dem Bürgersteig auszuweichen. Ich finde es auch gefährlich, wenn sie von hinten angerast kommen. Soll ich als Fußgänger Rückspiegel tragen ???"

Udo Nitzsche: "Wenn 25% aller Autofahrer sämtliche Verkehrsregeln missachten würden, wäre das Chaos perfekt - Unfälle im Minutentakt! Es wird wirklich Zeit für Helmpflicht (für motorisierte Zweiräder auch Pflicht - und manche Fahrradfahrer sind schneller als ein Mofa) und Kennzeichen inklusive Haftpflichtversicherung. Eine theoretische Prüfung auf Verkehrsregeln wäre auch hilffreich. Ich hätte auch als Gelegenheitsradfahrer damit kein Problem."

Dieter Weskamp: "Wer den Kreisel am Moritzplatz sich als Fußgänger beobachtet, der stellt sehr schnell fest, wie rücksichtslos Autofahrer den Radfahern die Vorfahrt nehmen. Das dort nicht mehr passiert, ist echt ein Wunder. Bevor Autofahrer hier weiter so auf die Radfahrer ( keine Knautschzone) schimpfen, sollten sie sich die Zeit nehmen, dort einfach mal zuzusehen."

Sandra Hauke: "Naja immer da fahren, wo gerade grün is: Straße, Fahrradweg oder zack ruff ufn Bürgersteig. Und wenn alles net passt, schnell bei Rot drüber. Tolle Vorbilder - aber ausflippen wenn ihnen mal Unrecht getan wird."

>>> Jeder vierte Berliner Radfahrer missachtet Verkehrsregeln <<<

Frank Dunkel: "Leider ist es nicht möglich, Radfahrer und Autofahrer räumlich strikt zu trennen. Erforderlich wäre es eigentlich. Auf beiden Seiten gibt es Verkehrsteilnehmer, die durch rücksichtslose Fahrweise immer wieder für Gefahr sorgen. Bei den Radfahrern sollte dem durch eine Kennzeichen-Pflicht entgegengewirkt werden. Derzeit agieren sie noch im Schutze relativer Anonymität. Fraglich, ob sich das durchsetzen lässt, wo die doch so viel für die Umwelt tun. Gegenfrage: Wer finanziert eigentlich das Strassennetz?"

Robby O. Sanssouci: "Oh man, die Radfahrer...wir stecken Millionen in Radwege und die fahren auf der Strasse und beachten zu 50 Prozent nicht eine Regel beziehungsweise die Ausstattung ihres „Fahrzeugs“! Statt Helm und Kennzeichen sollte es zur Pflicht werden als Radfahrer gleichzeitig Organspender zu sein!"

Matthias Egenberger: "Als Radfahrer fürchte ich mich am meisten vor Touris auf Leihfahrrädern. Die haben meistens keinerlei Fahrpraxis, kennen keine Regeln im Straßenverkehr und fahren nicht vorausschauend."

Syca More: "Ich habe mich erst heute wieder aufgeregt. Einfach unglaublich wieviele Radler rücksichtslos und egozentrisch durch die Gegend rasen. Autofahrer bleiben dabei wenigstens auf der Straße"

David Holesch: "Jeder Vierte klingt höchst unglaubwürdig. Wohl eher jeder Zweite."

Karsten Voss: "Ist nicht neu...Führerschein machen ( speziell für Fahrrad ) und dann los."

Tom Hofmann: "Bin ja froh, dass auch alle Autofahrer immer fein säuberlich die Verkehrsregeln einhalten!"