Nahverkehr

BVG macht mehr Umsatz mit erwischten Schwarzfahrern

Die verstärkten Kontrollen lohnen sich: 1,97 Millionen Euro nahmen die Berliner Verkehrsbetriebe im vergangenen Jahr durch das „erhöhte Beförderungsentgelt“ ein, das Schwarzfahrer zahlen müssen.

Foto: Buddy Bartelsen

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nehmen mehr Geld durch Schwarzfahrer ein. Wie aktuelle Zahlen belegen, betrug der Umsatz durch das erhöhte Beförderungsentgelt, das Schwarzfahrer zahlen müssen, wenn sie erwischt werden, im vergangenen Jahr 6,8 Millionen Euro. Abzüglich der Kosten, die durch das Eintreiben des Geldes entstehen, blieb ein Plus von 1,97 Millionen Euro – eine Steigerung von mehr als fünf Prozent.

Parallel stieg auch die Zahl der Kontrolleure in den vergangenen Jahren, von 80 im Jahr 2010 auf 140. Sie ertappten im Vorjahr 355.476 Fahrgäste ohne gültigen Fahrausweis, fast 130.000 mehr als 2013. Knapp sieben Prozent aller Kontrollen führten zu einer Beanstandung. Da die BVG aber nur einen Bruchteil der Schwarzfahrer erwischt, entsteht ihr nach eigenen Angaben ein jährlicher Schaden von 20 Millionen Euro – etwa doppelt so viel, wie die Nahverkehrsunternehmen 2015 durch die Erhöhung der Fahrpreise an Mehreinnahmen erzielen wollen. Auch deshalb soll das erhöhte Beförderungsentgelt für das Schwarzfahren steigen: von 40 auf 60 Euro.