Kaulsdorf

Wie U-Bahn-Videos den Mordfall Hanna aufklärten

Verdächtiger gesteht Mord an 18-jähriger Schülerin

Der Verdächtige im Mordfall der 18-jährigen Hanna hat die Tat gestanden. Der 30 Jahre alte Mann aus Lichtenberg hatte zunächst abgestritten, die Schülerin am vergangenen Wochenende umgebracht zu haben. Er war jedoch von Überwachungskameras gefilmt worden, wie er dem Mädchen vom U-Bahnhof aus folgte. Nach dem Fahndungsaufruf hatte er sich selbst bei der Polizei gemeldet.

Video: Abendschau, RBB
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Erneut haben U-Bahn-Videokameras dazu beigetragen, einen Mordfall aufzuklären. Der Verdächtige erkannte sich auf den Aufnahmen und stellte sich. Wie das System in der BVG funktioniert.

Videokameras werden viel diskutiert. Im Berliner Mordfall Hanna haben sie der Polizei geholfen. Ein 30-Jähriger gestand die Tat, nachdem die Ermittler mit Hilfe der Bilder gefahndet hatten.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verfügen auf allen Bahnhöfen und auch in den U-Bahn-Zügen über Kameras. Das Material wird 48 Stunden aufbewahrt. „Das ist gesetzlich so geregelt“, sagt BVG-Sprecherin Petra Reetz.

Die Aufnahmen werden der Polizei zur Vorfügung gestellt, wenn diese es beantragt und es einen richterlichen Beschluss gibt. Die BVG-Mitarbeiter können sich die Bilder nicht ansehen, sie sind laut Reetz verschlüsselt. Auf den Schutz der Persönlichkeit werde großer Wert gelegt. Die S-Bahn, die zur Deutschen Bahn gehört, hat in ihren Wagen keine Kameras.

( dpa )