Parade

„Zug der Liebe“ soll auch durch Prenzlauer Berg führen

Der Veranstalter des „Zuges der Liebe“ hat eine neue Route vorgeschlagen. Diese führt jetzt auch durch Prenzlauer Berg. Zuvor hatte Treptow-Köpenick dankend abgelehnt.

Am 25. Juli will der „Zug der Liebe“ als Parade für mehr Mitgefühl und soziales Engagement durch Berlin ziehen. Die Frage ist nur: wo? Jetzt hat der Veranstalter der Polizei eine neue Route vorgeschlagen – diese führt jetzt auch durch Prenzlauer Berg.

Zunächst hatten die Initiatoren – ein Zusammenschluss von Berliner Veranstaltern, Musik- und Medienschaffenden – geplant, an der Karl-Marx-Allee 137 nahe des Frankfurter Tors zu starten und am Rand des Treptower Parks mit der Kundgebung zu enden. An dem Zielpunkt störten sich aber Bezirksverordnete von Treptow-Köpenick und legten Einspruch ein. „Diese Grünfläche samt Gartendenkmal ist denkbar ungeeignet – zumal derzeit aufgrund von Sanierungsarbeiten auch noch Bauzäune aufgestellt werden müssen“, sagte auch Bezirksstadtrat Rainer Hölmer der Berliner Morgenpost. Bei einer Menge von bis zu 30.000 Personen, wie sie der Veranstalter als Teilnehmerzahl angekündigt habe, sei schwer zu gewährleisten, dass die Grünanlage danach noch wiederzuerkennen sei.

Martin Hüttmann, einer der Organisatoren des „Zugs der Liebe“, betonte, man sei nicht an den Bezirksverordneten gescheitert, sondern habe den neuen Routen-Vorschlag jetzt präventiv eingebracht. „Bevor wir zwischen Politik und Polizei geraten, haben wir uns nun einen neuen Weg überlegt“, sagte Hüttmann der Berliner Morgenpost. „Es soll nun durch Prenzlauer Berg gehen – nach unten hin haben wir den Weg einfach verlängert, um schön weit weg vom Treptower Park zu enden.“ Die neue Route sieht ebenfalls einen Start am Frankfurter Tor vor. Danach geht es über die Danziger Straße und die Prenzlauer Allee am Alexanderplatz vorbei und über die Spree – und schließlich über die Köpenicker Straße bis hin zur Puschkinallee.

Höchstens 15 „unbetanzbare“ Wagen

Der „Zug der Liebe“ will sich dabei unter anderem auch für den Erhalt von Grünflächen einsetzen. Ein Nachfolger der Techno-Parade Loveparade, die in Berlin zwischen 1989 und 2006 stattfand, soll der Umzug aber nicht sein. „Wir werden mit höchstens 15 unbetanzbaren Wagen, mit Musik und politischen Botschaften von Vereinen wie der Berliner Tiertafel durch die Straßen ziehen“, so Hüttmann. Musik werde genutzt, um mehr Menschen für das Gute auf die Straße zu bringen. Mittlerweile haben mehr als 17.000 Menschen im sozialen Netzwerk Facebook ihre Teilnahme an der Parade zugesagt. Wie viele am Ende kommen, wird wohl bis zum Schluss offen bleiben.

Ob die neue Route zugelassen wird, wird sich vermutlich am Donnerstag in der kommenden Woche herausstellen, nachdem die Polizei alles geprüft hat. Dann wird sich das „Zug der Liebe“-Team erneut mit den Entscheidern zusammensetzen. Hüttmann ist optimistisch, dass die Organisatoren nun ein Okay bekommen. „Wenn man genau hinsieht, hat die Route übrigens die Form der Hälfte eines Herzens“, findet er.