Berliner S-Bahn

Lokführer beenden Streik - Notfahrplan gilt weiter

Nach fast sechs Tagen haben die Lokführer ihren Streik beendet. Dennoch müssen sich Fahrgäste bei Bahn und Berliner S-Bahn weiter auf Behinderungen einstellen, es gilt noch der Notfahrplan.

Es war der längste Streik in der Geschichte des Unternehmens: Nach sechs Tagen nahmen die Lokführer am Sonntag um 9 Uhr morgens die Arbeit wieder auf.

Video: Abendschau, RBB
Beschreibung anzeigen

Die Lokführer der Deutschen Bahn haben nach sechs Tagen auch in Berlin und Brandenburg ihren bislang längsten Streik beendet. Um 9 Uhr meldete die Bahn, dass er vorüber ist. Am Sonntag galt aber weiterhin ein Ersatzfahrplan. Nach Angaben des Unternehmens dauert es eine Weile, bis alle Züge an ihre Einsatzorte gebracht werden.

Auch der Berliner S-Bahnverkehr könne leider nur schrittweise wieder aufgenommen werden, hieß es dazu auch in einem Schreiben. Bis zum Montagmorgen sollte die S-Bahn aber wieder wie üblich fahren.

Der Berliner S-Bahn-Chef Peter Buchner zog am Wochenende eine erste Streik-Bilanz. „Tagsüber konnten wir rund 35 Prozent des regulären Fahrtenangebotes realisieren“, sagte er. Die meisten Züge seien im 20-Minuten-Takt gefahren. Insgesamt hätten – im Vergleich zum vorigen Streik – deutlich mehr Menschen die fahrenden Züge genutzt.

Regional- und Fernverkehr eingeschränkt

Bei den Regionalzügen in Brandenburg und Berlin gab es am Sonntag ebenfalls noch Einschränkungen. Beispielsweise auf den Regionalexpress-Linien 1, 5, 6 und 7 fuhren Busse im Ersatzverkehr. Die Regionalbahnen 31 und die Linie 23 in Richtung Michendorf entfielen.

Auch der Fernverkehr lief am Sonntag schleppend wieder an. Immer noch war ein Ersatzfahrplan gültig. „Die GDL hat das Streikende zeitlich hinter den normalen Betriebsbeginn gelegt und das macht es schwer, die Fahrzeuge zu disponieren und auch die Mitarbeiter dort hin zu bringen, wo sie sein müssen“, sagte ein Bahnsprecher. Im Fernverkehr seien 250 Züge im Einsatz. „Aber wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass rund 50 zusätzliche Züge eingesetzt werden können.“

In dem Tarifstreit will die Lokführergewerkschaft GDL für alle Berufsgruppen des Zugpersonals eigene Tarifverträge erstreiten. GDL-Chef Claus Weselsky betonte, vorerst keine weiteren Streiks zu planen. „Das Land und die Bahnkunden haben jetzt eine Pause verdient – und die Bahn eine Nachdenkpause zum Reagieren“, sagte Weselsky der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

>>> Den Notfahrplan der Berliner S-Bahn finden Sie HIER <<<

>>> Die Deutsche Bahn informiert HIER zu den Reiseverbindungen <<<

Weitere Informationen zum Notfahrplan gibt es auf der Homepage der Berliner S-Bahn oder via Twitter.

Der Bahnstreik im Minutenprotokoll:

>> Der Bahn-Streik im Live-Protokoll <<