Gepäck-Chaos in Tegel

Jeder zweite Koffer noch immer am Flughafen

Auch eine Woche nach dem Orkan „Niklas“ ist das Gepäck-Chaos in Tegel nicht behoben. Rund 3000 Gepäckstücke sind noch am Flughafen oder an anderen Airports. Für die Betroffenen kann es noch dauern.

Foto: Reto Klar

Auch eine Woche nach dem Sturmtief „Niklas“ über Berlin hinwegfegte, müssen Tausende Fluggäste in Berlin auf ihr Gepäck warten. Nach Angaben des Boden-Dienstleisters GlobeGround Berlin konnte gerade erst einmal die Hälfte der Gepäckstücke, die am 31. März wegen des Orkans nicht entladen werden konnten, an die darauf wartenden Passagiere ausgeliefert werden. Insgesamt waren an dem Tag am Flughafen Tegel etwa 6000 Koffer und Taschen „gestrandet“. Rund 3000 Gepäckstücke seien den betreffenden Passagieren inzwischen zugestellt oder zugesandt worden, so eine GlobeGround-Sprecherin.

„Wir gehen davon aus, bis Ende der Woche alle zugeordneten Gepäckstücke an unsere eigenen Mitarbeiter oder die von den Airlines beauftragten Gesellschaften zur Auslieferung übergeben zu können“, so die Unternehmenssprecherin. Vereinzelt könne es auch zu längeren Bearbeitungszeiten kommen. Etwa, wenn der Koffer verschickt werden muss, oder wenn der Kontaktbogen durch die Passagiere unvollständig ausgefüllt wurde.

Einige Flugzeuge hoben mit Berliner Koffern wieder ab

Nach Angaben von GlobeGround befinden sich die Gepäckstücke größtenteils in Berlin, vereinzelt lagern Koffer aber auch an anderen Flughäfen, weil Flugzeuge am vergangenen Dienstag nicht entladen werden durften, jedoch ihren Weiterflug antreten mussten. Die zum Wisag-Konzern gehörende GlobeGround Berlin bedauerte die Unannehmlichkeiten, die den Passagieren entstanden sind. „Obwohl wir unser Personal verstärkt haben, war die Servicehotline durch das extrem hohe Anrufaufkommen zeitweise überlastet“, so die Sprecherin.