Koffer-Chaos

Noch 100 Koffer warten am Flughafen Tegel auf ihre Besitzer

Wegen des Orkantiefs „Niklas“ waren vor drei Wochen mehr als 6000 Koffer und Taschen in Tegel gestrandet. Nun lagern am Flughafen immer noch 100 Gepäckstücke.

Drei Wochen nach dem Orkantief „Niklas“ lagern am Flughafen Tegel noch 100 Koffer, die bislang nicht ihren Besitzern zurückgegeben werden konnten. Mitarbeiter des Bodendienstleisters GlobeGround Berlin seien weiter dabei, die Gepäckstücke im internationalen Suchsystem World Tracer zu registrieren, teilte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage der Berliner Morgenpost mit.

Nach dieser Registrierung werden die Koffer bis zu fünf Tage am Flughafen aufbewahrt. Gelänge es in dieser Zeit nicht, den Eigentümer des Gepäcks zu ermitteln und mit ihm Kontakt aufzunehmen, werde es an die Zentrale der Airline geschickt, bei der der Passagier seinen Flug gebucht hat. Es gibt aber Ausnahmen: etwa, wenn der Fluggast sein Gepäck am Airport selbst abholen möchte. Dann könnte die Frist auf 20 Tage und mehr verlängert werden, so die Sprecherin.

Ursprünglich waren es mehr als 6000 Koffer und Taschen, die am 31. März an den Berliner Flughäfen gestrandet waren. Wegen des Sturms konnten die Flugzeuge damals über Stunden hinweg nicht entladen werden. Weil die Maschinen weitermussten, gelangten Hunderte Koffer erst über Umwege zurück nach Berlin.